Kurzkritik zu Captain America: Civil War

A fanboy’s wet dream. Mit dem gleichnamigen Comic hat’s zwar herzlich wenig zu tun und über die Handlung samt „big“ bad Daniel Brühl kann man auch ein Ei schlagen, aber Geschepper, Dialog, Charaktertiefe und Handlungsplausibilität stimmen. Grade nach dem Bats vs. Supes-Mumpitz muss ich sagen: Marvel hat irgendwie den Bogen raus, wie man Fanboy-Erwartungen mit ziemlich rundem Spaßkino unter einen Hut bringt. Und dabei können sie sogar noch nachdenklich und randnotizig düster wirken, ohne dass gleich die Apokalypse losbrechen muss. Biggest asskickers: Sebastian Stan als Bucky Barnes, die kleine Olsen als Wanda Maximoff (Bussi, Baby!) und Cap selbst. Vergisst man nämlich fast, dass der Film von Steve Rogers handelt und seinen Anpassungsproblemen, ja sogar von seinem Problem mit Autorität. Tut er aber. Bonus: guter, naiver, vorlauter Spidey via Tom Holland. Malus: Schauspieler, die Deutsche spielen, aber nicht richtig Deutsch sprechen. Ich verstehe ja noch, dass man sich in L.A. nicht die Mühe macht, lauter Nativsprecher zu casten, aber Herrgott, wenn man schon die Hälfte des Films in Deutschland dreht.

PS: Mein 5-jähriger Sohn hat übrigens geweint, als ich ihm erzählt habe, dass Spider-Man Antman bekämpft. Talk about a messed up Wertesystem.

2 Kommentare zu Kurzkritik zu Captain America: Civil War

  1. Magenta
    4. Mai 2016 at 14:08

    Same here. Hat Spaß gemacht.
    Und Gruß an den Filius: Ich wurde früher immer dafür ausgelacht, dass der Silver Surfer mein Lieblingsheld war. Pfeif aufs Wertesystem.

  2. Burnster
    6. Mai 2016 at 17:39

    Haha, richt ich aus. Bei uns ist es grade Ant-Man, dicht gefolgt vom Resident Batman und natürlich ist Spidey nie so ganz aus dem Leben wegzudenken. Silver Surfer ist der Superheld der Dichter und Denker.

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