‘Rock’n’Roll’

The Soundtrack After

Komme gerade aus Star Wars Episode III und muss berichten: Film ordentlich, Publikum handzahm. Auf dem längeren Fußweg nach Hause dann Ipod gehört und folgende After-Star-Wars-Top-5 ermittelt. War aber eher in friedlicher Obi-Wan-Laune. Also keine imperialistischen Industrialklänge.

1. Sun Kil Moon – Gentle Moon
Fließt so dahin. Trägt einen übers Trottoir wie ein Gleiter über Tatooine.

2. The Cardigans – You’re The Storm
Wenn Frau Persson singt, dass sie mit Pauken und Kanonen erobert werden will, wär man gerne der Klonkrieger der ihre Separatisten-Armee zerschlagen darf.

3. Ryan Adams – Do Miss America
Mit der Schönsten, aber Traumatisierendsten rummachen. Muss hin und wieder sein. Die dunkle Seite der Macht sollte man wenigstens mal gesehen haben. Sagt auch Darth Sidious.

4. Denison Witmer – 22
„You’re the talk of the town. When the talk is gone, I don’t know what to do.“ So long, Herr Vader. Nett war’s mit Ihnen all die Jahrzehnte.

5. Fountains Of Wayne – Leave The Biker
Immer passend, wenn du findest, dass die Senatorin mit einem sabbernden Idioten zusammen ist. Siehe Padme mit Anakin oder Leia mit Yabba The Hut.

Icelandic Road Warriors

Meine isländischen Freunde Thrandur und Ivar sind ein Magnet für Kuriositäten. So ist man stets gut beraten, sich mit ihnen zu verabreden. Wenn sie nicht gerade mit ihrem bezaubernd improvisierten (aber nicht schlechten) Deutsch jedem noch so grimmig drein blickenden Mädchen ein Lächeln und eine Zigarette abluchsen oder Iron-Man-Trinknächte initiieren, schleppen sie einen auf Konzerte von isländischen Bands und wir wissen ja nicht erst seit Björk und Sigur Ros, dass der gemeine Isländer auch musikalisch sehr speziell werden kann.

Jüngstes Beispiel dafür sah ich gestern im Duncker-Club: VONBRIGDI. Auf den ersten Blick mag das ganze etwas prollig gewirkt haben, doch schnell erschloss sich für mich ein echter David-Lynch-Zugang. Düsterer Metal, verkopft, und gleichzeitig vollkommen kopflos am Zeitgeist vorbei. Und irgendwie auch ziemlich Punk.

Der Schlagzeuger war exzellent und sein faltiges Gesicht spielte auf bizarre Weise mit dem Rotlicht zusammen, so dass er aussah, als trüge er eine Michael-Myers-Maske. Die beiden Gitarristen hatten einen Abschlag wie Pete Sampras einst einen Aufschlag, der Bassist war ein dicklicher Standmetaller mit Sonnenbrille und einem Bewegungsradius von 0,2 mm und dann gab es da noch den Sänger in Ballonjacke und Trainingshosen, der seinen Blick auch nicht einmal aufs Publikum richtete. Nicht einmal.

Emphasiert wurde die ästhetische Schräglage der Altherrenkapelle aber erst richtig durch die anwesenden Freunde und Helfer der Band. Ein hektisches Amateur Kamerateam mit Ausleuchtung und Mini-DV zirkelte 40 Minuten lang um die Bühne, während eine kreischende Anti-Björkmit neongrünen Strumpfhosen aus jeder Lage Fotos schoss oder wahlweise wie ein Derwisch über die Tanzfläche lichterte.

Going Underground

Fritte, Fritte, Fratze, bald gibt was auf die Glatze. Na, freust Dich schon Hoppelbärchen? Papa kommt wieda nach Berlin und hat ordentlich Durst.

..lautete einst ein vielversprechender, aber auch furchterregender Eintrag in unserem Online-Band-Gästebuch. Getätigt wurde er von Florian „Lobo“ Seiler und gerichtet war er an unseren netten Schlagzeughünen mit der Kurzhaarfrisur, besagten Ole. Anlass war ein Konzert im Friedrichshainer Frittiersalon, das sich quasi jetzt jährt! Damit gilt:

GRAND UNDERGROUND in der Öllaube
Going Down French Fries Style
21.05.2005
Frittiersalon, Boxhagenerstr. 104
Friedrichshain, Berlin, U5 Samariterstr.
Beginn 20:00, Eintritt: nüscht

Letztes Jahr habe ich ja noch im selben Haus wie der F-Salon gewohnt; das hatte was: vom Wohnzimmer direkt die Treppe runter auf die Bühne. Zudem war das der Abend, an dem Flo 21 (!!) Wodka Red Bull verdrückte und sich dann am nächsten Mittag auf den Rückweg nach München machte. Müdigkeit am Steuer war wohl nicht sein Hauptproblem. Was ich mit weniger WRB alles anstellte, sag ich lieber nicht. Überhaupt war das ein kurioser Abend in einer kuriosen Örtlichkeit, aber wer auf skurrile Menschen, gute Burger, laute Musik von Besoffenen, Isländer und hübsche Mädels steht, sollte dringend auch dieses Jahr vorbeischauen.

Royal Air Force Returns

Neil, Brian und Caroline

Heute Morgen hab ich meinen Badezimmeraufenthalt mit Musik von Neil Young untermalt und dabei ist mir nicht nur aufgefallen, dass „Campaigner“ für ein unglaublich guter Song mit 1A Lyrics ist, sondern auch, dass Herr Young bei „Long May You Run“ die Beach Boys erwähnt und ich wünschte, mir wäre dieser Textfetzen eingefallen.
(mehr …)

1 13 14 15