Burnsters WM-Studio 2010 (12)
Deutschland – Ghana
Jetzt hat’s ja doch noch geklappt, in unserer Nonstop Nonsens-Gruppe Erster zu werden und damit direkt den Engländern vor die Flinte zu laufen. Aber wer weiß schon noch, wer hier der Favorit ist, denn gerade die Deutschland-Gruppe hat ja bewiesen, dass jeder jeden schlagen kann, wenn er gut gefrühstückt hat. “It’s Germ Warfare” titelt die SUN schon mal vorsorglich, um auch im Jahre 65 nach Hitler auf keinen Fall die Erinnerung an die gegenseitige Zerbombung zu zerstreuen. Ich würde ja gerne wissen, wie John Terry darüber denkt – nein, halt, wer ist John Terry? John Terry, halt die Klappe. Klappe. Klappe, klapperich, Klappe, Klappe, Klappstuhl, Klappe, John Terry. Ich hätte lieber gegen die Amerikaner gespielt, denn die deutsche Truppe scheint mir noch nicht zu Turnierbestform aufgelaufen zu sein und ausserdem nervöser als Guido Westerwelle vor Neuwahlen. Was uns zu den Schländern in der gefürchteten Einzelkritik bringt:
NEUER: Selbstbewusst, solide, aber vielleicht zu Unrecht auch nach der WM die Eins.
LAHM: Immerhin überall da, wo man ihn braucht. Von seiner Arbeitsauffassung könnten sich die im Netto in der Gartenstraße eine dicke Scheibe abschneiden.
MERTESACKER: Fairplay von ihm. Macht durch seine schlechte Leistung endlich Platz in der Innenverteidigung für Holger Badstubers Comeback gegen England.
FRIEDRICH: Puh. Zuverlässig, gut, wichtig. Kommt einem schwer über die Lippen nach ca. 24 Heimniederlagen mit der Hertha.
BOATENG: Bisschen hampelig für so ein wichtiges Spiel. Jetzt auch nicht besser als Badstuber und gut ersetzt durch Jansen.
KHEDIRA: Dafür, dass er defensiv ausgerichtet ist, erstaunlich offensiv ausgerichtet.
SCHWEINSTEIGER: Müde und wirr. Aber auch in dem Zustand noch lange kein Penner.
MÜLLER: Ohne ihn kein Özil-Tor. Verlässlich unberechenbar.
PODOLSKI: Hatte keinen Bock heute, aber sein alter Freund Jogi wollte ihn partout nicht auswechseln.
ÖZIL: Unsicher, fahrig und dann doch sein Geld wert, das er demnächst jenseits von Bremen verdienen wird.
CACAU: Ein putziges Wuslon und so leid es mir vielleicht noch tun wird, aber ich will wieder Klose auf der Position sehen.
TROCHOWSKI: Netter Kerl, aber kann nicht müllern.
JANSEN: Kann man machen auf der linken Seite. Kann man machen.
KROOS: War angeblich auch kurz auf dem Platz.
24. Juni, 2010 um 00:34
Komme grade vom Public Viewing. Biergebadet. Stimmlos. Geldlos. Sinnlos. – war geil! Aber nur das Viewing, nicht das Spiel :-/
24. Juni, 2010 um 10:35
Na das war mal echter Deutscher Fussball – egal, wer mehr Tore schiesst hat gewonnen. Das Public-viewing hier in Genf krankt an der überzahl von Akademikern die hauptberuflich Windeln, Parfüm oder sicheres Banking verkaufen. Keine Spur von richtigen Fussballproleten, ich wurde ganz schön schrag angeschaut als ich ein bißchen rumkrakeelt habe. Egal, dank meines mutigen Einsatzes (lauter schreien & mehr Bier trinken als alle anderen zusammen) sind wir weiter. Gegen England, ich freu mich schon, dass wird splendid!
24. Juni, 2010 um 11:27
Sumit: Bierbaden ist eine der meist unterschätzten Freizeitbeschäftigungen.
Dr. G: Schön, dass es auch für dich und deine Leber ein kleines “Endspiel” war. Nein, das war jetzt gemein. Ich bin stolz auf dich, Dottore.
24. Juni, 2010 um 12:43
Danke sehr, wenigstens werde ich hier verstanden ;)
Die Spiele werden natürlich auf Französisch kommentiert, und dann gehts da so munter: “Le schwainstaigäär, le laaaam, le ca-ca-uuu…”
24. Juni, 2010 um 14:10
Echt? Mit bestimmtem Artikel?
24. Juni, 2010 um 14:15
oui oui – zum piepen!
24. Juni, 2010 um 15:34
Nur zur Erinnerung: “Fußball ist, wenn zwei Mannschaften 90 Minuten gegeneinander spielen und am Ende Deutschland gewinnt.“ (Gary Lineker)
24. Juni, 2010 um 15:39
Wie soll man das hier NICHT verlinken. Jeder Satz ein Hochgenuß, Didi! :)
24. Juni, 2010 um 20:02
[...] St. Burnster » Blog Archive » Burnsters WM-Studio 2010 (12) "LAHM: Immerhin überall da, wo man ihn braucht. Von seiner Arbeitsauffassung könnten sich die im Netto in der Gartenstraße eine dicke Scheibe abschneiden." – Einzelspielerkritik nach dem Spiel gegen Ghana. Bravo! [...]
25. Juni, 2010 um 00:00
mq: Stimmt, der Satz gilt in England als fast genauso bedrohlich wie: The Queen Is Not Amused.
MC: Tears to my eyes, b-boy!
25. Juni, 2010 um 07:39
Don’t mention the war!
25. Juni, 2010 um 12:32
stt: endlich sagt’s mal einer:)
28. Juni, 2010 um 07:12
Ja, genau. Alles Banausen!
30. Juni, 2010 um 16:01
[...] Burnsters WM Studio LAHM: Immerhin überall da, wo man ihn braucht. Von seiner Arbeitsauffassung könnten sich die im Netto in der Gartenstraße eine dicke Scheibe abschneiden. [...]