Lachen ist die beste Medizin
Ach ja, und dann war ich neulich in Sam Mendes “Revolutionary Road”. Im Sony Center. Und um mich und meine Frau herum saßen Menschen über Vierzig, die wohl besser in den Komödienstadel gegangen wären. Lautes Gelächter nach jedem vierten Dialog. Konnten den Schrecken wohl nicht ertragen. Eigentlich fast ein psychologischer Horrorfilm. Züge von Rosemary’s Baby und Stepfather. Man könnte sich glatt vorstellen, dass Wes Craven ein Sequel dreht, wo Leo aus ewiger Rache an Kate durch die Großstadt slasht. Spaß beiseite: ein zutiefst unangenehmer Film mit nur einer übertriebenen Szene, als Kate Winselt diesen hysterischen Lachanfall bekommt. Genau wie das Publikum um mich herum den ganzen Film über. Michael Shannon als der verrückte Mathematiker (warum hat den nicht Russell Crowe gespielt) war natürlich der wahrheitstrunkene Narr von der Gesellschaft zwangsausgenüchtert, aber noch wach genug, um den Untergang von Leo und Kate zu riechen. Der hätte sicher auch bei uns im Kino seine helle Freude mit den Leuten gehabt, die beim in den cineastischen Spiegel schauen zunehmend hysterischer geworden sind.
26. Januar, 2009 um 22:40
Scheiße, war hier im fernen Osten auch nicht anders. Widerlich; vor allem die Horde Pferdemädchen, die wegen Leooo kam.
27. Januar, 2009 um 01:30
Im Ernst? Die dachten wirklich, da gäbe es einen Rest Titanic zu bergen? Das war aber dann ein rüdes Erwachen auf dem Meeresboden der Tatsachen.
27. Januar, 2009 um 10:22
Ging uns auch so. Schrecklich, wenn Leute versuchen einen Film wegzulachen.
27. Januar, 2009 um 10:28
oh ja, weglachen, das trifft es.