Pastor Burnsters Appell an die Menschlichkeit
Ich liege hier in meinem Bett mit meinem Hexenschuss und mit meinem Abscheu vor den Idioten da draussen. Im Lauf der Jahre hat sich meine Aversion gegenüber der Idioten da draußen verändert. Waren es früher vordergründig weltliche Auslöser, die mich in notorische Überheblichkeit und Versnobheit trieben, so sind es heute eher geistliche. Denn die Hässlichkeit und Dummheit da draußen würden mich längst nicht mehr kratzen, ginge sie nicht oft einher mit Niederträchtigkeit, Habgier und mittelalterlicher Ignoranz. Und das ist auf keine Schicht oder Klasse restriktiert. Die Arschlöcher entspringen den mannigfaltigsten Kulturkreisen. Darunter sind auch eine Menge Blogger, damit wir uns da richtig verstehen. Ich hab’s schon einmal gesagt und ich tue es gerne wieder: Der Minderwertgkeitskomplex entzündet die schwarzen Seelen seiner Träger. Trägerraketen. Ich verweichliche nicht. Von mir gibt es auf Anfrage genauso auf die Fresse wie anno dazumal und für immerdar. Aber was ich mir heutzutage und besonders heute wünsche, ist ein Anfang vom Ende dieser tödlichen Missgunst.
Disclaimer: Ich mag weder Sarah Kuttner, noch bin ich ein Bewunderer von Sven Schuhmacher. Aber das ist ein veritabler Beitrag zum sozialen Burgfrieden. Und jetzt lyncht mich, ich hab ja schließlich nichts gegen körperliche Gewalt gesagt.
21. April, 2008 um 18:29
Amen!
21. April, 2008 um 18:34
dann lieber das.
21. April, 2008 um 20:07
Hm, vor Freude über die wieder anne Kommentarfunktion könnte ich Dir glatt mein übrig gebliebenes ABC-Pflaster von meinem letzten Hexenmeeting schicken – vielleicht hübsch inne Bibel eingewickelt? So als Stimmungsheber de luxe? Da stehste doch drauf, oder? ,-)
21. April, 2008 um 22:38
Schön wenn heute noch Leute auf Purple Schulz stehen ;-)
22. April, 2008 um 00:59
Naja, mich interessieren an der Kuttner immerhin die Titten. Damit bin ich jetzt nicht unbedingt beim Thema, schon klar, aber ich bin ja auch noch nicht fertig. Wobei das wiederum eine solchermaßen dreiste Lüge ist, dass vor einer Lynchung deinerseits – du sanguinisches Pazifistenschwein – ich mir selber ein extragroßes Packerl Watschn verdient hätte. Weil wenn einer fertig ist, dann bins im Moment ich. Und darauf kann mir ruhig die ganze gschissene Blogosfähre bis hinüber ins Land der langen Schatten neidig sein – meinetwegen sogar auch der Fährmann selber.
Ach herrje. Die Stimmen, Entschuldigung.
22. April, 2008 um 04:26
a priori redundanz.
die welt ist voller ignoranten.
was ist semiotik.
get well,
nath
22. April, 2008 um 09:43
Ich kenn’ keine Sarah Kuttner und auch keinen Sven Schuhmacher, und ich verwette meinen Arsch, dass die mich auch nicht kennen. Aber das Video, dieser geahnte Prolog zu einem “German Biblebelt”, das geht mir schwer auf die Eier.
22. April, 2008 um 12:57
Ups. Das ist aber jetzt etwas arg viel Gutmenschigkeit…
22. April, 2008 um 17:26
Liebe Trauergemeinde,
ich hatte Herrn Schumachers Video schon eher als eine Art Slapstick (engl. für “Watschenbaum”) verstanden. Täusch ich mich schon wieder so arg in der Menschheit. Never shall I truly understand und so weiter und so ganz weit fort.
Dein Angebot, Creezy, nehme ich gerne an. Verpack doch das gebrauchte Pflaster in einem Sparbrief der Deutschen Post und schick es gleich an mich. Ich wette, es kommt eh nie an.
Dass ich dich damit hinter deinem Ofenrohr hervorprovoziere war eigentlich klar, Ratz. Und deine Geilheit auf die Kuttner brauchst du auch nicht hinter solchen Ausbrüchen zu verschanzen. Is schon okay, mein alter Freund.
Nath: Ich bin noch bei der Semantik, aber komme gleich nach.
Michael & Godfather: aber der Song an sich ist gut! Singt man das im Bibelkreis? Ich war da schon ein paar Wochen nicht mehr.
Viele liebe Grüße, wie man in der Medienbranche sagt,
B.
22. April, 2008 um 18:45
Pah das Pflaster ist nicht gebraucht, es ist nur das zweite aus der aufgebrochenen Packung, das hat mehr Freude als nur einen Sparbrief verdient.
«Viele liebe Grüße,» Ehrlich? Sagt man so bei den Medialen? Die meinen das bestimmt nett, ernst und von ganzem Herzen, wie?
23. April, 2008 um 08:27
“…Hässlichkeit und Dummheit da draußen würden mich längst nicht mehr kratzen, ginge sie nicht oft einher mit Niederträchtigkeit, Habgier und mittelalterlicher Ignoranz…”
All das kratzt mich schon länger nicht mehr, weil ich erkannt habe, dass es einfach Kleingeister sind, die mein Mitleid verdienen, weil sie mit all den oben genannten Eigenschaften nur schlecht durchs Leben kommen. Jeder trägt sein Pinkerl, und die Kleingeister lebens halt in Ignoranz, Habgier und Niederträchtigkeit gepaart mit Hässlichkeit und Dummheit aus.
Seit ich das erkannt habe, kann ich mit den Kleingeistern auch wesentlich besser umgehen. Musste ich ihnen früher ins Gesicht schreien, dass sie einfach nur deppat sind, reicht mir heute ein süffisantes, wissendes Grinsen…
Und immer, wenn mir so eine Fratze ins Gsicht schaut, muss ich lächeln, weil ich so froh bin, dass ich nicht so sein muss. Das macht mich glücklich.
23. April, 2008 um 10:22
Eine deart zen-ige Einstellung fehlt mir freilich aufgrund meines aufbrausenden Wesens. Allerdings möchte ich anmerken, liebe Fly, dass jemand der aufgrund seiner intriganten Gehässigkeit bis ganz nach oben auf der Karriereleiter kraxelt, nicht unbedingt Mitleid verdient hat. Aber sich überhaupt so aufzuregen, ist ja auch schon wieder eine Art Kleingeist. Insofern bist du auf dem erleuchtenden Pfad und ich noch in der Leidensphase. Keine Ironie.
23. April, 2008 um 11:18
Im Aufbrausen steh (stand) ich dir bestimmt um nix nach…
Doch, auch die, die mit unfairen, beleidigenden und aburteilenden Mitteln die Karriereleiter “auffifliagn” verdienen Mitleid. Denn diese Menschen haben es nötig, ihr Leben auf dem Leid der anderen aufzubauen. Und wissen das auch, wenn sie es auch nicht zugeben würden. Außerdem haben diese Menschen außer ihrer Karriere nichts vorzuweisen, das einer Lebensberechtigung gleichkäme. Und wie armseelig das ist, wissen sie auch, geben es aber auch nicht zu. Daher kann ich nur mitleidig grinsen…
1. Mai, 2008 um 18:26
Ist manchmal, wie häufig unter Menschen, auch eine Frage der Perspektive.
2. Mai, 2008 um 23:53
oh wie ich das nachvollziehen kann. wos das auch ziemlich deutlich wird: im auto. schrecklich wie sich die leute da verhalten
8. Mai, 2008 um 11:25
Straßen sind ein hartes Pflaster, au backe ja.