An meine Spezl bei Xing
Vorwort: dieser Beitrag wurde motiviert durch einen gar furchterregenden Fluchausstoß des ob meiner Schreibfaulheit grantigen Rationalstürmers.
Ich glaube, ich schulde mir selbst das Eingeständnis, dass ich ich nie ein großer Freund des Internets an sich war. Oder besser: der Philosophie des allzeit Möglichen. Ich fand es nützlich, es half mir bei Kommunikationsangelegenheiten und es bescherte mir das Bloggen, was neben ein bisschen Schmerz im Hintern meistens viel Spaß gebracht hat. Und dann verdanke ich dem Web ja noch meine gesamte Karriere. Seit fast 9 Jahren arbeite ich jetzt in irgendeiner Form fürs Netz, sei es als Praktikant, Promoter oder Chefredakteur. Es waren sicher auch spaßige Zeiten darunter, aber es war nicht ein Tag dabei, an dem ich nicht die Relevanz “meines” Mediums rechtfertigen musste. Es war lange ein Kampf gegen die Windmühlen Fernsehen und Print und als ich ihn in meinem letzten Job eigentlich so gut wie gewonnen hatte, kamen selbsternannte Netzperten der zweiten Generation, drehten Zahlen schmissen mit peinlichen Anglizismen und schon war all meine Erfahrung obsolet geworden. Ich kann eine Menge mittlerweile. Handwerklich wie demagogisch. Was nicht nicht kann und auch nicht mehr lernen werden, ist für pure Reichweite, für den ausschließlichen Umsatz zu arbeiten. Das kann ein Teil sein, aber nicht das alleinige Klassenziel. Dort wo einst friedlich Büffel grasten, stehen jetzt Telegrafenmasten, oder anders gesagt: dort, wo einst Musik war, sind jetzt Titten. Und so, liebe mitlesende Headhunter, streicht ihr mich vielleicht besser aus der Kartei der Internetschaffenden, falls ihr mich da jemals drin hattet. Denn eigentlich kann ich das Web 2.0 genausowenig leiden wie das davor.
Und nächstes Mal exerzieren wir das Ganze mit der Musikindustrie durch.
1. Dezember, 2008 um 14:51
Also, ich habe nichts gegen Titten hier mal und da mal.
1. Dezember, 2008 um 20:03
Ich bin auch eher ein Freund der Philosophie des allzeit Unmöglichen.
1. Dezember, 2008 um 21:45
F: ich bin da sicher auch nicht päpstlicher als der papst, aber sagen wir so: das mit den titten ist ein bisschen wie cheaten um bis zum endgegner zu kommen. kann man mal machen, aber auf dauer ists keine herausforderung. analog: karten spielen und bescheissen. obwohl: beim watten bescheissen ist durchaus eine herausforderung.
mq: das macht das wenig mögliche so reizvoll, oder?
2. Dezember, 2008 um 16:39
Vorab: Ist der werte Herr Stürmer nicht von Haus aus grantig?
Aber wer beim Watt’n b’scheissn tuat, is scho a g’scheite Drecksau. Und da moan i net des bissel odeit’n.
Da muss man schon schauen, dass man nicht erwischt wird. Denn sonst…
2. Dezember, 2008 um 16:51
… und war des etz so schwer?!
Aber damit ich auch noch was zum Beitrag beitrag: Am wichtigsten is eh, dass man irgendwas nicht leiden kann. Und dann sauber umanandgrantln.
3. Dezember, 2008 um 11:20
stt: ich habs mich eh nie getraut
sturmi: wir sollten eigentlich ein schimpfblog machen und es grant hotel nennen.
3. Dezember, 2008 um 14:15
Besser für’s Netz arbeiten als für die Katz
3. Dezember, 2008 um 20:51
Ich hab zwar eh nie Zeit, aber da drüber könnt ich ja auch noch grantln. Bin sofort dabei.
4. Dezember, 2008 um 00:57
sno: is oft nur ein orthographischer unterschied
sturm: war eigentlich nur ein witz, aber wenn ichs mir recht überleg..
4. Dezember, 2008 um 14:58
… sagst halt Bescheid, wennst fertig überlegt hast.
6. Dezember, 2008 um 15:54
Allein für die Reichweite macht es doch keinen Sinn zu arbeiten. Ich habe mir mal die Zahlen (Erlös/Gewinn) von facebook bei wikipedia angeschaut und war ganz schön baff! mit so einer Maschine auch noch so nen fetten Minus zu machen, das muss man erst einmal bringen! Die Reichweite in Kohle umzuwandeln ist die wohl größte Herausforderung, aber das ist ja wohl die Aufgabe der “Anderen”…
Internet macht Spaß (mit
und ohneTitten ;) und das ist wohl das Wichtigste!Happy bloggin’!
13. Dezember, 2008 um 19:35
Verstehe ich den Text richtig? Du hast allen Ernstes schon mal Geld mit diesem Dingsda 1.0-2.0 verdient? Und 3.0 lässte ‘ne Runde aus, weil Du eh schon im Geld schwimmst und lieber Musik unplugged machts?
Okay, dann eben ab jetzt Gott Burnster.
14. Dezember, 2008 um 20:25
Ruzzl: Titten sind natürlich wichtig. Dort wo sie auch hingehören:)
Crezzl: Jenau. Gott segnet Dich.