Hin und weg
Zunehmend seltsamer erscheint mir der Alltag. Als hätte man mich herausgenommen und daneben gestellt. Als könne ich in ihn hineinblicken wie in ein Modell eines Einkaufszentrums. Merkwürdig, wie die Leute sich gegenseitig über den Haufen rennen. Und dass sie überhaupt rennen. Hier bei mir, neben den Spuren des Alltags hör ich in der Ferne eine Kirchturmglocke und einen Fluß rauschen. Die Zeit gibt hier nicht viel her und macht mir auch nichts aus. Im Einkaufszentrum stellt man sich den Wecker und anderen ein Bein. Man entstellt sich um der Stellung willen. Hier außerhalb verliert der Status seinen Quo und es stellt sich heraus, dass am Ende niemand gewinnt, weil niemand mitgespielt hat. Im Einkaufszentrum kann man sich nicht leiden, hier draußen kann man sich noch nicht einmal mehr an einander erinnern. So wie der Tag sich seiner Allmacht entledigt, so verliert die Zeit ihre Druckmittel. Der Business Case wird zum Blissness Case und im Fluß der Irrelevanz kann man unter Wasser schlafen.
23. Juni, 2008 um 13:56
Ach wie schön, da wär ich auch gern, also von der gefühlten Stimmung. Wenn sie also tauschen möchten….
23. Juni, 2008 um 14:13
Ich bin da ja selbst meistens nicht. Aber wenn ich mal eine Wohnung da hab, dann lad ich Sie ein.
23. Juni, 2008 um 16:24
Mich auch, Butze. Bitte.
Aber erst … später. Muss hier und da noch ‘was klären.
24. Juni, 2008 um 20:11
Schlimm wird es erst, wenn die Seltsamkeiten zunehmend alltäglicher erscheinen.
25. Juni, 2008 um 12:28
Ach, darüber sind wir doch längst hinaus.