Den Braten jetzt schon gerochen
Das da unten ist mein Weihnachtsbraten. Ich hab ihn schon am Morgen eingesalzen und gewürzt. Eine minimale Prise Zimt hat sich am Ende leider gegen eine Übermacht an Schmorgemüse und Malzbier durchgesetzt. Geschmeckt hat er trotzdem, wenn auch weihnachtlich. Jetzt wo es so kalt draussen ist und der Silvestermüll noch auf den Straßen liegt (was er in Berlin bis März tut), kann man sich ein bisschen vorstellen, wie Nachkriegswinter aussahen. Der geschätzte Herr Kid kündigte jüngst in den Kommentaren schon das Jahrzehnt des Kohlenklaus an und irgendwie werd ich auch das Gefühl nicht los, dass der konsensuelle allgemein gültige Wohlstand bald seinen Ausstand feiern wird, und das tut mir im Prinzip nicht leid, aber die Leute werden immer gleich so gehässig, wenn’s ans eigene Eingemachte geht. Ein gute Metapher übrigens für das eigene Hab, dieses “Eingemachte”, find ich.

4. Januar, 2010 um 14:03
Vorgestern habe ich einen Nachbarn ausgelacht, der Schnee schob, als es gerade wieder stark zu schneien anfing. Gestern schob ich Schnee. Über Nacht schneite es. Und für’s Wochenende sagen sie zweistellige Minus°e voraus. In Australien ist Hochsommer.
WAS ZUM HENKER MACH’ ICH HIER?
Aber das nur am Rande.
4. Januar, 2010 um 14:57
Malzbier im Essen: Die Krise scheint unaufhaltsam ihren Lauf zu nehmen.
4. Januar, 2010 um 15:17
WAS? Du wirst jetzt zum Kochblogger? Und was kommt als nächstes? Katzen- oder Eeschen-Content?
Burnster, ich hab’ Angst.
@mq
Malzbier im Essen ist gute Schlesische Kochkunst und lecker, man muss es ja nicht täglich haben!
4. Januar, 2010 um 15:46
MC Winkel: sozial gesehen wird’s erst im Sommer so richtig kalt.
MQ: siehe Creezy und zudem eine veritable Geheimzutat aus aller Herren Länder. Kannst gerne googeln. Ansonsten natürlich Krise ja, eh klar.
Creezy: Keine Sorge, kein Kochblogger. In unserem bescheidenen Künstlerhaushalt gibt es sonst leider keine Bilder, die Wohlstand symbolisieren.
5. Januar, 2010 um 00:38
Jo Gruzinesn sog I, dei Muada ko schdoiz af di sei.
5. Januar, 2010 um 14:55
Ist sie vermutlich auch. Aber nur wegen dem Braten.
5. Januar, 2010 um 16:25
Gutes Essen – selbstgemacht – ist eh dass Beste.
Fast so gut wie einige Tegerenseer…
5. Januar, 2010 um 17:26
Apropos Herr Doktor, wann ist es denn wieder soweit. Sie und ich und Dave Lombardo?
6. Januar, 2010 um 01:22
Hey, da fehlt wohl noch was (bzw. jemand!), oder?
6. Januar, 2010 um 01:23
Achso, und das Essen sieht SUPER aus, das hab ich vor lauter Aufreger ganz ver(g)essen zu erwähnen.
6. Januar, 2010 um 14:36
so wies ausschaut zum frühlingsanfang, allerspätestens –
gibts in tel aviv eigentlich tegernseer?
6. Januar, 2010 um 16:08
juri: gibt’s in tel aviv auch ein dave lombardo?
6. Januar, 2010 um 16:36
Dr: Gutes Bier ist hier so eine Sache… Lager ist hier leider der totale Renner. Ein gutes Pils oder sogar ein Helles habe ich bisher noch nicht ins Glas bekommen… aber ich gelobe die Suche fortzusetzen.
Burn: Auch hier wirds schwierig. Wie wäre es mit Bukowski, Betty Ford, Norma Jean oder Riff Raff?
6. Januar, 2010 um 17:30
also schonmal zwei länder in denen ich mit dem astreinen beruf als bierimporteur
steinreich werden könnte – hier in genf gibts weder gutes bier noch hübsche mädels, dafür aber wenigstens keine krise.
juri – wir brauchen bilder vom Betty Ford ;)
6. Januar, 2010 um 18:03
juri: ach ihr ostnorddeutschen mit eurem pils. bittere lacka. lager lager lager, süß und süffig, weich und flüffich, sag ich immer.
dr: keine hübschen mädels in genf? gerade hat sich die wahrscheinlichkeit eines genf-aufenthalts bei mir um 78% verringert.
(äh, frau mayer, wenn du das liest, ich sag das nur wegen dem image.)
6. Januar, 2010 um 18:14
Na an Frau Mayer denke ich unbekannterweise selbstredend, ebenso an meine Freundin ;)