Meine Weihnachtsfeier
Das Dumme an dem Freiberuflerdasein ist, dass du keine Weihnachtsfeier hast. Schließlich bist du ja dein eigener Betrieb und klar kannst du dir selbst ein paar Freigetränke ausgeben und Musik dazu hören. Auch besoffen in einer eigens dafür angemieteten Räumlichkeit herumtanzen könnt ich mir noch vorstellen, aber in Jahresgehässigkeitshöchstform rotzbesoffen und laut über die Kollegen lästern, mit den Praktikantinnen fremder Abteilungen flirten – die normalerweise ganz woanders sitzen – oder sich mit wieder ganz anderen Kollegen, von den man das ganze Jahr am liebsten noch nicht einmal eine Email bekommt, total peinlich verbrüdern – all das ist ein bisschen schwierig als Einmann-Unternehmen. Und noch schwieriger ist natürlich, dass man das geniesst, sich auf Firmenkosten um den Verstand zu saufen und sich mit Häppchen vollzustopfen bis man fast kotzt. Weil am Ende sind’s ja dann die eigenen Kosten, die Firmenkosten. Scheiß Freiberuflerei.
16. Dezember, 2009 um 15:58
herrje. Wie recht er doch wieder hat. Ich tröste mich mit dem Gedanken die Kosten von der Steuer abzusetzen ;-)) Hat ja auch was.
Prost!
16. Dezember, 2009 um 16:22
Aber bis man das abgesetzt hat, ist wieder ein Jahr vergangen, in dem man an den Kosten der vorausgegangenen Weihnachtsfeier laboriert hat.
16. Dezember, 2009 um 19:49
scheiße, hätte ich das gewußt… na ja, zu spät.
wir könnten uns gegenseitig einladen.
16. Dezember, 2009 um 22:24
Wem sagst Du das. :)
Aber kleiner Tip: ab 23h sind die Leute auf Weihnachtsfeiern immer so besoffen – naja – und wer erinnert sich schon an JEDEN Praktikanten und überhaupt.
17. Dezember, 2009 um 09:25
Weihnachtsfeiern sind das allerletzte, was ich vermisse. Und positiv gesprochen: wenn du deine Firmenweihnachtsfeier mit dir allein feierst kannst du sicher sein, dass der Wein gut ist und die Musik;-)
17. Dezember, 2009 um 11:47
Weihnachtsfeiern werden überbewertet.
17. Dezember, 2009 um 13:22
@burnstl
auch wieder wahr. Wie man´s dreht…Hmpf.
17. Dezember, 2009 um 14:03
Update: war gestern quasi als Alumni auf einer Weihnachtsfeier. Jeder hat selbst die Getränke bezahlt, aber gesoffen als wäre es auf Kosten dritter. Und jetzt der Blick in den Geldbeutel. Gähnende Leere, Hilfsausdruck.
19. Dezember, 2009 um 01:19
man muss einfach andere freiberufler einladen. die kennen das problem und bringen aus schlechtem gewissen dann arschteure geschenke mit. allerdings laden sie einen dann auch zu wiederum ihrer eigenen einmannweihnachtsfeier ein, natürlich verbindlich.
19. Dezember, 2009 um 22:07
Echt?! Bin seit 7 Jahren Selbständig und werde jedes Jahr auf mehr Feiern meiner Kunden eingeladen… Dieses Jahr waren es 5 Weihnachtsfeiern! Durchhalten! Mit den Jahren werden das dann immer mehr Feiern.
19. Dezember, 2009 um 22:08
…bin aber nur zu 3 hingegangen ;)
19. Dezember, 2009 um 23:09
Na ja, ich war schon auch zu einer Kundenfeier eingeladen, wenn ich ehrlich bin. Aber wenn Dinge nicht meiner Argumentation Rechnung tragen, lass ich sie halt weg. Weglassen, lügen und Halbwahrheiten zu meinen Gunsten abgeben ist schließlich das Vorrecht des eigenen Blogs.