Solo (Kurzkritik)

Solo ist okay. Ein bisschen zu schäbbiche Farben für einen Star Wars-Film, ein bisschen zu fade Handlung, aber es steht ja auch nichts auf dem Spiel. Das alte Problem mit den Prequels: Man weiß mindestens, wer nicht ins Gras beißt und eigentlich hat sich auch niemand je gefragt, warum Han mit Familiennamen Solo heißt, oder? Alden Ehrenreich spielt das wider Unken gut, angenehm linkisch und natürlich noch nicht so zynisch wie ein ausgewachsener Harrison Ford. Das ist so gewollt, nehm ich an, und ich fand das erfrischend, statt lauter altkluge One-Liner rauszuhauen. Donald Glover kann zur Zeit eh nichts falsch machen, mehr macht er aber auch nicht, und Emilia Clarke hat ihren einzigen Gesichtsausdruck für immer faustisch an Game Of Thrones verkauft. Woody Harrelson sitzt den Film auf einer Arschbacke ab, aber das reicht ja bei ihm, lediglich Paul Bettany überperformt wie immer in einer Nebenrolle. Eben alles soweit okay, aber was man dem Film wirklich vorwerfen kann ist, dass er den Star Wars-Hype killt. Totenstille im fast leeren Kino und das in der ersten Woche. Gut, war ein heißer Nachmittag, aber wenns beim Einblenden von „In a Galaxy far far away“ nicht mehr kribbelt, dann stimmt doch was nicht mit dem Brand.

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