Brennercast Bundesliga 2015/2016 (20)

SPIELTAG 20: Die Liga ist müde

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Themen heute: Comedy in Syrien, die Ukulele ist zurück, Strafversetzungen zur Eintracht, was wir nie von Pep wissen wollten, Crazy Chinese Money und ein grausiger Kicker.de-Rap

Wir empfehlen den Brennercast während Star Wars 2D OV und einem von Rüdiger moderierten Open-Stage-Abend in der Scheinbar. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL
Tagessieg geht an laboum, Glückwunsch!

1. martin 234
2. Papadopoulos 229
3. Blutgraetsche 226
4. juri 225
5. Schwanzhund 225

Die Tipptabelle für den aktuellen Spieltag
Die Tipptabelle in der Gesamtübersicht

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Das falsche Tagebuch: 3. Februar 2016

Ich schreibe ein Buch.

Es geht um Misstrauen, Angst, einen Ort im Süden Mitte der Achtziger, es geht um Liebe und Katholizismus. Es ist meine kleine Version von „To Kill A Mockingbird“. Es ist kein Krimi und keine Popliteratur, es ist auch kein Houellebecq. Es hat was Autobiografisches, aber ist in der Hauptsache eine Erzählung und Parabel. Es ist meine Version einer Southern Gothic Tale.

Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der man uns gesagt hat, dass jederzeit jemand auf den roten Knopf drücken kann. Dass man die Großeltern lieber nicht nach dem Dritten Reich fragt. Dass Atomkraft nur im Kommunismus unsicher ist. Dass wir bald viel größere Probleme als lapidaren Liebeskummer haben werden, sobald wir erwachsen sind.

Das Buch hat noch keinen Titel, aber erscheinen wird es mutmaßlich im Herbst. Manchmal hab ich Spaß beim Schreiben, es ist durchaus an Stellen lustig, aber oft ekelt es mich regelrecht, bevor ich mich morgens ransetze. Das Schreiben tut in der Hauptsache weh, anders als noch bei den Mandel-Büchern, obwohl es da auch unangenehme Wahrheiten gab, um die ich nicht herumkam. Aber ich hoffe, dieser Geburtsschmerz macht das Buch besser. Es fühlt sich auf jeden Fall wie mein erstes Buch an, aber das ist auch das Perfide: sobald ich schreibe, fühle ich mich wie der größte Scharlatan und möchte am liebsten den Leuten, die mich bezahlen ihr Geld zurückgeben. „Ich kann doch gar nichts“, will ich zum Fenster hinausschreien.

Kann sich noch jemand erinnern, wie ich mich letzten Sommer hier künstlich darüber aufgeregt habe, dass sich die Facebook-G’schaftler gegenseitig tätscheln in ihrem Bestreben gegen fremdenfeindliches Gedankengut? Wie ich das für einen überwiegend überflüssigen Show-Off hielt? Ich dachte, das ist doch nicht notwendig, die meisten Leute haben unseren Gesellschaftsentwurf doch verinnerlich. Boy, was I wrong.

In meiner kleinen Welt zwischen Schreibtisch und KiTa hatte ich tatsächlich mein antikes Negativcredo „People are shit“ verdrängt. Wie hat ein Freund neulich geschrieben: „Wenn die meisten Menschen hierzulande schon Probleme haben, jemandem im Straßenverkehr die Vorfahrt zu lassen, wie wahrscheinlich mag dann ein freiwilliger Verzicht auf ein Teil ihres Wohlstandes sein?“ Und doch will ich mich nicht mehr absondern, mich für was Besseres halten, denn genau das ist ja der Irrglaube, dem jeder unterliegt, der heute gegen Flüchtlinge wettert.

Und deshalb kommt jetzt die schwierigste Aufgabe: Den Menschen nicht aufgeben. Die rasende Egomanie im Kopf der Leute in andere Bahnen lenken, ihnen ein schlechtes Gewissen machen. So wie man Kinder erzieht. Sich jeden Tag erneut hinsetzen, auch wenns einen ekelt.

Kritik zu The Hateful Eight

Kurz nach dem Kinobesuch (ich sah die ewig lange 70 mm-Version) wollte ich diese Kritik mit einer häufig im Film verwendeten Vokabel bestreiten: horseshit.

Dann aber hab ich begriffen, dass das mehr die Enttäuschung als meine Meinung über diesen Film ist. Enttäuschung darüber, dass Tarantino immer noch der alte Scharlatan ist und sich in meinen Augen nicht zum großen Auteur entwickelt hat. Dann wiederum: warum sollte er?

Aber langsam (im wahrsten Sinne): Hateful Eight ist eigentlich ein Schritt zurück für Tarantino, weg von der ungewöhnlich klar umrissenen Heroik von Bill, Basterds und Django. Es ist die period-piece-Variante von Reservoir Dogs: ein Haufen mörderisch selbstsüchtiger Leute trifft sich auf engstem Raum und bringt sich mehr oder weniger gegenseitig um. Natürlich ist der Film zumindest formal ein Western, dann wiederum spielt das gar keine so große Rolle. Tarantino kennt alle Western-impliziten Konventionen aus dem FF, zitiert aber nicht einfach nur vor sich hin (wie man ihm das gerne zu Unrecht vorhält), sondern strickt sich wie jeder gute Westernregisseur sein eigenes inhärent plausibles Universum daraus. Das ist diesmal sogar frei von den üblichen Anspielungen auf Popkultur (wenn man Western nicht als solche bezeichnet), was ich erfrischend fand.

Und dieses neue Universum, das mit Django Unchained vielleicht nur den nackten Rassismus gemein hat, sieht fantastisch aus. Die ersten schneeverwehten, körnigen Einstellungen a la McCabe und Mrs Miller, das lange Verweilen auf dem Wegkreuz, die Kutschfahrt mit dem Blizzard im Nacken – Exposé und Chapter One sind lässig, innovativ und mysteriös zugleich. Dann beginnt das Kammerspiel und damit das Dilemma.

Die Schauspieler, allen voran Jennifer Jason Leigh und Sam Jackson, sind alle on top of their game – Tarantino musiziert mit diesem Ensemble. Aber gerade das täuscht darüber hinweg, wie wenig seine Figuren eigentlich zu sagen haben (selbst wenn sie viel sagen), wie stereotyp sie sind (Roth muss wohl als süffisant geschwätziger Waltz-Ersatz herhalten) und wie irrelevant ihre Gespräche sind, wenn sie nicht gerade dem Plotfortschritt dienen. Ich behaupte: so einem Ensemble reichen auch fünf Minuten, um die Figuren auszufüllen, es müssen nicht 1,5 Stunden vergehen. Das Tarantino das mit voller Absicht in die Länge zieht, ist sein gutes Recht, aber es darf mich ja trotzdem zermürben, vielleicht will er auch das genau so. Auf deutsch: ich habe mich gelangweilt und mich gefragt:

Warum hat Tarantino genau diesen Film gemacht? Ich würde es wirklich gerne wissen. Wollte er einfach mal einen Bürgerkriegswestern machen, ist der Film ein Kommentar zum „Schlachthaus USA“, der langen Tradition seiner zivilen Gewalt-Exzesse, oder war das einfach der nächste Film, der Tarantino nach Django einfiel und ihm Spaß bereitete? Natürlich kann der Reiz genau darin liegen, darüber zu spekulieren, aber ich mir fehlten nach zwei Stunden Zoopalast, einem halben Liter zuckerfreier Cola und einem Energiegetränk die Anhaltspunkte und die Schlusskapitel haben mich noch mehr verwirrt. Wirkten sie auf mich doch wie das pflichtbewusste Abspielen ein paar mittelinteressanter Story-Twists plus der refrainartigen Brutalität von Tarantino-Filmen.

Ein amerikanischer Kulturkritik-Podcast lobt Tarantino als „master manipulator“ seines Publikums und auch er selbst sieht sich laut eines Artikels (mir ist entfallen welcher) als jemand, der das Publikum dazu bringt, in den abartigsten Situationen zu lachen oder Leuten die Daumen zu drücken, die man im nächsten Moment in die Geschlossene einweisen möchte. Aber das ist keine Kunst. Das ist Tarantinos leichteste Übung, das hat er in vielen seiner Filmen bewiesen und ausgereizt. Ich mag nicht der verlässlichste Filmkritiker sein, aber für mich hat sich seine Grauzonen-Moral genau wie die laute und explizite Gewalt ästhetisch erledigt. Ich wage sogar zu behaupten, sie ist nicht mehr zeitgemäß.

In erwähntem Podcast wird die Anekdote einer Dozentin herangezogen, die amerikanischen und russischen Studenten gleichermaßen Hamlet beibringt. Die amerikanischen Studenten nehmen zunächst an, Hamlet sei der Held und folgen nur zu bereitwillig seiner Moral und Sicht der Dinge, die russischen entlarven ihn augenblicklich als den „unreliable narrator“, der er ist. Jetzt möchte ich Tarantino nicht die Fähigkeit absprechen, gekonnt und vielleicht sogar im Ansatz gesellschaftskritisch mit den moralischen Erwartungshaltungen seines amerikanischen Publikums zu experimentieren, aber das Spiel ist doch zu leicht zu durchschauen für jeden, der wenigsten Pulp Fiction gesehen hat. Für mich hat das an massiv Faszination eingebüßt, allerdings sprachen die Ovationen im Kino eine andere Sprache, was das deutsche Publikum angeht.

Ich bin unglaublich gespannt auf Tarantinos nächsten Film. Bis Hateful Eight hatte er mich immer überraschen können und eines Besseren belehren, und ich musste mir eingestehen, wie wenig Fantasie und Talent ich ihm schon wieder zugetraut hatte. Sogar der im letzen Viertel ins Belanglose abkippende Django Unchained ist bis zum Tod von Waltzs Charakter eine wundervolle Roadshow aus echtem Western, Western-Zitat und peppigen Tarantino-ismen. Doch diesmal hatte ich zum ersten Mal das Gefühl der Mann kocht doch nur mit Wasser und wären da nicht immer wieder diese unglaublichen Schauspieler und seine Art, sie zu führen, bliebe manchmal tatsächlich nur horseshit übrig.

Brennercast Bundesliga 2015/2016 (19)

SPIELTAG 19: Die Folge mit Katarrh

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Themen heute: Berni in der Bayerndepression, Rüdiger in Burghausen, Attila der Humbugkönig, das Wochende der Torwärter, Effenberg und Tarantino, die Eltern von Angelique Kerber. (Und der neue Popschutz ist immer noch nicht da.)

Wir empfehlen den Brennercast während The Hateful Eight, beim Penisherzeigen und in Burghausen. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL
Tagessieg geht an Ferdinand, Glückwunsch!

1. Papadopoulos 223
2. derFobert 223
2. martin 223
4. juri 221
5. Blutgraetsche 220

Die Tipptabelle für den aktuellen Spieltag
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Brennercast Bundesliga 2015/2016 (18)

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SPIELTAG 18: Gladbeck for good

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Themen heute: Rüdiger returns, die wichtigste Whiskey-Regel, Boatenglypse Now, Teufelskreis Bundesliga, Tuchels Hochkultur, Madame Tussaud, Tom Hardy, Klickstrecken mit Bart, Pam Anderson und an inside look in unsere aktuellen Tippergebnisse. UND WIR SINGEN WIEDER. Übrigens das letzte Mal popschutzfrei.

Wir empfehlen den Brennercast im nördlichen Ruhrgebiet, während der Transfersperre, in der Star Wars-Schmuddelecke von Madame Tussaud und bei den Milk Carton Kids („nicht Boys, sorry, sagt euer Rüdiger“). Apropos…Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph. Shouts out to my lovely wife Barbara, die uns das neue Intro und Outro spendiert hat.

TIPPSPIEL
Tagessieg geht an Rüdiger und die tausendsassige SuSU, dahinter folgt beinahe schon yours truly. Taking back the Commonwealth sag ich als Fallout-Spieler dazu. Hier die Top 5 bzw. 6.:

1. martin 211
2. juri 210
3. Blutgraetsche 209
3. derFobert 209
5. Papadopoulos 207

Die Tipptabelle für den aktuellen Spieltag
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Kurzkritik zu The Big Short

Vielleicht ein bisschen apokalyptisch, das jetzt schon zu sagen, aber: Wenn man 2016 nur einen Film im Kino schauen muss, dann den. Adam McKay hat bisher hauptsächlich alberne Will-Ferrell-Vehikel wie Anchorman gedreht, aber wie ein Bailout-Phönix aus der Housing-Bubble-Asche wird er mit diesem Film zum Filigranfilmer.

Achtung langer Satz: Aus der Bankenkrise in kompromisslosem Banker-Lingo und einem loose-hangenden Ocean’s-Eleven-artigen Ensemble einen gleichermaßen drastischen wie lakonischen Film zu machen, den man euphorisiert beklatschen möchte und sich danach vielleicht von einem 30-Stöcker in der Upper West Side stürzen, das soll ihm mal jemand nachmachen.

Ich hab die Sachbuch-Vorlage „The Big Short: Inside The Doomsday Machine“ nicht gelesen, aber bei aller Comedy und Fourth-Wall-Breaking ist der Film ein Blizzard an Plausibilität. Am Ende dachte ich sogar kurz, ich hätte das Bankenwesen und den Grund für seinen (vorübergehenden) Niedergang verstanden. Beim Nacherzählen bin ich dann aber sofort wieder drauf gestoßen, wie grotesk und irrational das Kapital-Betriebssystem ist. Nicht weil es so kompliziert wäre, sondern weil man es wie Daten-Unkraut vor sich hin wuchern hat lassen.

Fazit: Ein hinreißender und abstoßender Film zugleich, den vermutlich viel zu wenig Leute im Kino sehen werden, die ums Verrecken ein Haus kaufen wollen.

Das falsche Tagebuch: 11. Januar 2016

Jetzt ist ja schon wieder ein neues Jahr.

Und schon wieder ist ein Künstler tot und alle regen sich künstlich auf. Na ja, obwohl. Die Betroffenheit ist vielleicht schon echt, aber ich fürchte, viele meiner Facebookfreunde fürchten mit jedem Ableben eines „Idols“ ihr kommendes eigenes. Erst sterben deine Eltern, dann deine Popstars, dann du. Mir kommt das in manchen Fällen aber reichlich bauerntheatralisch vor. Selbst bei den Kondolenz-Postings wollen sie Leute sich noch an Originalität übertreffen. Irgendwann fürchte ich, explodiert das Internet vor Eitelkeit. Zuerst das Internet und dann die Welt.

Die Silvesternacht von Köln hat neben schlimmstem Opportunismus, Sexismus und Rassismus erneut eine der ekligsten menschlichen Eigenschaften zu Tage gefördert: Die Rechthaberei. Die Fazitsüchtigen und Resolutions-Addicts regnen ihre Credos, Weltansichten und gefärbten Fakten herab, dass man ersäuft in falschen Argumenten. Der Focus (die bunte Illustrierte) sagt: selber schuld, wenn du Rassismus auf unserem Cover siehst. Augstein Jr. lapidarisiert von grabschenden Ausländer, die den „Firnis“ unserer Gesellschaft einreissen und Mattias Sammer will einfach gar nix mehr dazu sagen, dass die Bayern in Doha trainieren. Als ob der Rest dann unser Bier wär.

Bei der durchaus zu Tode betrübenden Netflix-Dokureihe „Making A Murderer“ sagt der Anwalt von Steven Avery irgendwann, das Problem des amerikanischen Gerichtssystems sei einfach die mangelnde Demut. Jeder geht davon aus, dass er unbedingt Recht (sic!) hat.

Und jetzt doch noch was zu Bowie und Lemmy. Ich fand beide gut und jeden auf seine Weise bewundernswert, hab aber beide kaum gehört und fehlen tun sie mir auch nicht so arg – es gibt ja zig Platten und Videos von denen, falls sie mir überraschenderweise doch irgendwann mal fehlen sollten. Vielleicht bin ich ein kalter Hund geworden, denn als Lennon starb, saß ich mit meinen Eltern am Tisch, das Radio sagte den Mord durch und ich habe geweint. Dann wiederum war ich sechs und die Beatles meine erste Lieblingsband.

Kurzkritiken zu The Revenant & The Martian (Survival Sexy Time)

THE REVENANT

Jim Jarmuschs „Dead Man“ als Survival-Horror-Remake? Naah, das wäre Polemik. Aber Inarritu, der sich doch mit „Birdman“ bei mir komplett für seine geschwätzige Vielsagerei rehabilitiert hatte, weil er so etwas wie Soul (und Humor) gezeigt hat, gefällt sein eigener Film viel zu gut, als dass er tatsächlich gut sein könnte.

Dabei fängt alles so gut an: Der Indianerangriff zu Beginn ist der Beste, den ich je in einem Western gesehen habe, und ich muss es wissen, ich arbeite immer noch an meinem Mammutblogeintrag „Die fünfzig besten Western“. Danach verfällt der Film in Indianer-Klischees, Landschaftsaufnahmen und langwierige Albtraum-Passagen für Vegetarier und Pferdeliebhaber, und – fragt mich nicht wie – irgendwie schaffen’s auch noch eine Lawine und ein Komet in den Film.

Leo DiCaprio macht das wirklich gut, aber der kann sich seinen überfälligen Oscar noch so hart und halbnackt in der Tundra erarbeiten wollen, irgendwann wird selbst Leid, Entbehrung und Unbill zum running gag, wenn man einfach nicht damit aufhören kann.

Apropos running gag: Unverzeihlich bleibt die Besetzung von Tom Hardy, sein überinszenzierter texanischer Akzent riss mich schneller aus der Suspension of Disbelief als die Szene mit dem fliegenden Pferd (kein Pegasus, nicht zu früh freuen). Schnee, gute Bärte, Skalpierte, Leo, Hardy, Männer auf gefrorenen Seen – es war eigentlich alles da, aber von allem war’s dann doch zu viel und zu selbstgefällig.

THE MARTIAN

Gaffer Tape ist das fünfte Bandmitglied (falls eure Band vier Mitglieder hat). Das weiß jeder, der Musik macht. Seriously, das Zeug klebt wirklich alles, warum macht man Gaffer Tape nicht zum neuen Projektleider am BER oder der Elbphilharmonie? Bis auf die außerirdische Haftkraft von Klebeband aber nichts Neues in diesem interstellaren „Cast Away“-Remake. Matt Damon (bzw. Autor Drew Goddard) hat verstanden, dass der Zuschauer nur dann 144 Minuten im inhaltsleeren Raum überleben kann, wenn man ihn mit pfiffig lakonischen Video-Podcasts bei der Stange hält. So gesehen tatsächlich ein Film aus der Zukunft.

2015

Sensation! 2015 habe ich nicht mehr alte Musik als neue gehört. Ein gutes Jahr für Musik, ein schlechtes für den Weltfrieden, aber das geht ja oft Hand in Hand. Und ich sags lieber gleich, bevor mich jemand in Fachgespräche verwickeln will – etliche der neuen Platten hab ich nur einmal gehört, ich bin kein Musikfanatiker. Nie gewesen entgegen popular belief.

Platten:
Sufjan Stevens – Carrie & Lovell
Grimes – Art Angels
Bilderbuch – Schick Schock
Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly
Iron Maiden – Book Of Souls
Slayer – Repentless
Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think…
Tribulation – The Children Of The Night
Albert Hammond Jr. – Momentary Masters
Katey Musgraves – Peageant Material
Jeff Lynne’s ELO – Alone In The Universe
The Go! Team – The Scene Between
Bry Webb – Provider (2014)
Chvrches – Every Open Eye
The Weeknd – Beauty Behind The Madness
Baroness – Purple
Beach Slang – The Things We Do To Find People Who Feel Like Us
Vince Staples – Summertime 06
Third Eye Blind – Dopamin
Kamasi Washington – The Epic

Alte Platten:
Leatherface – Razorblades & Aspririn (Boots, Mush, Minx Remastered)
ZZ Top – Tres Hombres
Simon & Garfunkel – Sounds Of Silence
James Taylor – Sweet Baby James
Thelonius Monk – Monk’s Dream
Charlie Mingus – East Coastin
The Pogues – Rum Sodomy And Lash
Steely Dan – Countdown To Ecstacy
Megadeth – Rust in Peace
The Grateful Dead – The Best Of Skeletons From The Closet
Bry Webb – Free Will
Kashmir – No Balance Palance

Lieder:
Baroness – Shock Me
Kendrick Lamar – King Kunta
Bilderbuch – Schick Schock
Chvrches – Leave No Trace
Grimes – California
The Weeknd – Can’t Feel My Face
Macklemore & Ryan Lewis – Downtown
Slayer – Repentless
Iron Maiden – Empire Of The Clouds
Whiz Kalifa/Charlie Puth – See You Again
Frank Turner – The Next Storm
Third Eye Blind – Say It
Jason Derulo – Want To Want Me
Carly Rae Jepsen – I really like you
Jeff Lynne’s ELO – Dirty To The Bone
Albert Hammond Jr. – Losing Touch
The Go!Team – The Scene Between
Deichkind – So ne Musik
Bry Webb – River Of Gold (2014)
Katey Musgraves – Dime Store Cowgirl
Ghost – From The Pinnacle To the Pit
Sufjan Stevens – Fourth Of July
Bry Webb – Rivers Of Gold

Alte Lieder:
Kendrick Lamar – Backstreet Freestyle
Action Bronson – The Come-Up
The Grateful Dead – Casey Jones
The Grateful Dead – Onkel John’s Band
ZZ Top – Waiting for the Bus
James Taylor – Fire And Rain
Thelonious Monk – In Walks Bud
Tori Amos – Pretty Good Year
Jimmy Cliff – Vietnam
Simon & Garfunkel – Blessed
Kashmir – California
Johnny Nash – I Can See Clearly Now
The Pogues – The Main Drag
Nick Cave – From Her To Eternity
Tygers Of Pan Tang – Take It
The Knife – You Take My Breath Away
Iron Maiden – To Tame A Land
Rush – Great Designs
Beyonce – Countdown
Scout Niblett – Gun
Ryan Adams – Starting To Hurt
NWA – Fuck the Police
Leatherface – I Live For You

Spiele:
Knights Of The Old Republic II (MacOS)
Batman: Arkham Knight (PS4)
Shadow of Mordor (PS4)
Fallout 4 (PS4)
FIFA 15 (PS4)
Crossy Road (iOS)
Wrestling Revolution 3D (iOS)
Altos Adventure (iOS)
Yeti Skiing (iOS)
Sword Of Xolan (iOS)
The Banner Saga (MacOS)

Filme:
Sicario
Locke
It Follows
Slow West
Whiplash
Birdman
Star Wars: The Force Awakens
Bone Tomahawk
Blackfish
Arts & Craft
The Impostor
Inside Out
Avengers: Age Of Ultron
Das ewige Leben
Mad Max: Fury Road
Predestination
Inside Out (Alles steht Kopf)

Alte Filme:
Three Days of Condor
Chinatown
Jaws
She Wore A Yellow Ribbon

Serien:
Justified S06
Fargo S02
Daredevil S01
Narcos S01
Better Call Saul S01
Master Of None S01
Jessica Jones S01
Crossbones S01
Game Of Thrones S05
Bojack Horseman S02
Making a Murderer S01

Bücher (2015 gelesen):
Steffen Kopetzky – Risiko
E.M. Remarque – Im Westen nichts Neues
Daniel Bryan – YES! My Improbable Journey…
Michael Eberth – Eidinger (Interviewbuch)
Reynolds/Alvarez – The Death Of WCW (Revised Edition)
Alan Sepinwall – The Revolution was Televised
Don Winslow – Power Of The Dog
Don Winslow – The Cartel
Vaughan/Staples – Saga Vol. 5 (Comic)
Snyder/Capullo – Batman: Endgame (Comic)
Charles Soule – The Death Of Wolverine (Comic)
Miller/McNiven – Old Man Logan (Comic)
Wilson/Alphona – Ms. Marvel (Comic)

Brennercast Spezial: Spieltag 17,5

SPIELTAG 17,5: Uschi Glas

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Themen heute: Boxer-Aufstand, Ferien im Kloster, Die Van-Gaal-Starre, Pep und die Inflation, Kicker durchblättern, Weltcup-Abfahrt mit Wumms, Winnetou, Best Of 2015, Abstiegsprognose & Uschi Glas.

Wir empfehlen den Brennercast im Franziskanerinnnen-Kloster, beim Kickerlesen und im Vollrausch. Mein Co-Kommentator: der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

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