Nachleben
Damit es hier nicht genauso albern wie auf meinem Twitteraccount zu geht, mal wieder ein eher schwerblütiger musikalischer Beitrag. Beim ersten Hören mag das noch recht flott und frohgesinnt klingen, aber eigentlich ist es nur die Wehmut, die gut tut. Die eigentliche Stimmung ist dem Rückzug und dem Ausbruch gewidmet. Ich will ganz sicher keine Texte erklären, aber eine Anekdote möchte ich loswerden.
Ich saß mit einem guten Freund in einem Irish Pub und hab mir ein Fußballspiel ohne Ton angeschaut. Ich glaube, es war Bremen gegen Hamburg im UEFA-Pokal und obwohl das Spiel spannend war, kam ohne Ton keine Stimmung auf. Mein Kollege T. meinte daraufhin, das sei wie längst vergangene Spiele anzuschauen, deren Torraumszenen jegliche Brisanz und Emotionalität verloren hätten, aber einen im Gesamten an früher erinnern. Dieser Satz machte mich auf einen Schlag arg melancholisch und so schrieb ich ziemlich bald darauf die Textzeile “I’m watching old football games and ghostly goals from the past.”. Am zweiten Gesang übrigens engelsgleich wie immer, die unglaubliche Kitty2000, die auf ihrer Myspace-Seite u.a. ganz sicher die traurigste Ramones-Coverversion aller Zeiten bietet.
ST. BURNSTER (feat. Kitty2000) – AFTERLIFE
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11. Juli, 2009 um 09:14
Von Gerhard Polt und Otto Grünmandl (Gott hab ihn selig) gab´s mal diese unglaublichen “Gespräche in einem Raum”. Da haben die über eine Videokassette fabuliert mit allen wichtigen Toren der Historie. So ungefähr “Ahhh, Flanke, Tor! Toor! Toooooooor!”
Das war die meine erste Assoziation bei der Lektüre deines Beitrags. Die zweite war dann – und jetzt weiß ich gar net, ob ihr sowas überhaupt hören wollt – dass mich der Gesang der Engelsgleichen irgendwie an Lotsi Lapislazuli erinnert hat. Das war zwar ein sehrer Kaugummipop seinerzeit, aber für einen fränkischen Musiklokalpatrioten nicht nur oberste Bürgerpflicht, sondern obendrein auch ganz selbstverständlich, dass einem die gefallen hat.
Ähm, ja. Keine Ahnung, was ich damit jetzt sagen will.
11. Juli, 2009 um 15:38
Ach, is ja schön. überhaupt wieder was von dir zu hören. Das Grünmandl-Featuring hab ich immer noch nicht daheim, aber danke für’s Erinnern. Lotsi Lapislazuli sagt mir freilich nichts und klingt schwer exotisch, was ja passt wenns aus Franken kommt. Moment, ich gebs mal schnell bei Youtube ein und bin gleich wieder zurück.
PAUSE
Ach, etza, die ThrowThatBeat-Frau. Ich mag ja den Cornfield nur bedingt, aber die Band fand ich gar nicht zwider.
Schau, jetzt hamma doch was zum reden ghabt.
3. August, 2009 um 15:42
Hallo, also ich hatte es nicht ausgehalten ein Fussball sie ohne ton zu sehen.