Kurzkritiken zu Fantastic Creatures And Where To Find Them & Arrival

FCAWTFT
Wirklich zauberhafte realitätsverbiegende erste halbe Stunde mit dem Nostalgie-New-York der 20er-Jahre als perfekter Ort für verborgene Künste. Dann wirds wie so oft in modernen Blockbustern unnötig langwierig und verworren und damit unaustariert. Dreh doch mal wieder knackige Neunzigminüter, Hollywood. Eddie Redmayne, Katherine Waterston und Dan Vogler sind perfekt besetzt.

ARRIVAL
Villeneuves letzter Flick „Sicario“ gehört zu meinen Lieblingsfilmen der letzten Jahre, aber das hier war erzwungen humanistischer Kontemplations-Sci-Fi mit etlichen plotleeren Durststrecken. Außerirdische als Konundrum für eine nonlineare Betrachtungsweise von Leben und Tod war mir zu didaktisch. Und das mit dem toten Kind ging mir zu nahe.

Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 12

SPIELTAG 12: KNOW YOUR ENEMY

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Themen heute: Burgtheater, Hoeneß-Rhetorik, Dreifachwechsel

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Wir empfehlen den Brennercast beim Wiederaufbau des Straubiner Rathauses. Allen Helfern und Feuerwehrleuten zollen wir unseren Respekt. Mein Co-Kommentator is Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

You wanted the best, you got the best!
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Brennerpass Bundesliga Podcast: Spieltag 11

SPIELTAG 11: DER STARKE MANN

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Themen heute: Rohr – das Musical, Stephen Bannon, Männer die auf den Tisch hauen, Bayern gegen Dortmund, Köln, Leipzig, Risse, Schubert, Mourinho

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Wir empfehlen den Brennercast vor oder nach Rüdigers Pointen-Parade Berlin Extrascharf. Mein Co-Kommentator ist nämlich Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

You wanted the best, you got the best! Das Brennerpass-Tippspiel rollt wieder.

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Kurzkritik zu Metallica – Hardwired … to Self-Destruct

Betr. Metallica-Kritik @ SpOn. Egal wie man das Album findet, einer Metalband „Bierdosigkeit“ vorzuwerfen ist schon eine arg tief hängende Frucht, lieber Arno Frank, der du dein geschriebenes Wort mehr liebst als alles, wovon es handelt. Lasst doch mal Götz Kühnemosh sowas rezensieren. Oder machs so wie ich:

Zu viel Ratatat-Breaks, zu nervige Snare. Guter Gesang, etliche gute Refrains, mediokre Riffs, aber enough Wumms. Weniger Songs (da stimm ich mit AF überein) und wir hätten ein wirklich gutes Album. Trotzdem das Beste seit dem kleinen Schwarzen.

Nachsatz zu CD3: Immer wieder mutig, wie sich Lars Urlich als Schlagzeuger selbst auf den Liveaufnahmen bloßstellt

Brennerpass Bundesliga Podcast: Länderspielpause

LÄNDERSPIELPAUSE/POST-ELECTION HANGOVER

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Themen heute: Trump, Erziehung, Assad, Sorkin, Walpurgis, Rummenigge, Robben, Bolt, Toblerone, Stöger

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Wir empfehlen den Brennercast vor oder nach Berlin Extrascharf. Mein Co-Kommentator ist Schauspieler, Kabarettist, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

You wanted the best, you got the best! Das Brennerpass-Tippspiel rollt immer noch.

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Rosalie Buchtrailer

Hier eine visuelle Andeutung meines neuen Romans. Am 11.11. ist Buchpremiere im Roten Salon in Berlin. Danke an Carlos Lobos für die Stimme, Cem B Mete für Schnitt und Kamera und den DuMont Buchverlag für das Schmuckstück von Buch.

Das falsche Tagebuch: 9. November 2016

Trump. Nur ein paar Worte.

„What the fuck America“ ist ein falscher Reflex. Wir predigen ständig nur zum eigenen Chor und kehren vor der eigenen Haustür. Genau das machen auch Trump-Wähler. Genau das machen auch Nichtwähler und Politikverdrossene. Niemand übernimmt Verantwortung, vor allem nicht für den Teil der Bevölkerung, der man nicht sein will. Ich wünschte manchmal, ich hätte keine Kinder. Ich würde die Faust aus der Tasche nehmen und durch die Welt reisen und über sie schreiben. Aber ich habe Kinder und eins davon ist schwerkrank. Meine Familie ist meine Prioriät.

Meine Lektion aus dem zurückliegenden Jahr muss aber lauten, erst recht aktiv und aufmerksam zu bleiben. Sich was zu trauen, das Risiko einzugehen, Verantwortung zu übernehmen. Meine Frau hat das gerade getan, sie ist öffentlich sichtbar gegen den Pflegenotstand in der Charité aufgestanden, natürlich weil das unsere Tochter betrifft, aber auch, damit andere Eltern was davon haben, die wir nie kennenlernen werden und mit denen wir sicher auch nie befreundet wären. Vielleicht sogar AfD-Wähler, wer weiß.

Es ist ja schön, wie ihr euch jetzt alle Pointen und Befindlichkeits-Bonmots aus der US-Wahl herausquält, aber noch schöner wäre, ihr macht da was draus. Denn obwohl Trump dieses Konzept völlig dekonstruiert hat, glaube ich daran, dass unsere Gesellschaft nach wie vor von Etikette und moralischem Konsens zusammengehalten wird. Das Verhalten jedes Einzelnen gegenüber dem anderen Einzelnen ist ein politisches Verhalten. Also seien wir politisch oder wie Gottes einziges Gebot in John Nivens Jesus-Satire „Second Coming“ lautet: Seid nett zueinander.

Und außerdem: ein furchtbarer Tag für alle Frauen auf dieser Welt. White men are the dirtfuck worst.

Kurzkritik zu Dr. Strange

Ich weiß, ich weiß. Und ich bin ja auch ermüdet von Leuten, die von Origin Stories ermüdet sind, aber sie ermüden mich nun mal ganz fürchterlich. Dr. Strange gibt ja eh Gas auf seiner Wanderschaft vom Neurochirurg-Saul zum Zauber-Paul, aber man ist einfach – ob man will oder nicht, und ich will eigentlich nicht – so ausgewrungen von den tausend Superheldenfilmen pro Jahr, dass man einfach nur drinsitzt und sagt: get to the fuckin point.

Wobei’s ab dem point dann auch genau langweilig wird, was erneut dran liegt, dass es Marvel nicht gelingt, gute Superschurken auf die Leinwand (im TV klappt’s, siehe Fisk, Kilgrave, Cottonmouth) zu stellen. Der allseits überbewertete (wenn auch sympathische) und niemals akzentfreie Mads Mikkelsen ist wieder mal way in over his head und strahlt zu keiner Zeit echte Gefahr für einen Protagonisten aus, der zu keiner Zeit so wirkt, als wäre er in einer.

Hört mir zu, ich mag eigentlich diese Marvel-Entspanntheit, wo ein guter Schauspieler mit einem guten One-Liner im Endeffekt wichtiger ist als die Handlung einer gesamten Phase, aber wie sagt Podcaster Andy Greenwald: “It’s not a movie, it’s a widget.” Marvel-Filme haben sich so in ihrem ureigenen, durchaus respektablen und hochamüsanten World-Building verfranzt, dass es keine echten Stand-Alone Movies mehr gibt, weil alles gezwungen ist, auf etwas anderes hinzudeuten.

Mich reißt das ganz immens aus dem Moment. Und der ist eigentlich gar nicht so übel, um jetzt noch was Nettes über den Film zu sagen. Tilda Swinton könnte auch den Hulk spielen und bekäme eine 9 auf der bis Richard III. gehenden Lars-Eidinger-Ernsthaftigkeitsskala, und kann deshalb auch süffisant sein, ohne aus der Rolle zu fallen. Cumberbatch bleibt seinem Sherlock treu, das kann man mögen oder auch nicht, aber das ist darstellerisch schon ganz dicht genietet. Jetzt noch Hokuspokus in eine Welt aus Mutanten und Metamenschen zu packen, funktioniert erstaunlich gut. Dafür die Effekte aus Inception zu mopsen und auf 12 zu drehen does the trick und ist deshalb legitim.

Am Ende (und das meine ich wörtlich, wenn man die Mid-Credit-Scene betrachtet) ist man halt doch nur wieder im Marvel-Universum. Das ist bewundernswert und abschreckend zu gleich, aber vielleicht muss man sich auch damit abfinden, dass dank dem Golden Age of Television jetzt alles zusammenhängt und man immer seltsam unabgeschlossen aus einem Blockbuster kommt, weil einfach nichts mehr je wieder aufhört und leider auch immer wieder anfängt. Ich weiß, ich weiß. Und ich bin ja auch ermüdet von Leuten… yada yada.

PS: Ich hätte gerne einen Dr. Strange von Dario Argento anno 1975 gesehen. Oder vielleicht hätte Regisseur Scott Derrickson einfach Goblin für den Soundtrack verpflichten sollen. Mit Pink Floyds „Interstellar Overdrive“ war er eh schon auf dem richtigen Weg. Was ich eigentlich sagen will: mehr 70er-Hexensabbath hätte dem Film gut getan.

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