Brennerpass Podcast: EM 2016 (3)

Folge 3: Leberwurst

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Themen heute: Don Delay, Rumpelfußball, Beleidigtsein, Tim Wiese, Deutschlandfans, Blatter, GER-POL und die restlichen Spiele.

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Wir empfehlen den Brennercast beim Anblick von großen Gruppen enthemmter Männer. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL

TOP 5
1. Ferdinand 37
2. Nathalie 36
3. cake 33
4. fritztipp 33
5. thlink 33

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PS: Fragen müsst ihr nicht beantworten, gibt keine Punkte dafür.

Kurzkritiken zu The Nice Guys und 10 Cloverfield Lane

THE NICE GUYS
Das ist der neue Bud Spencer & Terence Hill, die neue nackte Kanone und doch irgendwie eher der erste Pink Panther. Ryan Gosling ist so gut, dass man sich in jeder Einstellung, in der er nicht zu sehen ist, fragt, was er jetzt grade wieder für ein Gesicht macht. Das ist L.A. Noire mit Comedy – in a perfect blend, ums im Zigarettenenglisch der 70er auszudrücken. Es ist Goslings beste Rolle, denn bombenlustig sein und trotzdem in jeder Szene todernst genommen werden wollen, ist viel schwieriger zu spielen, als den ganzen Film über ausdruckslos zu driven. Zugegeben, schon in Ides Of March und The Big Short hat er mich beeindruckt, aber das ist sein Gustostück. Und der erzgemütliche und synchron erzbrutale Russell Crowe als sein Bud (Spencer) macht seine Sache kaum schlechter. Shane Black kann Kumpelthriller ohne Sinn und Verstand, aber mit enorm viel Herz und Seele erzählen wie kein anderer, siehe Lethal Weapon, siehe Kiss Kiss Bang Bang. Aber selbst er hat wohl nicht damit gerechnet, wie sehr Gosling den 70er-Jahre Sleazetective zu seinem ureigenen Genre macht. Bisschen viel Papa-Tochter-Getöse noch, aber ansonsten bitte gerne jetzt mindestens so viele Fortsetzungen wie bei Inspector Clouseau. (Fallstudie, falls ihr den Film noch seht: wie Ryan Gosling sich über free drinks freut oder wie beiläufig angewidert er von der Vorstellung ist Bourbon Martini zu trinken. Das wird nie wieder jemand besser spielen.)

10 CLOVERFIELD LANE
Mary Elizabeth Winstead ist eine meine absoluten Lieblingsschauspielerinnen und so sehr ich es bedaure, sie oft auf das wehrhafte Survival Girl beschränkt zu sehen, so gern sehe ich sie erst verzweifeln und schließlich asskicken. Der Film ist lange ein kammerverspieleter Psychothriller bis er keiner mehr ist. Mehr darf man nicht verraten.

Brennerpass Podcast: EM 2016 (2)

Folge 2: Relaxiert

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Themen heute: Zlatan, Cristiano, Muskelrelaxans, Kika, Antisemiten

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Wir empfehlen den Brennercast der enthemmten Mitte. Wo sollt ihr sonst lernen, wie man cooler wird. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL

TOP 5
1. Ferdinand 27
2. Nathalie 26
3. ElCobra 23
3. fritztipp 23
3. Manitsch 23

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Brennerpass Podcast: EM 2016 (1)

Nuancen

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Themen heute: EM-Spieltag 1, Hooligans, Undercuts, Noel Gallagher

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Wir empfehlen den Brennercast nicht beim Randalieren. Macht die Hool-Arschlöcher sicher nur noch aggressiver. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL

TOP 5
1. cake 19
1. martin 19
3. avo 18
3. Milan10 18
3. Nathalie 18

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Brennerpass Podcast: Folge 37 (EM-Preshow)

Folge 37: Der übliche Bentley

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Themen heute: Jesus bei Bayern, The Nice Guys, EM-Songs, Spielerautos, No-Look-Rückpässe

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Wir empfehlen den Brennercast während eines akuten Bandscheibenvorfalls. Mein Co-Kommentator ist der Schauspieler, Comedian, Nachbar und Freund @RuedigerRudolph.

TIPPSPIEL

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Rosalie

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Gals and Boys, ich muss euch was sagen. Es gibt jetzt ein Erscheinungsdatum und ein Cover für meinen nächsten Roman (nicht, dass er schon fertig wäre). Zum Inhalt sagt euch dieser Link hier ein bisschen was, von mir kommt die Entstehungsgeschichte, oder wie man bei Superhelden sagt: „Origin story.“

Oiso bitte: Bevor ich angefangen habe zu schreiben, waren da nur Scherben von Ideen. Ich sage Scherben, weil jedes Konzept, das ich mir bis dahin überlegt hatte, irgendwie an seiner Inkonsequenz oder einfach nur seiner Undurchdachtheit zersprungen war. Da lagen also herum: Die Idee, über Menschen am Rande einer Katastrophe (in diesem Fall: Tschernobyl) zu schreiben, die mit der Katastrophe eigentlich nicht viel zu tun haben. Tod und Verderben als stilbildendes Element quasi mit minimalen Auswirkungen auf die allgemeine Stimmungslage der Protagonisten. Dahingehend gab es schon Konzeptuelles und Niedergeschriebenes über Eschede oder den Frauenmörder von Beelitz. Letzlich wurde es dann aber die Geschichte zweier verliebter Teens im tiefen Süden im Tschernobyl-Jahr.

Dann war da der Wunsch nach einer Liebesgeschichte mit einem wirklich guten Mädchen und einem unentschlossenen jungen Mann, siehe ein bisschen die Dynamik Laura Palmer / James Hurley in Twin Peaks. Und ich hatte eh grade ein Lied geschrieben hatte über ein Paar, das in der Provinz feststeckt, eine Gegend, die ihre ganz eigene Blutmagie entwickelt, eine voodooeske Lust am Untergang, am eiserenen Griff der Natur. Und ich wusste: das wird’s. Das ist die Genesis.

Und so kann ich auch die Geschichte meiner eigenen Jugend und ihren mystischen Orten erzählen, ihren Eliten und teilhabenden Personen, unseren Landstrichen da unten ihren verdienten und unverdienten Platz in meiner Vita und der Zeitgeschichte zuweisen. Und schon in den ersten Kapiteln kann ich erkennen, was ich der Gegend, der Zeit und den Leuten bisher immer aberkannt habe: ihr ureigenes Dasein als Metapher auf die bundesrepublikanische Menschlichkeit und Unmenschlichkeit Mitte der 80er Jahre.

Die Unmenschlichkeit nur auf den repressiven Katholizismus meiner Jugend zu schieben (und so repressiv war er auch wieder nicht) hing mir als Frucht zu tief, ich wollte auch keine Countryside-Hicks aus den Niederbayern und Provinzlern allgemein machen, aber ich wollte und will ins Protokoll aufnehmen, dass passive Niedertracht und blutrünstige Indifferenz zwei angstmotorisierte menschliche Kerneigenschaften sind, die einen schon in jungen Jahren entweder paranoid (welchem Erwachsenen kannst du trauen?) oder selber niederträchtig indifferent werden lassen können. Und so kam die grausame Faktizität dieser NS-Einrichtung unweit meines Heimatdorfs in den Roman.

Das klingt jetzt alles natürlich furchtbar konstruiert, aber in Wahrheit fiel das Meiste in meteoralen Gedankenschauern in meinen Kopf und ergab dort ein vergangenes Lebensgefühl, das nach einem halben Jahr Recherche und zwei, drei Heimatbesuchen auch zu einer hoffentlich spannenden Geschichte wurde.

Ich weiß nicht, ich jemals so gut schreiben werde wie Mark Twain, Harper Lee oder die Geschwister Brontë, aber das ist mein bester Versuch soweit (es geht immer noch besser, I know, dad). Das ist meine Southern Gothic Novel, das ist Rosalie. Zum Schluss die tiefstmöglichen Verbeugungen an meinen Verlag Dumont, denn ohne ihn kein Soulsearching im Herz der Finsternis, in Niederbayern.

Brennerpass Podcast: Folge 36

Staffel 1, Folge 36: SAVAGES

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Themen heute: Scooter/Fallon, Boateng/Gauland, Real/Atletico, Götze/Ancelotti (Impro-Theater!!!), Bobic/Eintracht

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Das falsche Tagebuch: 25. Mai 2016

Auf dem Weg nach Hause von der Physio mit dem Fahrrad am Grasmäher vorbei. Alter Charité-Campus, ein Ort ohne Zeit. Und oh Mann, der Geruch von frisch gemähten Gras. Immer der Geruch von Neuanfang für mich. Wenn früher bei uns daheim der Garten gemäht wurde, war erstmal der Heuschnupfen weg, außerdem konnte ich wieder besser Länderspielklassiker re-enacten und überhaupt war die Laune in der Familie gut. Unser Garten war anfangs so groß und unbepflanzt, dass wir einen Mini-Bulldog zum Mähen hatten. Jahrelang träumte ich davon, ihn selbst zu fahren, mein Onkel hatte mich einmal hinten drauf mitfahren lassen. Als ich alt genug war, wurde der Bulldog verschrottet und durch einen handelsüblichen Handrasenmäher ersetzt, der selbst neu nie ansprang. Ab jetzt durfte und musste ich rasenmähen und als ob das nicht schlimm genug gewesen wäre, pflanzten meine Eltern auch noch Obstbäume, Sträucher und hoben einen kleinen Teich aus. Fukkin Trauerweide, aus wars mit Länderspielen. Heute natürlich ganz hübsch, der Garten.

Jetzt grade was mit der Bandscheibe wieder. Schmerz am Morgen, du machst dir keinen Begriff, wenn du das noch nicht hattest. Ischias. Von dem ich dachte, der tut nur Leuten wie unserer Haushälterin damals weh. Die übrigens auch noch mit dem Bulldog den Rasen mähen durfte. Was ich vergesse: die Haushälterin war damals so alt wie ich jetzt. Goddamn it, der Schmerz macht mich so dumpf oft. Und in anderen Momenten so klar und so entscheidungsfreudig. Weil man ja nicht jünger wird yada yada. Seit etwa einem Jahr bin ich überhaupt seltsam nervös. Reiss mir Barthaare aus und kratze mich im Gesicht. Das ist natürlich Neurodermitis, da schwingt was ins Gemüt. Angst ist es vermutlich. Ist ja immer Angst. Bisschen Existenz, bisschen Kinder, bisschen Selbstwert. Andererseits bin ich wurschtiger denn je. Oder wie es im Englischen heißt: fresh outta fucks to give. Ich mach mich für niemanden mehr krumm außer meine Familie, das rentiert sich auch gar nicht mehr in meinem Alter. Die Praktikumszeit ist vorbei. Führungspositionen und oberes Management können andere besser.

Ach so, ich würde trotzdem gerne eine Kultur- und Sportwebsite wie seiner Zeit Grantland (jetzt dann: The Ringer) ins Leben rufen, habe aber arge Zweifel ob es in Deutschland eine Mischklientele für Sport, Pop, Literatur und Computerspiele gibt. Inhaltlich hart selektiv, soft-spoken, smarter Humanismus wieder dem gehässigen Essayismus, wohlmeinender und trotzdem bärbeissiger Humor. Das liest keine Mehrheit, oder? Dazu noch ein Podcast-Netzwerk mit eloquenten Leuten, die mehr plaudern als referieren? Ist ja beim Brennerpass schon schwer, Sport und Popkultur gleichermaßen an interessiertes Publikum zu bringen. Andererseits sagt mein Nachbar T. zu meinen Bedenken: Wenns keiner macht, machts keiner.

Hab ganz viel unbekannten Kram im Biosupermarkt eingekauft. Also Kram, der eigentlich alles andere als Bio wirkt, den’s aber als Zugeständnis an den REWE-Mainstream geben muss. Russisch Brot zum Beispiel. Hau ich mir jetzt alles gleich rein. Dieser Duft von gemähtem Gras hängt mir immer noch in der Nase. Erinnert mich auch an frisch gepflegte Friedhöfe.

Kurzkritiken zu The Witch & The Duke Of Burgundy

THE WITCH
Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich das Ende finde und ob der Film überhaupt das Übernatürliche gebraucht hat, denn das Landleben der Kolonialisten in New England alleine ist schon so horrend, dass ich einen der übelsten Albträume meines Erwachsenenleben davongetragen habe, und das nach dem ersten Drittel des Films (habs über iTunes US gesehen). Haltung über Handlung, Atmosphäre über Charaktere muss man hier nicht bemängeln, denn der Film ist wie ein düsteres Gemälde aus dem 17. Jahrhundert in ins Dunkle verblichenen Farben, auf das man nicht aufhören kann zu starren, obwohl man weiß, dass man schlecht träumen wird. Das ist eine Leistung für einen Film, der nahezu komplett auf Ekel und Eingeweide verzichtet.

THE DUKE OF BURGUNDY
Gothic-Sado-Maso-Lesben-Sex im Exploitation Stil der 70er, denk an Fassbender, Hamilton, Softpornos und Giallo. Und der Clou: Es geht nicht um Sex, sondern ganz aufrichtig um Liebe und Treue, man muss den Film fast putzig nennen, er zeigt auch nullkommanull Anstößiges. Die Metapher mit den Insekten fand ich ein bisschen aufgesetzt, aber man kann Regisseur Strickland attestieren, dass auch er ein Gemälde zustande gebracht hat. Ein Anti-Sittengemälde mit Gothic Flair und Hippie-Attitüde. Manchmal fad, immer seltsam, aber letztlich wunderbar humanistisch.

Brennerpass Podcast 35: DFB-Pokal, First Annual Brenni-Awards 2016

Folge 35: DIE BRENNIES

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Themen heute: Pokalfinale, Relegation, Rüdiger und Berni verleihen die Brennies (Ergebnisse ganz unten gespoilert)

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** ES FOLGEN: HARDCORE SPOILER FÜR BRENNERPASS S01/E35**

Die Brennies im Einzelnen:

LIEBLINGSVEREIN: Darmstadt
LIEBLINGSSPIELER ALLGEMEIN: Claudio Pizarro
LIEBLINGSSPIELER OFFENSIV: Pierre-Emerick Aubameyang
LIEBLINGSSPIELER DEFENSIV: Jerome Boateng
LIEBLINGSSPIELER ZENTRAL: Arturo Vidal
LIEBLINGSTORWART: Ramazan Özcan
LIEBLINGSTRAINER: Thomas Tuchel
BEST SHOWMANSHIP: Sandro Wagner
BEST DRESSED TRAINER: Thomas Tuchel
BEST SWAGGED PLAYER: ROLF FELTSCHER
BESTER SPRUCH: Karl-Heinz Rummenigge („Ich ziehe meinen Hut und sage Champs-Élysées“)
BESTE FRISUR TRAINER: Armin Veh
BESTE FRISUR SPIELER: Jannik Vestergaard
BESTE SPIELERFRAU: Lisa Müller
BESTER SPORTVORSTAND: Jörg Schmadtke
BESTE ANEKDOTE: Eierkopf/Schmadtke
BESTE TRAURIGE GESTALT: Andre Breitenreiter
BESTES SPIEL: Werder – Stuttgart 6:2 (2.5.2016)
BESTER BRENNERPASS-MOMENT: Folge 24 (EFFIZIENZ UND KÖRPERSPRACHE)

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