‘Gute Nachrichten’

Ein auf Tarantino

pulpfictioncover

Na ja, na ja, na ja. Natürlich ist das nicht der Versuch, eine geniale Story noch besser zu machen oder mich daran zu bereichern oder zu erhöhen. Die Wahrheit ist die: Der deutsche Rolling Stone (feiert grade sein 20jähriges) hat mich gefragt, ob ich gerne ein kurzes Comic schreiben würde, das zeigt, was die Pulp Fiction-Protagonisten, also Butch, Jules, Marsellus und Konsorten heute – 20 Jahre später – so treiben. Dann haben sie mir den überaus fantastischen Zeichner Rainer F. Engel zur Seite gestellt, der u.a. mit Jörg Buttgereit die Captain Berlin-Comics zeichnet. So ist am Ende aus einem kurzen biografischen Update ein Mini-Pulp-Fiction-Sequel geworden, das wir im Stile eines Schundhefts inszeniert haben. Pulp Fiction-Aficionados und Dialogauswendigkönner werden eine ganze Menge Details (heute sagt man Easter Eggs, oder?) entdecken, behaupte ich mal. Ab also jetzt im aktuellen Rolling Stone. Danke an Rainer und die Stoner, dass ich das machen durfte. Comic schreiben Kindheitstraum und so.

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2005 remastered

Jetzt hab ich endlich das komplette erste Jahr auf burnster.de überarbeitet, alte Links, überholte Veranstaltungstipps, peinliche Texte (weil ich es kann) und alberne Audience-Participation-Beiträge rausgeschmissen und das Dagebliebene teilweise orthographisch und syntaktisch grade gerückt. Aber keine Angst, ich war nicht allzu streng mit mir, es ergibt immer noch ein geschlossenes Bild meiner Blödheit vor 9 Jahren.

April 2005
Mai 2005
Juni 2005
Juli 2005
August 2005
September 2005
Oktober 2005
November 2005
Dezember 2005

2013 ohne Links

Manchmal deprimieren mich Jahreslisten auch, weil ich dann das Gefühl habe, nichts und niemanden Relevantes auf der Welt mitbekommen zu haben. Dabei ist ja klar, dass die Jahresliste an sich der größtmögliche jährliche Coolnesskontest im Internet ist. Ich weiß im Grunde, dass ich als ergrauender Iron-Maiden-Hörer eh nicht mit den Conaisseuren mithalten muss, deshalb ist die Jahresliste für mich eher ein Notiz- und Denkzettel. Und da es meine Jahresliste ist, kann ich auch alte Songs, Platten und Bücher hineinschmuggeln.

Songs:
Foals – Inhaler
Eels – Peach Blossom
Dagobert – Ich bin zu jung
Vampire Weekend – Unbelievers
Marteria – Kids
Sunbather – Irresistible
Tegan & Sara – Closer
Churches – The Mother We Share
Kvelertak – Kvelertak
Arctic Monkeys – R U Mine
Alkaline Trio – I Wanna Be A Warhol
Oscar Isaac – The Death Of Queen Jane
Black Rebel Motorcycle Club – Rival
Angel Haze – New York
Ryan Lewis & Macklemore – Thrift Shop
Veronica Falls – Teenage
Mayer Hawthorne – Reach Out Richard
Nick Cave and The Bad Seeds – Higgs Boson Blues
Math And Physics Club – Long Drag
The Strokes – Tap Out
Skrillex – Scary Monsters & Nice Sprites
Uncle Acid & The Deadbeats – Mt. Abraxas
Superchunk – Me & You & Jackie Mittoo
Chromatics – Looking For Love
Kanye West – Black Skinhead
J. Cole – Land Of The Snakes
Avatarium – Moonhorse

Platten:
Nick Cave And The Bad Seeds – Push The Sky Away
Vampire Weekend – Modern Vampires Of The City
Superchunk – I Hate Music
Iron Maiden – Maiden England
Kvelertak – Meir
Eels – Wonderful, Glorious
Alkaline Trio – My Shame Is True
The Strokes – Comedown Machine
Diverse – After Dark 2
Diverse – Inside Llewyn Davis OST
Churches – The Bones Of What We Believe
Math And Physics Club – Our Hearts Beat Out Loud
The Gebruder Grim – The Priestess EP
Uncle Acid & The Deadbeats – Mind Control
Avatarium – Avatarium

Alte Platten:
Iron Maiden – Powerslave
Bruce Dickinson – Chemical Wedding
Scorpions – Taken By Force
UFO – The Decca Years
Judas Priest – Screaming For Vengeance
Allmann Brothers – At Filmore East
Snoop Dogg – Doggystyle
Black Sabbath – Sabotage
Judas Priest – British Steel

Alte Songs:
Bruce Dickinson – The Tower
Bruce Dickinson – King In Crimson
Iron Maiden – Losfer Words
In Solitude – Demons
Scorpions – Sails Of Charon
Justim Timberlake – Rock Your Body
A Tribe Called Quest – Scenario
Method Man/Redman – Da Rockwilder
Iron Maiden – Montsegur
Allman Brothers – Whipping Post
Fischmob – Susanne Zur Freiheit
Snoop Dog – Gin & Juice
Kate Bush – Running Up That Hill
Black Sabbath – Hole In The Sky
Black Sabbath – Killing Myself To Live
Black Sabbath – Supernaut

Konzerte:
Nick Cave, Admiralspalast, Berlin
Iron Maiden, O2-Arena, Berlin
Black Rebel Motorcycle Club, Columbiahalle, Berlin
Tweak Bird, Magnet-Club, Berlin

Filme:
Inside Llewyn Davis
The Conjuring
Spring Breakers
John Dies At The End
Man Of Steel
Lincoln
Safety Not Guaranteed
Searching For Sugarman
Resolution
Evil Dead

Serien:
Justified – Season 4
Breaking Bad – Season 5
The Returned – Season 1

Spiele:
GTA V (PS3)
WWE 2K14 (PS3)
Last Of Us (PS3)
Batman Arkham Origins (PS3)
Saints Row The Third (XBOX360)
Virtua Tennis (iOS)
The Walking Dead: Assault (iOS)
The Walking Dead (iOS)

Bücher:
James Frey – Bright Shiny Morning
Capullo/Snyder – Batman: Death Of The Family
Neil Daniels – Iron Maiden: The Ultimate Unauthorized History of the Beast
Sebastian Haffner – Die sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg
Stefan Zweig – Die Welt von gestern
Stefan Zweig – Sternstunden der Menschheit
Vincent Bugliosi – Helter Skelter
Judy Carter – Stand Up Comedy: The Book
Bendis/Michael – All-New X-Men – Volume 1: Yesterday’s X-Men
Gerald Brittle – The Demonologist: The Extraordinary Career of Ed and Lorraine Warren
Jay Anson – The Amityville Horror
Bob Holly – The Hardcore Truth
Max Brooks – World War Z
The Mighty Book Of Boosh

Jetzt wird wieder in die Hände gespukt

Nenn mich amerikanophil oder einfach nur kindisch, aber ich adaptiere dieses Halloween gerne. Leider bin ich selbst zu groß und mein Kind noch zu klein, um verkleidet von Tür zu Tür zu gehen, und dann kommt dazu, dass es hierzubierernstenlandes so gut wie keinen Gruselkonsens und somit auch keine dekorierten Wohnungen und Haustüren gibt. Was mich abgesehen von Süßigkeiten und Kürbisgewitter immer schon fasziniert an der ganzen Allerheiligen-Preshow: dass man eine ganze Nacht den Toten widmet. Ich finde das wildromantisch, beängstigend und hoffnungsvoll in ein und demselben Gedankengang. Man stelle sich nur vor, der Tote an sich hat eine Nacht lang Ausgang. Was er wohl für melodramatische Dinge anstellen mag, weil so ein Tod geht ja in den seltensten Fällen spurlos an einem vorüber. Oder in diesem Falle spuklos. So angegruselt wie ich eh schon bin und wo grade ein paar der letzten Sturmnächte die Wolken so herrlich vor sich hergepeitscht haben und einen schwarzblauen Symbolhimmel preisgegeben haben, möchte ich eigentlich den ganzen Tag nur Gruselfilme schauen. Leider komme ich nie vor 23.00 Uhr dazu und meine Lebensdauer vorm Einschlafen beträgt dann nur noch zirka 15 Minuten. Deshalb schaue ich auch schon die ganze Woche an Argentos “Deep Red” hin. Außerdem habe ich eine Ausrede, um mal wieder dieses schöne Bild aus einem Pariser Museum zu posten. Zur Feier des Tages in tiefem Rot.

halloween

Boardwalk Empire – eine Übersetzung

Es war mir Anfang des Jahres zugleich Ehre und historische Herausforderung, Nelson Johnsons Sachbuch “Boardwalk Empire: The Birth, High Times and the Corruption of Atlantic City” zu übersetzen. Jetzt ist es bei Heyne Hardcore erhältlich. Es handelt sich allerdings (und sogar gottseidank) nicht um die Roman-, sondern um die Sachbuchvorlage zur gleichnamigen HBO-Serie, um die Monografie einer Stadt im Süden New Jerseys, einer, die im wahrsten Sinne “mit allen Wassern gewaschen ist”. Das Buch erzählt nicht nur von Prohibition, Nucky Johnson (der Nucky der Serie), seinem Nachfolger Hap Farley und Donald Trump in der selben Ahnenreihe, sondern vom grenzenlosen politischen Opportunismus der Provinz, Rassismus, der Erschließung der Ostküste, amerikanischer Naherholung, der Arbeiterklasse der Steel Cities und was passiert, wenn der Amerikanische Traum langsam ausblutet.

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Laden dicht

Genau, das mach ich jetzt für ein paar Tage. War ein schönes Jahr mit euch, den Brennerpass-Kunden, sowie den Conaisseurs einfühlsam defätistischer Weltbeobachtungen, den Mandel-Lesern, und natürlich den Überschneidungsrezipienten. Ich hab keine Vorsätze fürs neue Jahr, weil ich pralle Bombe an das glaube, was ich hier und andernorts tue. Und weil ich mittlerweile zu alt bin, um zu lügen, könnt ihr mir ruhig glauben, wenn ich Euch jetzt schöne Feiertage wünsche und einen guten Rutsch, wenn ich vorher nichts mehr von mir hören lasse.

Ich verbleibe mit Steve Miller:
Go On, Take The Money And Run,
Euer Burnstl

2012

Platten:
Baroness – Yellow & Green
Hot Water Music – Exister
Marsimoto – Grüner Samt
Grimes – Visions
Japandroids – Celebration Rock
The Jealous Sound – A Gentle Reminder
Azealia Banks – 1991 EP
Kreator – Phantom Antichrist
The Shins – Ports Of Morrow
Krallice – Diotima (2011)
Dirty Projectors – Swing Lo Magellan
Paul Simon – Graceland (Re-Release)
Sinkane – Mars

Songs:
Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe
Baroness – Little Things
Hot Water Music – Mainline
Solange – Losing You
The Jealous Sound – This Is Where It Starts
Eels – Peach Blossom
Action Bronson – The Come Up
Graveyard – The Suits, The Law, The Uniform
Baroness – Stretchmaker
Japandroids – Fire’s Highway
Torche – Kickin
Grimes – Oblivion
Matt Skiba & The Sekrets – Voices
Dirty Projectors – Swing Lo Magellan
Beach House – Other People
Django Django – Default
The Sword – Cloak Of Feathers
Frank Ocean – Thinkin Bout You
Marsimoto – Indianer

Ältere Platten:
Led Zeppelin – Led Zeppelin 2
The Allman Brothers – At Fillmore East
Steely Dan – Can’t Buy A Thrill
Steely Dan – Pretzel Logic
Eagles – Eagles
Bob Dylan – The Times They Are A-Changing
Lynyrd Skynyrd – Gold (Collection)
Pink Floyd – Dark Side Of The Moon
Thin Lizzy – Live At The BBC
Idaho – Hearts Of Palm

Ältere Songs:
Lemonheads – The Outdoor Type
Serge Gainsbourg – Mambo Miam-Miam
Led Zeppelin – Nobody’s Fault But Mine
Deep Purple – Fireball
Audioslave – Show Me How To Live
Frankie W. Stubbs – Plebs (Acoustic)
Reinhard Fendrich – Strada Del Sole
Lynyrd Skynyrd – Saturday Night Special
Pink Floyd – High Hopes
Alkaline Trio – Dine Dine My Darling
Urban Dance Squad – Demagogue
Pennywise – Fuck Authority
Motörhead – Stay Clean
Steely Dan – Night By Night
Wu Tang Clan – Wu Tang Clan Ain’t Nothing Ta F’With
Tori Amos – Caught A Lite Sneeze
Neil Young – Cowgirl In The Sand
Jawbreaker – Sleep

Filme:
Tinker Tailor Soldier Spy
Dredd 3D
The Descendants
Safety Not Guaranteed
Moneyball
Warrior
Cabin In The Woods
The Innkeepers
Looper
Man In Black 3
Prometheus
Lawless
Led Zeppelin – Celebration Day

Serien:
The Walking Dead Season 3
Breaking Bad Season 5
Justified Season 3
Boardwalk Empire Season 3

Bücher (2012 gelesen):
Scott F. Fitzgerald – The Great Gatsby
Jock/Snyder – Batman:Black Mirror
Mick Foley – Mankind: Have A Nice Day
Jonathan Franzen – Freedom
Ian Kershaw – Das Ende
Lawrence Wright – Der Tod wird Euch finden

Spiele:
Sleeping Dogs (PS3)
WWE 13 (PS3)
The Walking Dead: Assault (iPad)
Grand Theft Auto: San Andreas (XBox360)

fußball am stock

Ich kann jetzt schon sagen, dass das nicht so ausführlich und biografisch bereichernd wie beim Supermek wird, aber ich danke der Lisa für diesen Stock, weil das ist ja wie Interviews geben und ich gebe ja nichts lieber als Interviews. Und dann noch zum Thema Fußball.

1) Erzähl mal – welcher Verein und warum?
Der Opa war Fan, der Papa war Fan und somit hab ich das nie hinterfragt. Ich hatte schon Bayerntrikots und Autogrammkarten von Dremmler, Breitner, Rummenigge und Co, da wusste ich noch nicht was Abseits ist. Zudem gab es in der Grundschule eine erbitterte Rivalität zwischen uns Bayernfans und den HSV-Fans, das hat die Einstellung gleich aufs brutalste zementiert. Ich hatte wegen einer Schubserei mit dem Littich Sepp (einem HSV-Fan) mal zwei Tage eine Augenklappe.

2) Was ist deine verhassteste Schweinephrase?
Dieser beschissene Tote-Hosen-Song. Von Sell-Outs aus Schnöseldorf müssen wir uns gar nix sagen lassen.

3) Was war dein bisher unangenehmster “Feindkontakt”?
Da ich so gut wie nie ins Stadion gehe, da ich erstens in Berlin wohne und zweitens keine Menschen in Massierung leiden kann, hält sich der Kontakt in Grenzen. Einmal sind wir nach dem DFB-Pokal-Spiel Union gegen Freiburg von betrunkenen Unionfans angegangen worden, dass wir schwule Schweine sind. Aber das war irgendwie auch süß von den heißen Union-Boys.

4) Lustigste Fußballanekdote
So lustig ist die gar nicht, aber schön. Als Bayern im Champions-League-Viertelfinale 2009/2010 schon in der ersten Halbzeit 3:0 zurücklag, verließ ich wortlos das Public Viewing, setzte mich auf einen einzelnen Stuhl auf dem menschenleeren Arkonaplatz und trank dort mein Bier aus. Ich hatte Tränen in den Augen und wollte gerade auf mein Fahrrad steigen, als mein Kumpel T. mir eine SMS aus der Kneipe schickt: 3:1 Olic, jetzt ist wieder alles drin oder so ähnlich. Ich bin dann reingegangen, hab mir noch ein Bier geholt und mit dem 3:2 von Robben sind wir dann weitergekommen.

5) Was ist für dich die Faszination am Fußball?
Dass es nie aufhört, dass es immer da ist, wie das Radio. Das ist ein Stück Beständigkeit in dieser von Paradigmawechseln geplagten Erwachsenenwelt.

Wenn der sehr geschätzte Kollege MQ den Stock annehmen will, würde ich mich freuen, kann aber auch mit einem Korb gut leben.

Empfehlungen

Thunfischfertigpizza. Die Feist-Platte “Metals”. Ich mag Feist nicht so gerne, aber vor Jahren hat sie mir mal die Wartezeit auf ein neues Leben versüßt. Deshalb Stein im Brett trotz grundsätzlicher Abneigung. Aber auch Stein im Brett wegen der tollen Kleider und der konsequenten Frisur. “Metals”, weil man der Platte den Aufenthalt in Big Sur anhört. Wer mal da war, kennt diese raue Zufriedenheit, die einen umspült wenn man an der Küste herumsteht und die Robben jaulen. Sehr gerne “L.A. Confidential” auf DVD. Hard Boiled Noir geht in jedem Jahrzehnt und zu jeder Jahreszeit, das Genre hat eine beruhigende Allgemeingültigkeit. Mein erster Film mit Russell Crowe damals. In den Filmen, in denen er kurze Haare hat, ist er am besten. Gladiator, die Action-Melancholie schlechthin. Kiffen ist gut gegen Gelenkschmerzen. Besser als diese unfassbar teuren Muskelentspannertabletten, die einem den Magen ausbrennen. Einem wie mir zumindest. Einem sensiblen Magenmenschen. Kentucky Fried Chicken zwischendurch an einem Bahnhof. Hamburger Hauptbahnhof zum Beispiel. Großartig, wenn man auf einen Zug nach Hause wartet. Entenbrust gebacken beim Asiaten ist gut für Feiertage. Und Röhrenverstärker. Jahrelang verneint, eigentlich nur zu geizig gewesen. Jetzt aber kurz vorm Tod vom Marshall noch eine Pracht von Kombo gekauft. Das ist so warm und wärmend, dass aus der Metalband jetzt eine Retro-Rock-Band werden wird. Wegen dem Sound und dem staubig, angebrannten Geruch, den die Röhren machen. Und weil wir gerade bei Geruch sind: Kirschkernkissen. Der Nacken jubiliert. Man darf es nicht zu lange in die Mikrowelle halten, sonst verbrennt es. Rauchgestanksentwicklung, Frau und Kind werden evakuiert. John Keats zwischendurch, aber ein kürzeres Gedicht. Nicht verstehen, nur lesen. Leer bleiben. Und jemand Französisch sprechen hören. Eine Frau am besten. America, die Band. “Sandman” ist gut. Wie krisp Bass und Schlagzeug in den 70er klingen, macht mich froh. Mal wieder GTA San Andreas spielen. Cruisen mit den Death-Row-Sachen aus L.A. in den Neunzigern. Snoops Art zu rappen hat alles auf den Kopf gestellt. Aber auch Tom Pettys “Running Down A Dream” passt in das Spiel. “Full Moon Fever”, tolle Platte. Im Fernsehen läuft “Wissen macht Ah!” mit Ralph und Shary. Die hätten mal WettenDings!? moderieren sollen. Alte Spiegelreflex raussuchen, Schwarzweißfilm rein und Häuser fotografieren. Instagram auslachen. Sich ins Bett legen und ein Buch über Wrestling von Mick Foley lesen. Gedankenlos durch “Storm Of Swords” brausen und so lange alles überlesen, bis etwas passiert. Eine Postkarte drehen und wenden. Eine von Gehart Richter mit der Sonic-Youth-Kerze, ihr wisst schon. Auf Kunstportalen Bilder mit Pferden anschauen und sich vorstellen, wie das wäre 220 Euro für ein Poster auszugeben und es vielleicht gleich bestellen, weil die Vorstellung so schön ist. Aber vielleicht auch noch warten bis es dunkel wird. Pferde sind die neuen Eulen. Stadionkarten auf dem Schreibtisch für ein Spiel, das nicht weh tut. Die Angst vergessen und noch eine Runde Feist hören. Auf “Publizieren” drücken, ohne nachzudenken.

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