‘Kurzkritiken’

2017

Toughes Jahr. Wenig auf dem Laufenden geblieben. Aber das ist ja eh nur Protokoll, muss niemand interessieren, soll niemand missionieren.

Lieder:
Spoon – Hot Thoughts
Bilderbuch – Bungalow
Clueso – Achterbahn
Kendrick Lamar – Humble
Paramore – Hard Times
Neil Young – Hitchhiker
St. Vincent – New York
Sigrid – Don’t Kill My Vibe
Bad Lip Reading – Seagulls (Stop It Now!)
Young Hurn – Ok cool
Raquet Club – Head Full Of Bees
Propaghandi – Victory Lap
The Night Flight Orchestra – Gemini
Kelela – Better
Tribulation – The Lament
Desperate Journalist – Resolution
Alice Merton – No Roots
Dirty Projectors – Little Bubble

Alben:
Neil Young – Hitchhiker
Racquet Club – Racquet Club
Spoon – Hot Thoughts
Kendrick Lamar – Damn
The Night Flight Orchestra – Amber Galactic
SZA – Ctrl
Kelela – Take Me Apart

Alte Lieder:
Tegan & Sara – Nineteen
Dire Straits – Portobello Belle
AFI – I hope you suffer
Tori Amos – Caught A Lite Sneeze
Wilco – One Wing
Katy Perry – This Is How We Do
Can – Vitamin C
Saves the Day – Remember
Testament – Brotherhood of the Snake
James Taylor – Shower The People

Alte Alben:
Kansas – Leftoverture
Weakerthans – Reconstruction Site
Tori Amos – Under The Pink
Saves The Day – Saves The Day
Carly Rae Jepsen – Emotion: Side B

Spiele:
Assassin’s Creed Origins (PS4)
Uncharted: The Lost Legacy (PS4)
Elite Dangerous (PS4)
Zelda: Breath Of The Wild (Switch)
Super Mario Odyssee (Switch)
Stardew Valley (PC)
Firewatch (PS4)
Into The Woods (PS4)
Inside (PS4)
LEGO Worlds (PS4)
WWE 2k18 (PS4)

FILME
Dunkirk
Guardians of the Galaxy Vol.2
The Lost City of Z
Thor: Ragnarok
Logan
Logan Lucky
Get Out

SERIEN
The Young Pope S01
Twin Peaks S03
Mindhunter S01
Better Call Saul S03
Castlevania S01
Glow S01

BÜCHER
Jeff VanderMeer – Annihilation
David Downing – Zoo Station
James Dixon – Titan Sinking
Thomas Mullen – Darktown
Kent Haruf – Our Souls At Night
Dan Simmons – The Terror
Jack Kornfield – Das weise Herz
James Luceno – Dark Lord: The Rise of Darth Vader

PODCASTS
The Masked Man Show
The Watch
Binge Mode
The Lapsed Fan
McMahonsplaining
E&C’s Pod of Awesomeness
S-Town

Star Wars: The Last Jedi

UPDATE/VORWORT

Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich den Film verrissen habe, weil da der enttäuschte Fanboy aus mir sprach oder ich den Film eh nicht mögen wollte. Aber ich bin gar kein Fanboy und ich hatte sogar die besten Erwartungen an Rian Johnsons Take. Ich saß einfach nur drin und fand, dass nichts in einander passte, empfand den Film als riesiges Stückwerk. Bin ein bisschen verwirrt, dass der Film überall so hochjubiliert wird. Ich hab schon kapiert, dass Johnson dem Mythos ein wenig an den Karren fahren wollte, dass „kill the past“ durchaus als Credo zu verstehen war. Ich weiß das zu schätzen, ich würdige jeden, der sich mit einem etablierten Franchise etwas Chuzpiges traut. Aber so groundbreaking und revolutionär war das nicht, wenn man ehrlich ist. Snokes Schicksal, Reys Eltern, Lukes Grumpiness, das sind auch alles ziemlich transparent gewählte plot devices und im Einzelfall smartass Provokationen. Das kommt mir nicht organisch vor. Ich hatte in dem Film nie das Gefühl, das hier eine Geschichte passiert, sondern vielmehr, dass sie vor meinen Augen passiert wird. Ich hab den Film ein zweites Mal auf Deutsch mit meinem Sohn gesehen und die Synchro war grotesk umständlich und unidiomatisch, doch ich kann zumindest attestieren, dass der 7-jährige sich einigermaßen unterhalten gefühlt hat, auch wenn er allen Protagonisten bescheinigen musste, dass sie sich doof verhalten. Ich denke trotzdem, dass das nicht sein Lieblingsfilm ist. Ich habe ihn bei den Prequels mehr Spaß haben sehen, von der originalen Trilogie ganz abgesehen. Nun bin ich bei Gott aber kein Nostalgiker und nichts läge mir ferner, als neuen Star-Wars-Filmen keine Chance zu geben. Deshalb mein unbedeutender Appell noch vor dem Schmähgesang: Klar, gebt der neuen Inkarnation eine Chance, auf jeden Fall, tut ihr ja sicher eh. Ich bin ja auch kein Filmkritiker. Und ja: Adam Driver ist auf „Planet Daniel Day-Lewis“, wie ich im Podcast The Watch gehört hab.

ORIGINALE KRITIK

Die Weltraumschlacht zu Beginn ist noch eine gute Entscheidung. Oscar Isaac als Poe Dameron darf zwar erneut eine schauspielerische Bandbreite von 1 bis 1,1 zeigen, aber… to blow shit up for the sake of blowing shit up… hey, warum nicht, denke ich. Da kann ich ja noch nicht ahnen, dass das den ganzen Film so weitergeht.

Danach drängt sich dann sowas wie eine Handlung auf und die ist mit hanebüchen euphemistisch beschrieben. Habe selten so oft Deus Ex Machina in einem Film gesehen. Wirklich immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Raumschiff oder ein Droide her.

Neben den zu vielen langen und überbordenden Schlachtengemälden muss ich dann quälend langen 152 Minuten beiwohnen, in denen Rey sich von einem leider ziemlich durchschnittlich spielenden Mark Hamill die Leviten lesen lässt und so dermaßen lieblos die Dagobah-Paradigmen von Gut und Böse, Jedi oder doch lieber Busfahrer durchläuft, dass man bei Yoda petzen möchte.

Es ist schade um Daisy Ridley, denn ihre Rey kommt plötzlich nicht mehr empowered sondern naiv rüber in der ständigen Bemühung, den Sänger von My Chemical Romance zum Guten zu bekehren. Zwischen Driver und Ridley gibt es generell viel zu viele vorhersehbare Plottwist-Mätzchen, zu viel allegorisches Rumgenudel, zu viel Geheule von Kylo Ren, zu wenig Druck von den inneren Dämonen von Rey.

Insofern befindet sich auch im zweiten Film kein Badass Villain: General Hux ist ein ulkiger Fatzke, Kylo ein larmoyanter Teenager ohne einen Funken Spaß an der Arbeit und Snoke ein offensichtlich naiver Prekariats-Palpatine mit CGI-Aussetzern. Der Aufbau von Ren zum tatsächlich angsteinflößenden Tyrann mag sich ja im 3. Teil auszahlen, aber dafür hatten wir jetzt zwei Teile lang einen Pupertäts-Vader mit Fear Factor 0,1.

Dann gab’s leider auch viel zu viel sich gegenseitiges Zugezwinker und tongue-in-cheek-Momente der Protagonisten und die mittlerweile eklige Sucht, jeden Helden-Blockbuster mit erzwungenen und vollkommen unorganischen One-Linern auszustatten.

Speaking of which: Benicio Del Toro und Laura Dern hätten sich zudem gern gehackt legen können. Hätte uns allen ein paar sinnlose Handlungsstränge, half-assed Schauspielerleistungen und das Öko-Märchen vom befreiten Pferd beim Großen Preis von Monaco erspart.

Bin übrigens eingenickt und das in der Mittagsvorstellung und habe eigentlich auch keine Lust auf die jetzt schon präpotent angekündigte neue Trilogie von Rian Johnson – der übrigens (danke an Stefan Kauertz) die einzige Breaking-Bad-Folge inszeniert hat, die ich je doof fand: die mit der Fliege.

UPDATE/NACHTRAG/MÖGLICHER SPOILER
Hier ein Zitat von Rian Johnson aus einem Interview mit der L.A.-Times über sein Handling von Snoke. Ich glaube, das finde ich cool. Ich glaube, ich hatte mir mehr von Snoke versprochen, weil er so scheiße aussieht, das wollte ich nicht so stehen lassen. Aber fair enough, Mr. Johnson:

LATIMES: Fans have been obsessed with Snoke’s origins since “The Force Awakens,” and while we get to know him much more in “The Last Jedi,” you don’t necessarily give that answer. Does it matter who he was?

JOHNSON: Not in this story it doesn’t, which is not to say it wouldn’t be interesting — they might explore it in the next movie or elsewhere. I wrote this script before “The Force Awakens” came out, so when I wrote it, the “Who is Snoke?” mania hadn’t arisen with the fans yet. Even if it had, my perspective is it’s similar to how the Emperor was handled. The first three movies you know nothing about the Emperor because you don’t have to, because that’s not the story. You know exactly what you need to know. Whereas in the prequels, you know everything about him because that is the story.

In this movie, Rey doesn’t really care where he comes from, so if in any of their scenes he had stopped and done a 30-second monologue about how he is [Darth] Plagueis or whoever, Rey would have blinked and looked confused and the scene would have gone on … and we would have ended up cutting it in the editing room because it doesn’t matter to the story right now.

Kurzkritik zu Thor: Ragnarok

Was für ein wundervoll farbenfroher Space-Opera-Unsinn. Statt sich mit lakonischen One-Linern a la Justice League und Suicide Squad anzubiedern, geht der erste gute Thor-Film all in in Sachen Commedia dell’arte. Ausstattung und Dialog hat sich alles unterzuordnen. Die Schauspieler wirken häufig, als improvisierten sie, was dem Film bei aller Sci-Fi-Formstrenge eine schunklige Lockerheit gibt. Dass auch die Kampfszenen hinhauen, ist für mich die größte Überraschung. Wahrscheinlich sind sie einfach psychedelisch genug. Ich hab mich nach dem Film jedenfalls visuell angestoned bei Edeka im Bahnhof Friedrichstraße verlaufen. Und ja, er ist einen Ticken zu lang und auch sehr Guardianesk (= James Gunn’esk?), aber das ist wirklich auf Großmeister-Goldblum-Niveau gemeckert.

**HALF-SPOILER** Kompliment an 5 Zimmer Küche Sarg-Regisseur Taika Waititi, dafür dass er endlich das dämliche Asgard in Schutt und Asche legt, das sowieso jeder scheiße fand.

Kurzkritik zu Blade Runner 2049

Konzentriert aber langatmig. Engagiert, aber übertrieben visuell. Angestrengtes Sounddesign. Zu viel visuelle Metaphern in einem Film, der ohnehin eine einzige Metapher ist. Zu wenig Harrison Ford, nie zu viel Ryan Gosling. Arg melodramatisch, doch nie wirklich berührend. Handlung durchaus nachvollziehbar und als formstrenges Sittengemälde letztlich sehenswert. An sich hätte ich aber kein Sequel gebraucht. Zumindest keins, das sich selbst so bierernst nimmt.

PS: Apropos Bier (& Schnaps), bisschen mehr davon hätte dem Film gut getan.

Kurzkritik zu IT

Wunderbare Kids und Stimmung, wenn grade kein CGI-Clown herzhaft zubeißt. Dann schaltet der Film nämlich von Stand By Me sofort auf Horror-Klischee-Stand-By. Aber tatsächlich sehenswert wegen den Kids und der bezaubernden Badezimmerreinigungssequenz mit The Cure.

Kurzkritik zu Baby Driver

Der Film hätte mir in den Neunzigern gefallen. Als wir alle noch mehr edgyness und Musik wollten. Von beidem hab ich genug dank mp3s und real life Scheiße. Also ist mein Interesse naturgemäß nicht hoch gewesen an Edgar Wrights neuem „Autorenfilm“. Man muss ihm lassen: gutes Tempo, super Rhythmus in der ersten Hälfte, nicht nur wegen der andauernden Musik. Originelle Audio-Prämisse, die leider nicht ganz über den ganzen Film herhält und mit diversen Flashbacks und einem tauben Mitbewohner am Leben gehalten werden muss, aber stören tut das nicht arg. Wenn das Geballer losgeht, werd ich aber schnell taub für die Emotionen und Figuren und der Film generisch, da kann John Hamms Undercut ihm noch so manisch in die Stirn fallen. Für einen Actionfilm dennoch ein guter Wurf, mal ganz ohne expanded universe und Sequel-Androhungen.

Kritik zu Dunkirk

Nolan hat einen Film über Raum und Zeit gemacht. Let’s get the Zeit-Shit out of the way: Als ich kapiert habe, dass da drei verschiedene Zeitebenen auf mich zu kommen, war ich erst mal abgeturnt. Am Ende musste ich aber zugegeben, dass Nolan dieses Mal kein Gimmick draus macht und auch keine Plottwists oder allzu unvorhersehbaren Begegnungen der Protagonisten vorbereitet, sondern sich einfach die Zeit(!) nimmt, um die Handlungsstränge chronologisch stimmig miteinander zu verheiraten.

Noch wichtiger ist der Raum. Dünkirchen liegt nur ca. 40 Km von England entfernt, deshalb kann man auch einfach mal schnell sein Boot in England losbinden und nach Frankreich in den Krieg schippern, um ein paar Soldaten zu retten. Andererseits kann ein Seeweg von 40 Kilometern so weit wie zwischen Himmel und Hölle sein, wenn einfach nicht genug scheiß Boote da sind, und die wenig vorhandenen in den Hades gebombt werden.

Was mich schon immer am meisten am Krieg erschreckt und fasziniert hat, ist der Alltag und das Leben zwischen den Schlachten, was ja letztlich am meisten Zeit(!) einnimmt. Exemplarisch: das stoische Warten und Anstellen in Aldi-Schlangen (wegen dem prämierten Gin) der englischen Soldaten. Sidenote: Hätten die Nazis nicht so viele Bomben im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt (Sand dämpft die Explosion), sondern mehr Boote versenkt, wäre die Evakuierung des Britischen Expeditionsheers nicht so glimpflich verlaufen.

Erfreulich, dass in dem Film weder viel erklärt noch gesprochen wird. Fionn Whitehead gehört die Zukunft. Tom Hardy spricht ein bisschen mehr als die anderen, aber dafür hat er mal wieder eine Maske auf und muss sich mit seltsamen Stimmlagen und Akzenten in den Vordergrund audio-method-acten. Die Spitfire-Szenen gehören dennoch zum eindrucksvollsten, was ich je an Flugoptik im Kino gesehen hab. Als ob man selbst drinsitzt und sich ärgert, dass man bei der letzten Tanke nicht rausgefahren ist.

Was der Film letztlich sein will, ist mir nicht ganz klar. Ein Lehrstück in Sachen enggeschnürter und intelligenter Actionfilm auf jeden Fall. Ein Lehrstück in Sachen menschliches Durchhaltevermögen vielleicht auch, obwohl ich grade das nicht so interessant finde, denn den meisten bleibt ja nichts übrig. Die Leistung der Zivilbevölkerung zu würdigen hat seinen Platz verdient, v.a. wenn sie durch so einen unfassbaren Charismatiker wie Mark Rylance repräsentiert wird.

So froh ich um die für Nolan fast abartig kurze Laufzeit von 100 Minuten (Interstellar war fast drei Stunden lang) und über die unblutige ab-12-Fassung bin – ein bisschen mehr Horror tut solchen Filmen gut, damit niemand vergisst was für ein load of bullshit Krieg dann doch ist – da kannst du noch so durchhalten wollen oder dich über Raum und Zeit hinwegsetzen.

PS: Bonuspunkte und Abzug gleichzeitig für Churchills legendäre Rede am Ende. Gibt dem Ganzen eine zu pathetische Note für meinen Geschmack, finde ich aber gleichzeitig toll, weil so die Live After Death von Iron Maiden losgeht, als Präambel für die Dogfight-Hymne „Aces High“

Kurzkritiken zu Spider-Man: Homecoming und John Wick 2

SPIDER-MAN: HOMECOMING
Endlich mal wieder einen Film in deutscher Synchro gesehen (wegen Junior-Anwesenheit) und sehr positiv überrascht. Auch sonst wirklich sehr netter Nachmittag mit einem ganz fidelen Tom Holland, der gute Witze reißt. Was für mich als Kind ja immer die Essenz von Spidey war, was ihn mir sympathischer als die meisten Helden gemach hat. Spidey ist ein Comedian mit selbst-kasteiendem Humor, ein bisschen zu viel Demut auf der einen und auf der anderen zu viel jugendlicher Selbstüberschätzung. Expanded Universe, Blaupausen-Villains geschenkt, das nimmt man einfach nur noch mit heutzutage.

JOHN WICK 2
Die Kategorie leichtsinniger aber schwerst brutaler Actionfilm ist irgendwie nichts mehr für mich, bin ich zu alt und schreckhaft für. Der Stand-alone-Charakter des ersten Teils und die Tatsache, dass der Plot sich nur um einen toten Hund drehte, fand ich charmant. Jetzt erfahren wir mehr und damit viel zu viel über das expanded Killerversum, den Kodex, die Player und schon wird der Plot verfahren und der Film nur noch halb so interessant. Deshalb hab ich ihn auch nur zu Hälfte gesehen. War mir zu viel Wickipedia.

Kurzkritik zu Wonder Woman

Ich hab gelesen, man müsse den Film mit Disney-Brille sehen, ihm seine Stereotypen verzeihen, das Leichtfüßige bemerken und den Umstand würdigen, dass eine Frau hier alles in Grund und Boden prügelt. Letzteres halte ich für selbstverständlich und behaupte sogar: für einen Film mit weiblicher Regisseurin, geht’s mir hier viel zu viel um den fröhlich swashbucklenden Alpha-Mann Chris Pine, der sich immer mit ein bisschen zu tiefhängendem Comic Relief aus der „Affäre“ ziehen darf. Ansonsten konnte ich den Film nicht wie „Die Eiskönigin“ schauen, denn dafür war er nicht lustig genug und hat sich auch selbst VIEL zu ernst genommen (ein Ewen Bremner ist halt kein Olaf). Man achte nur mal auf den wagneresken Soundtrack. Von der wirklich hanebüchenen WKI-Handlung aber mal ganz abgesehen. Wer weiß, wie viele Amerikaner jetzt denken, Ludendorff wäre Hitler 1.0 gewesen und die Deutschen schon vor 1933 Nazis (which is an entirely different discussion). Gal Gadot macht das gut, wirkt recht natürlich, wenn auch nicht immer so, als kontrolliere sie schauspielerisch alles, was sie da tut. Bock auf mehr Wonder Woman hab ich grade nicht. Was mich the most fuchsig an dem Film gemacht hat: Völlige Unentschlossenheit was Akzente und Sprachen betrifft. Beispiel: man unterhält sich als englischsprachiger Spion, der sich als Deutscher ausgibt, mit einem Deutschen auf Englisch mit fakem deutschen Akzent, spricht aber andererseits in einem mutmaßlich belgischem Dorf dann deutsch.

Kurzkritik zu Alien: Covenant

Lieblos geschriebene und übertrieben professionell gefilmte nihilistische Alien-Kacke mit ätzenden Plot-Twists, die vorhersehbarer sind als jede ALF-Folge. Prometheus war eigentlich ein guter Einstieg, aber dank Covenant hab ich gänzlich das Interesse an der Origins-Story verloren. Fassbenders penetrant sinsistres Elitisten-Gehabe ist die reinste Reissbrett-Schurkerie und die Crew schenkt sich nichts mit der langen Ahnenreihe aus saublöd handelnden Astronauten im Umgang mit fremden Kulturen. Ah, ein schleimiges Alien-Ei, da möchte ich mal hineingucken. Hmmm, was liegt da auf dem Boden, das fass ich doch am besten mal an. Wie froh bin ich jetzt doch, dass Ridley Scott sich beim Blade Runner-Sequel aufs Produzieren beschränkt und Denis Villeneuve den Vortritt lässt.

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