Brennerpass Bundesliga Podcast: Länderspielpause

Die literarische Länderspielpause

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Themen heute: Eine Message an den IS, der fiktive Breakdown, Poldi-Statistik, The Marvelous Mrs Maisel, Kraftklub gewinnt den Wie-Dumm-Award, Final Boss Stiftung Warentest, der doppelte Breitenreiter, Berni liest Bernhard

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Wir empfehlen den Brennerpass im Katzenfutter. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 25

SPIELTAG 25: RELATIV BIG IN BERLIN

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Themen heute: Willkommen neue Hörer, der unerwartete Pornleak-Anfang, Wie-Dumm-Awards, Merkels comedic timing, der Arsch-Dad von der BBC, Hey Säureradler, Echo 2017, Kovacs FairPlay-Preis, Wienerisch mit Alaba, Müllers Ballannahme, Robben erheitert, es trippelt, Tuchel yesst, Wiedwald neuert, Gomez jonkert, Modeste kills it, Supernasen-Remake

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Wir empfehlen den Brennerpass auch im kommenden Krieg mit den Streptokokken. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 24

SPIELTAG 24: BURGSTALLER-BUTTON

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Themen heute: Fake Rüdiger Rudolph, Fairplay-Award an Plattenhardt, Tabelle eigentlich gegessen, Korkut im Streitwagen, Bernis Kampf für den Videobeweis, Kramaric, Kimmich, Hummels‘ Jahrhundergrätsche, Gomez ❤ Jonker, Weisergate, Rangnick lässiges schlechtes Gewissen, Fake Rene Adler, Burgstaller, Return of Kickerlele

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Wir empfehlen den Brennerpass auch im kommenden Krieg mit der Türkei. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 23

SPIELTAG 23: ZURÜCK IN DER OBERSTUFE

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Themen heute: Großkreutz, Kimmel, Götze, Logan, Schmidt, Weinzierl, 1860, Heckings Haaransatz, Martinez

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Wir empfehlen den Brennerpass im ICE und bei Stoffwechselschwierigkeiten. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Das falsche Tagebuch: 3. März 2017

ÜBER ESSEN UND RELIGION

Ich will nicht lügen. Das sind die finstersten Tage für meine Familie und mich und vielleicht werden daraus auch noch Jahre. Ich sag das, damit man sich die Hoffnung auf Pointen gleich zu Beginn dieses Textes abschminkt.

Ich bin in Essen gerade oder besser gesagt: in Teilen von Essen. Ich wohne in Heisingen auf dem Berg über dem See in einer Wohnviertelbeschaulichkeit, wie ich sie in Deutschland überhaupt nicht mehr für möglich gehalten habe. Es ist Geld da, aber es es soll nicht so aussehen. Es ist gesellig und isoliert zugleich. Es ist ein bisschen, als wäre ich zurück in die späten Achtziger gereist.

Ich bin da oben auf dem Berg und dann immer unten im Krankenhaus. Das sind meine beiden Haupt-Essen. Einmal war ich in der Zeche Zollverein, einmal in Hattingen, einmal in der Gruga und gestern im Südviertel in einem studentischen Cafe. Das meiste von der Stadt sehe ich von einem Taxi aus. Müsste ich Briefe an Zuhause schreiben, würde ich formulieren: „Mama, es ist alles furchtbar, aber mir geht es gut. Ich finde hier ein wenig Ruhe.“Aber grade das mit der Ruhe ist ja das fürchterlichste, denn Ruhe hat in diesem Fall was von Siechtum.

Ich hab mich immer ein bisschen geschämt, dass mein Leben sich niemals in irgendwelchen Extremen abgespielt hat, und gefunden, dass mich das als Künstler auch irgendwie diskreditiert. Jetzt, da so ein Extrem eingetroffen ist und jemand quält, der sich ganz sicher nie ein Extrem gewünscht hätte, schäme ich mich für solch idiotische Gedanken und überhaupt für meine jämmerliche jämmerliche Egozentrik.

Ich habe mal ausprobiert, ob ich noch beten kann, aber das ist wie Schwimmen, das sind Reflexe. Ich bin seit zwanzig Jahren nicht mehr in der Kirche und kann plötzlich besser denn je verstehen, wie Leute sich an einem höheren Sinn festhalten, selbst wenn ihnen jeder Instinkt sagen müsste, dass es den nicht gibt, denn es ist alles nur Algorithmus und marginale Abweichung.

Wenn man es richtig anpackt mit der Religion, dann ist sie wie ein Laster. Wenn man es mit ihr übertreibt, macht sie dumm und krank, aber sie kann dir eine gehörige Identität für zwischendurch stiften, machen wir uns nichts vor. Aber noch geh ich nicht in die Kirche. Ganz soweit ist es noch nicht. Noch tarne ich meine Gebete in meine morgendlichen Dehnungsübungen hinein.

Was wollte ich gleich noch noch über Essen sagen? Ich glaub, ich mag es hier. Die Stadt ist auf eine unaufgeregte Art mit sich beschäftigt. Ohne größere Minderwertigkeitskomplexe. Berlin ist im Gegensatz zu anderen Städten wie Köln und München nicht ständiges Gesprächsthema, zumindest nicht da, wo ich residiere – in meinen beiden Essen, auf dem Berg und unten im Krankenhaus. Die Taxifahrer, die beide Teile miteinander verbinden, sind außergewöhnlich freundlich und fahren vermutlich auch dem Transportanlass nach besonnen, aber mich hat auch noch kein Busfahrer angeschnauzt und es ist beinahe mein 16. Tag hier. Wenn nicht ganz so viel Krankheit und Tod in der Luft läge, gefiele es mir hier außergewöhnlich gut.

Kurzkritik zu Logan

Jetzt ist es passiert. Endlich hat auch ein Marvel-Titel (mit der starken Einschränkung der 20th Century Fox-Lizenz) seinen dystopiösen und noch dazu vor Brutalität sprudelnden Nachdenkfilm. Dass dafür die ewig hadernde und grantelnde Sauklaue Wolverine herhalten muss, lag ja schon immer in der Natur der Figur. Selbst wenn der Film entgegen aller Fanboy-Hoffnungen so gut wie gar nichts mit dem teils recht gehässigen, aber originellem „Old Man Logan“-Comic zu tun hat, nutzt er trotzdem eine ähnlich alternative Timeline (sprich: gibt einen Scheiß auf das Chronologie-Zinober der X-Men-Filme), um seinen Figuren jede Menge Gewalt anzutun und den Game-Of-Thrones-erprobten Zuschauer auf die Streckbank einer Welt zu schicken, in der Genozid und Gentechnologie ein und derselben Lust und Laune entspringen.

Mir persönlich ist das zu brutal und zu negativ, ich brauche nicht die ständigen Zerfetzungen und die Omnipräsenz von Weltuntergang. Das hab ich im echten Leben zur Genüge. Davon abgesehen hinkt Mangolds zweiter Wolverine-Film auch unabhängig von meinem Gusto dem Zeitgeist hinterher. Nolans Dark Knight war bahnbrechend in Sachen „grounded & gritty superheroes“, und selbst dem vorausgegangenen Japan-Wolverine hätte dieser Ansatz noch ganz gut getan, aber 2017 kommt mir die Grundstimmung des Films verspätet postapokalyptisch (see what I did there) vor.

Klar, Hugh Jackman ist die Sympathie für die Rolle immer noch anzumerken – sein immenser Bartwuchs spielt sich stärker denn je in den Vordergrund – und Patrick Stewarts siechend kreuzfideler Professor X ist die bisher stärkste Inkarnation der Figur, aber Logans verwilderte und tollwütende Teenager-Tochter, der handelsübliche fanatische Wissenschaftler (Typ Mengele) und Boyd Holbrook als immer leicht gelangweilt wirkender Cyborg-Söldner Donald Pierce sind zu stereotyp, um diese finstere Realität auch wirklich als real zu empfinden. Deshalb gibt es auch keinen glaubhaften Antagonist und Hugh Jackman muss Doppelschicht als sein eigener Bossgegner schieben.

Fazit: „Logan“ mag auf den ersten Blick aussehen wie der Autorenfilm unter den Superhelden-Flicks, bleibt aber dann doch nur ein gut getarnter Wolvie-Slasher. Er ist trotzdem der beste der drei Wolverine-Stand-Alone-Filme, das ist ja auch was wert.

Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 22

SPIELTAG 22: DAS OHR DES PRÄSIDENTEN

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Themen heute: Leicesters Leichenschmaus, The Old Pope, neues Bayernfernsehen, FCB zertrümmert erneut den Jurassic Park, Bambule in Moabit, Berni tippt die Schlusstabelle

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Wir empfehlen den Brennerpass diesmal gar nicht. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Kurzkritiken zu The Autopsy of Jane Doe, Ghostbusters (2016)

The Autopsy of Jane Doe:
Käse with a twist. Aber trotzdem Käse. Guter Gore, aber die Dialoge sind der eigentliche Horror. Die guten Bewertungen liegen sicher auch an den Vorschusslorbeeren für Tollhunter-Regisseur André Øvredal, dessen moderner Found-Footage-Klassiker diesem Film etwas Gravierendes voraus hat: Humor.

Ghostbusters:
Auch Käse. Der weibliche Cast ist stereotyp und muss sich ziemlich blöde Chauvi-Sprüche vom Mackergeist gefallen lassen. Darf außerdem dem Assistenten anzüglich hinterher hecheln, als ob das eine positive Eigenschaft wäre, die man sich als Frau endlich auch mal gönnt. Kristen Wiig find ich großartig, die Gags dafür alles andere als geistreich, und ich kann auch keine Filme mehr sehen, die ständig und zwanghaft auf die Originale anspielen müssen, damit die „jetzige“ Generation auch wirklich kapiert, warum das früher so toll gewesen ist. Dabei lag das hauptsächlich an Bill Murrays Adlib-Exzessen.

Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 21

SPIELTAG 21: GEHÖRT SICH NICHT

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Themen heute: Rasenfunk-Aftermath, Stadionbericht aus Berlin, die Brennerpass-Sinnfrage, Fußballfans, Nachspielzeiten, Marcel Reif, Tormusik und Kermit der Frosch

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Wir empfehlen den Brennerpass-Rap als neue Tormusik vom HSV. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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Kurzkritik zu Wilde Maus (Berlinale-Vorführung)

Ich mag Josef Hader. Sehr. Als Kabarettist, als Comedian, als Schauspieler, als Autor. Ich bin nicht sicher, ob ich ihn als Regisseur mag. Er hat versucht, einen Film zu machen, der das Beste aus den Filmen vereint, in denen er bisher mitgespielt hat und damit meine ich nicht Nora von Waldstetten, die ich trotz ihres unabstreitbar großen Talents nicht ausstehen kann.

Es ist ein bisschen Schmäh (wie in Komm süßer Tod), ein bisschen Kriminalistik (wie beim Brenner), ein bisschen Buddy-Komödie (wie in Indien), ein starkes bisschen Verlierer-Drama (wie beim Aufschneider) und ein Häuferl Slapstick oben drauf, siehe die visuell hinreichend kolportierte Nacktszene im Schnee. Aber es hat überhaupt keine Richtung. Ausgerechnet Haders Figur des Musikkritikers Endl wirkt am unglaubwürdigsten, seine Reise ist eine viel zu oft in der Kulturgeschichte bemühte Sinnsuche des „schwierigen“ Mannes über vierzig. Es geht ums Älterwerden und um die damit verbundene Verunsicherung (dick aufgetragen durch die Radio- und Fernsehmeldungen von Flüchtlingen und Terrorgefahr), aber das ist mir im Falle Georg Endl alles zu naheliegend oder nicht subtil genug.

Haders andere Figuren sind dagegen dicht (in beiderlei Sinne), ihre Dialoge sind an sich gut, aber wirken oft zu sehr geschrieben. Die Schauspieler taugen mir enorm, allen voran Pia Hierzegger, aber auch Jörg Hartmann und der mir aus der Sendung mit dem Elefanten vertraute Dennis Moschitto legen ein irrwitziges komödiantisches Timing an den Tag und machen aus urst klischeebehafteten Rollen wie der frustrierten Ehefrau, dem schwulen Veganer und dem scheiß Chef, lebendigere Figuren als ihnen das Drehbuch vermutlich zugestanden hätte. Es gibt eine Szene, wo Endl mit seiner Frau im Auto sitzt und witzige Sätze sagt, die auch vom Bühnenmensch Hader stammen könnten und seine Frau lacht, weil er halt schon auch ein witziger Typ ist. Da fällt die Figur für mich dann endgültig auseinander, weil ich dann nur noch den Hader seh und der nicht der verbohrte Musikkritiker ist.

Am Ende ist der Film dann wirklich nur eine gute Nummernrevue geworden mit einer Menge mittlerer Gags aber auch ein paar wirklich guten stilleren lakonischen Brüllern (contradictio in se, is Absicht), die man aber natürlich vom Hader so erwartet. Weiter so, will man zum Regisseur Hader sagen, weil man ihn ja so sehr mag, und sich ja schon auch amüsiert hat, aber kann man irgendwie dann doch nicht. Weiter, aber anders. Der Hader kann sicher noch mehr, noch eigener. Fast habe ich den Eindruck als hätte ihm seine Filmemacherei mit Leuten wie Murnberger und Schalko die eigene Schrulligkeit ausgetrieben.

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