Kurzkritik zu Suicide Squad

Kurz vor knapp noch Suicide Squad gesehen und was für ein Scheiß. Fing noch sympathisch ramschig und überdreht mit den kurzen Origin-Stories zum Flegel-Kommando an und mündete nach einer halben Stunde in einen unnötig wirren Plot um ein apokalyptisches Szenario, das selbst Vigo der Geissel der Kaparten zu absurd gewesen wäre.

Margot Robbie alias Harley Quinn war mir ein bisschen zu dümmlich und Joker-devot, um wirklich als respektable Bad-Ass-assine durchzugehen, aber das ist auch der leider etwas sexistischen aber fantastischen Bruce-Timm-Comic-Vorlage „Mad Love“ geschuldet. Will Smith kann von mir aus einfach bei Scientology bleiben, der Feuer-Jesus war ganz okay und Jared Leto der mit Abstand mieseste, unglaubwürdigste, aufgesetzteste und unlustigste Joker der Batman-Historie. Dann lieber achthundertmal Mark Hamills Zeichentrick-Version. Richtig wütend im positiven Sinn hat mich nur Viola Davis als Amanda Waller gemacht.

Am Plot scheitert es oft bei solchen Filme gar nicht, der ist eh meist genre-bedingter Humbug. Es müsste halt alles nur ein bisschen mehr Zeit und Kohärenz bekommen, die Charaktere müssten ein bisschen normaler reden statt in ewigen One-Linern und die Action kann man sich sparen, wenn man vorher nicht einen Sinn für unmittelbare Gefahr etabliert hat. Ich rede mich natürlich leicht, mir quatschen ja auch keine tausend Leute in meine Blogposts.

Ayer ist eigentlich ein fähiger Regisseur, aber wie so viele zum Superheldenflick verführte „Kunstfilmer“ vor ihm ist er nur der Grüßaugust für einen angeblich so alternativen Ansatz bei Blockbustern, die im Endeffekt noch klischeehafter, lauter und dümmer sind als früher, aber das hinter greller Optik und dem Brand ehemals innovativer Regisseure verstecken. Wobei es auch solche gibt, die durch solche Filme ihren inneren Michael Bay entdeckt haben, looking at you, Zack Snyder.

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