Luchadores contra el mundo
Ich habe ja meinen Bandscheiben-Vorfall im April alles andere als auskurieren können. Das morgendliche aus dem Bett rollen fühlt sich immer noch an als hätte ich auf einem Amboss übernachtet und hat sich der alte Mann erstmal für mehr als 5 Minuten auf einem Stuhl niedergelassen, dauert das Aufstehen immer genau die Hälfte der abgesessenen Zeit. An Sport ist sowieso nicht zu denken und es wird zunehmend gefährlicher, meinem Hobby, dem Anpöbeln von Idioten, zu frönen, denn im Falle eines nonverbalen Konters bin ich maximal so behende wie Paul Potts beim Zeitunglesen. Müsste ich mir dann noch auf der Flucht die Schuhbänder zubinden oder mein iPhone vom Boden aufheben, wäre sprichwörtlich alles zu spät. So laboriere ich also vor mich hin, versuche nicht zu niesen und lasse Akkupunktur wie Krankengymnastik nahezu täglich über mich ergehen, ohne eine konkrete Besserung zu erfahren. “When The Going Gets Tough The Tough Get Going” hat Billy Ocean mal gesungen. Frei übersetzt: “Wenn die Fahrt hart wird, kommen die Harten erst in Fahrt.” Ich adaptiere das jetzt mal und habe mir gleich hohe Ziele nach meiner Genesung gesetzt. Ich möchte auf die Prowrestling-Schule nach Nürnberg zum Ex-WCW Television Champion Alex Wright. Vielleicht kommt der ortsansässige Kollege Ratzlfinger ja auch mit. Der hat ja nach seiner missglückten Kandidatur eh nix mehr zu tun. Lucha-Libre-Maske hab ich übrigens schon. Seit gestern.
3. September, 2008 um 11:39
Ja, ich sehe die Herausforderung. Nur mit dem Verstehen haperts noch. Aber sag mal, kann man diese im Sinkflug befindlichen iPhones nicht an so fette dicke Rapperuhrenketten aus Platin an die Hose binden? Du wohnst doch in dem Dreh, wo’s den Stuff gibt?! ,-)
3. September, 2008 um 14:08
Was meinstn damit? Ich wohn doch nur am Wedding, nicht im.
3. September, 2008 um 22:15
Der “Borsigkiez” (so hat eine Jura-Perlenpaula aus Hamburg meine – und Deine Ecke mal genannt ;) ) hat ja immer noch den Mauerstreifen bis zum wilden Wedding. Ich hab in den zwei Jahre, in denen ich da lebte noch nie ohne Schnürsenkel rennen müssen. Das heißt, meistens kann ich mich an den Nachhauseweg nicht mehr erinnern.
Hier in am Lac Léman hingegen – aufgepasst!
Cordialement de Genève
4. September, 2008 um 08:19
Ziele braucht der Mensch! Dann klappts auch mit dem Nachbarn… ähm, der Genesung! Gute selbige wünsch ich!
4. September, 2008 um 09:00
Den Herrn Ocean hast Du da aber ganz fabelhaft übersetzt, Burnse! Zu dem Wresteln kann ich nix sagen, ich find’ auch Lutscha als Namen jetzt nicht so treffend, aber ich tät’ Euch Zweien die Pausenbrote schmieren. Wär das was?
4. September, 2008 um 11:06
Gailleton: Borsigkiez. Merkwürdig. In Berlin is einfach alles ein einziger Kiez. Ich grüß rüber zu Ihnen. Melden Sie sich mal wieder wenn im “Kiez”.
Fly: Danke. Und Zielwasser braucht er auch.
Stilhäschebn: jebongt.
4. September, 2008 um 13:32
Find ich auch eine supere Idee, zumal mit dem Stullenangebot vom Hasilein. Mir bitte mit Leberwurscht und Essiggurkerl.
Maske brauch ich net.
10. September, 2008 um 13:04
Stehen zwei Rücken an Rücken; wer von beiden schaut nun nach vorne?