everybody’s got a hungry heart/
it all comes crashing down
Und genau deshalb gibt es so viele Arschlöcher auf der Welt. Weil uns allen was fehlt. Den einen die Liebe, den anderen die Anerkennung, den dritten ein langer Schwanz, den vierten das Geld und den fünften das Talent. Den sechsten das Glück, den siebten der sechste Sinn, den achten die Achtung und den neunten die Tassen im Schrank. Allen fehlt was. Uns allen fehlt was. Und dann gibt es die, die, wenn ihnen was fehlt, ein wenig verwundert bis traurig sind, vielleicht eine Kunst daraus machen oder sich ein wenig zurückziehen. Und dann gibt es die, die mit ihrem Defizit eine brutale bis mörderische Energie entwickeln. Die erst zufrieden sind, wenn andere noch weniger oder sie selbst am meisten haben. Die Machtmenschen, das ganze Leben lang von Blutdurst und Mordlust angetrieben. Alle die, denen weniger fehlt müssen beseitigt werden. Dass aber egal, wieviel das mordlustige Arschloch ergaunert, am Ende immer noch die Hauptsache fehlt, will er nicht wahrhaben, denn wenn er das tut, treibt ihn die nackteste Angst, dass es jemand merken könnte. Am Ende bleibt genauso wenig wie am Anfang und neben der ganzen schönen Sachen, die am Anfang gefehlt haben, fehlt am Ende auch noch die Perspektive noch etwas davon abzubekommen. Pech gehabt, Arschloch. Und zwar lebenslang. It all comes crashing down.
(abgelegt unter Philosophie für Daheimgebliebene)
23. Januar, 2008 um 06:16
Das klingt nach innerer Zufriedenheit, die dich locker aus der Hüfte schießen lässt.
23. Januar, 2008 um 08:37
dein scheiss text hat mir jetzt gerade noch gefehlt.und wo ist mein verdammter schwanz hin.
23. Januar, 2008 um 10:23
wenn ich mal klugscheissen darf: “dem” einen fehlt…. müsste es heissen, oder?
Ansonsten unterschreib ich dir den Text, so wie er da steht. Das Menschsein gut zusammengefasst!
23. Januar, 2008 um 10:38
Fly: Is doch Plural. Den Einen, den Anderen…, oder was meintest du.
In seiner Gesamtaussage ein bisserl obsolet, aber mir war grade so danach.
Nath: Überleg mal, wann du ihn das letzte Mal gehabt hast.
Lauser: Innerlich zerissen bin ich sogar noch schneller in der Hüftgegend.
23. Januar, 2008 um 12:47
ja, stimmt, jetzt wo du’s sagst, seh ich ein, dass du im Recht bist, ich hatte den Plural einfach übersehen – darf ich das für mich ausnahmsweise auf den deutsch-österreichischen Sprachunterschied schieben?
23. Januar, 2008 um 12:49
schön, und wie brachte gstern eine Bloggerin in ihren Kommentaren so schön auf den Punkt mit «ich will nicht die reichste tote Lady auf dem Friedhof sein.»
Finde ich, ist ‘ne schöne Zielsetzung. Kann man viel Spaß haben mit.
23. Januar, 2008 um 16:24
Ich signiere das auf der gepunkteten Linie.
Als zukünftige nichtreichste Lady auf dem Friedhof, ja, Frau creezy ;-)
23. Januar, 2008 um 16:25
Die guten Partien sind Rutschpartien.
23. Januar, 2008 um 17:58
Und genau deshalb fühle ich mich dann immer wieder so daheim da auf diesem Blog. Wenn’s nicht so abgeschmackt kitschig und dämlich obendrein wäre, tät ich jetzt voller Inbrunst ganz spontan schreiben wollen: Danke. Oder nein. Obwohl. Danke.
23. Januar, 2008 um 19:09
den letzten absatz versuch ich mir so ähnlich auch immer zu sagen wenn mich beim überholen in meiner klapperkiste mal wieder eins dieser alphatierchen von der linken spur mobben will…
24. Januar, 2008 um 01:06
Julie: und deshalb bist du so herzlich willkommen hier.
Rossi: und? klappt nicht, oder?
24. Januar, 2008 um 02:48
klugscheißen die nächste: DEN Einen, DEN Anderen und DEM Dritten und dem Vierten …
und warum ist man gleich Arschloch, bloß weil was fehlt ?
da bin ich nicht einverstanden. bei aller blogliebe.
24. Januar, 2008 um 07:22
Diesen Aspekt des Mangels als Arschlochfaktor hast du sehr gut erklärt. Zweifler und Verschwörungstheoretiker wird es immer geben.
Für gentechnisch bedingte Arschlöcher entwickeln wir in unserem Institut gerade eine entsprechende Verdrängungstherapie in einer umfangreichen Selbstversuchreihe. Will keep you posted.
24. Januar, 2008 um 10:36
Pocoos: Plural. Die einen, die anderen, die dritten, die vierten. Und nicht jeder dem was fehlt, ist ein Arschloch, kommt drauf an wie man damit umgeht. Das ist ja die Essenz. Bitte nochmals genau nachlesen, bei aller Leserliebe:)
Carlos: Ich bitte darum.
24. Januar, 2008 um 16:19
Wissenschaftlicher Zwischenbericht
Rektalanalyse
von Arschkeks
Du wirst als Arschloch nicht geboren,
du wirst zum Arschloch erst gemacht.
Schreib dir das hinter deine Ohren,
denn man verarscht dich Tag und Nacht.
Arschgesichter küsst man nicht
schon gar nicht mit der Zunge.
Hält der Muskel nicht ganz dicht,
freun sich Darm und Lunge.
Und, beim Arsche des Phropheten,
arschgefickt und arschgetreten,
geht dir was am Arsch vorbei,
zeig ihnen dein Arschgeweih.
Vielfach – Himmel, Arsch und Zwirn -
sitzt im Arsch auch das Gehirn.
Dann folgt stets der alte Jammer
und am Arschloch hängt der Hammer.
Will keine Sau dich ums Verrecken
liebevoll am Arsche lecken,
und auch niemand Zucker pusten
lass ihn ruhig mal kräftig husten.
24. Januar, 2008 um 16:32
[...] Thema Hinterngründiges hat sich jetzt auch ein renomiertes Forschungsinstitut aus der Reichshauptstadt [...]
25. Januar, 2008 um 19:45
vielen dank. so langsam lerne ich es ja auch ;)
25. Januar, 2008 um 22:13
Ja, ich ruhe und raste nicht, der Welt Erleuchtung zu bringen.