Rosalie (17.11.2016)

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„Rosalie“ heißt mein am 17.11. erscheinender Roman. Zum Inhalt in Kurzform bitte hier klicken. Jetzt ein Trailer:

Stimmen:

„Der niederbayerische Schriftsteller Berni Mayer musste erst nach Berlin gehen, um seine Heimat neu zu deuten. Das Ergebnis ist der schrecklich schöne Roman ‚Rosalie‘. [..] Es ist schon deshalb ein herausragendes Buch, weil Mayer um alle Klischeefallen herumfabuliert, die der Heimatroman bereithält.“
– Bernhard Blöch, Süddeutsche Zeitung

„Das verdankt Rosalie zunächst der schnörkellosen, fast lakonischen Sprache. Mayer erzählt unaufgeregt und hebt Praam nicht als ein Stück Hyper-Bayern auf den Sockel.[..] Nicht einmal mit diesem historisch aufgeladenen Erzählstrang um das Schloss verhebt sich Mayer. Er erzählt ihn souverän und stimmig aus. Für ein Debüt gelingt ihm damit ziemlich viel.“
– Josef Wirnshofer, Spiegel Online

„Ein wunderbares Buch, lakonisch, zart – Heimat, Jugend, Liebe. Es ist wie es ist – grausam und schön.“
– Capriccio, Kulturmagazin BR

„Mich erinnert Mayers einseifende Melodik an den frühen Helmut Krausser und an den früh verstorbenen Heiner Link.“
– Jamal Tuschik – Der Freitag

„Trotz vieler heiter-ironischer Bonmots liegt ein dunkler Schatten über […] der von Mayer klug konzipierten Story. Ein lakonischer, lesenswerter Adoleszenzroman.“
– Gérard Otremba, ROLLING STONE

„Er erzählt schonungslos, aber nie herablassend, von der Enge des Dorfes, von einer besonderen ersten Liebe und der Suche nach Wahrheit, die manchmal sehr weh tut.«
– Anne Burgmer, Kölner Stadtanzeiger BÜCHER MAGAZIN

“Was ich wirklich an diesem Buch mag, ist der feine, unaufgeregte Erzählstil. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und im Kern auch über die Heimat Bayern. Das alles ist sehr liebevoll erzählt und beobachtet – kurzum: einfach schön!”,
– Jörg Petzold, FLUX FM

„Er erzählt unaufgeregt und mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe. Seine Andeutungen verschiedener großer Geheimnisse treiben den Leser an, und dieser Stil macht neugierig und nachdenklich. Ein gelungenes Debüt.“
– Bianca Schwarz, HR2

„Dieses Buch geht raus an alle Dorfkinder.“
– Jasmin Körber, PULS/ BAYERISCHER RUNDFUNK

„Manche schreiben über diese Heimatorte auch [..] durchaus lesenswerte Bücher. So wie das neue Buch von Berni Mayer, der sich in seinem neuen Roman „Rosalie“ nicht nur mit seiner eigenen Jugend, sondern mit einer realen Katastrophe und [..] Vestrickungen in die Nazi-Zeit.“
– radioeins

„Er hat etwas zu erzählen, was über die hinlänglich bekannten Jugend-auf-dem-Dorf-Erinnerungen weit hinausgeht. Rosalie will er auch als Neubewertung seiner Heimat verstehen – was ihm hiermit geglückt sein dürfte.“
– Abendzeitung

„Der Mann kann schreiben. Er erzählt vom niederbayerischen Dorfleben in den 1980ern und stellt seine schillernden Figuren in die Landschaft, ohne sie zu Seppl-Figuren zu machen.“
– Phillip Seidel, Landshuter Zeitung

„Er beschreibt den Mief der Neunzigerjahre in der deutschen Provinz genauso gekonnt wie die emotionalen Wetterlagen der Adoleszenz, den langen Regen nach der Reaktorkatastrophe und die Angst vor den Folgen genauso treffend wie die Dialoge zwischen den Protagonisten, zwischen Anpassung und Revolte. Ein absolut lesenswerter Erstling!“
– Literaturblatt.ch

„Es nimmt kein gutes Ende, aber es ist eine gute Geschichte.“
– Gerlinde Lang, FM4

Und noch ein paar eigene Worte dazu:

Bevor ich angefangen habe zu schreiben, waren da nur Scherben von Ideen. Ich sage Scherben, weil jedes Konzept, das ich mir bis dahin überlegt hatte, irgendwie an seiner Inkonsequenz oder einfach nur seiner Undurchdachtheit zersprungen war. Da lagen also herum: Die Idee, über Menschen am Rande einer Katastrophe (in diesem Fall: Tschernobyl) zu schreiben, die mit der Katastrophe eigentlich gar nichts zu tun haben. Vielleicht minimale Auswirkungen auf die allgemeine Stimmungslage der Protagonisten. Die eigentliche Katastrophe muss eine andere sein. Dahingehend gab es schon Konzeptuelles und Niedergeschriebenes über Eschede oder den Frauenmörder von Beelitz. Letzlich wurde es dann aber die Geschichte zweier verliebter Teens im tiefen Süden, mitten im Tschernobyl-Jahr.

Ich hatte außerdem grade ein Lied geschrieben hatte über ein Paar, das in der Provinz feststeckt, eine Gegend, die ihre ganz eigene Blutmagie entwickelt, eine voodooeske Lust am Untergang aufweist, wenn man nur einmal am falschen Zaun rüttelt.

Und jetzt war ich anstachelt, denn so konnte ich auch die Geschichte meiner eigenen Jugend und ihren grotesken Orten erzählen, ihren Eliten und Invaliden, unseren Landstrichen da unten ihren verdienten und unverdienten Platz in der Zeitgeschichte zuweisen. Und schon in den ersten Kapiteln konnte ich erkennen, was ich der Gegend, der Zeit und den Leuten bisher immer aberkannt habe: Ihre eigene Mystik, und ihr ureigenes Dasein als Metapher auf die bundesrepublikanische Menschlichkeit und Unmenschlichkeit Mitte der 80er Jahre.

Die Unmenschlichkeit nur auf den repressiven Katholizismus meiner Jugend zu schieben (und so repressiv war er auch wieder nicht) hing mir als Frucht zu tief, ich wollte auch keine Countryside-Hicks aus den Niederbayern machen, aber ich wollte und will ins Protokoll aufnehmen, dass passive Niedertracht und blutrünstige Indifferenz zwei angstmotorisierte menschliche Kerneigenschaften sind, die einen schon in jungen Jahren entweder paranoid (welchem Erwachsenen kannst du trauen?) oder selber niederträchtig indifferent werden lassen können. Und so kam die hässliche Faktizität einer NS-Einrichtung unweit meines Heimatdorfs in den Roman.

Das ist meine Southern Gothic Novel, das ist „Rosalie“. Zum Schluss die tiefstmöglichen Verbeugungen an meinen Verlag Dumont, denn ohne ihn kein Soulsearching im Herz der Finsternis, in Niederbayern.

7 Kommentare zu Rosalie (17.11.2016)

  1. mouchi
    5. Juni 2016 at 14:45

    Klingt spannend, ich freu mich drauf. Ich hoffe, du erinnerst im Oktober nochmal dran.

  2. Markus
    5. Juni 2016 at 16:55

    Super, ich freu mich schon darauf!

  3. Su
    5. Juni 2016 at 20:27

    This will be your monument

  4. Burnster
    8. Juni 2016 at 19:51

    Oh, ich werd euch sehr intensiv dran erinnern. Thanks y’all!

  5. Michael
    23. Juli 2016 at 18:04

    Praam an der schwarzen Laaber. Sounds like a-minor. Sounds great! Holy Shit!

  6. Juri
    9. August 2016 at 10:12

    Bin gespannt! Viel Kraft für den Endspurt!

  7. Rainer Pasta
    19. Dezember 2016 at 10:37

    Hallo Herr Mayer! Ich habe damals den Tipp von Ihrem Vater bekommen und das Polenkinderlager nachrecherchiert – würde mich gerne mit Ihnen dazu austauschen – Freue mich auch Rückmail. LG

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