Die Dienstagsfarce (1)
Keine Band kann so schlecht sein, wie sie die Plattenfirma hier macht. Nicht einmal Jennifer Rostock. Kein Bock auf Verlinkung übrigens.
Jennifer Rostock machen’s anders! Am Mikrofon fährt Jennifer ihre Krallen aus, Wahrheiten schmettern aus ihrem grell geschminkten Mund und Rücksicht gibt es nur im Konjunktiv. Mancher blickt pikiert und rümpft die Nase, während der dreckige Rest zu blendenden Stakkatoriffs und morschen Analog-Keyboards hüpft und zappelt. Bass und Gitarre greifen dem Synthie an die Eier und ziehen, bis es rockt. Doch da sich das Tanzbein nicht von allein in die Disko trägt, schiebt sich immer wieder ein knackiger Beat aufs Parkett. Schon seit ein paar Monaten sind Jennifer Rostock mit ihren Songs unterwegs, beglücken (nicht nur) die Berliner Szeneclubs und krakeelen sich ihren Weg frei. Mit Texten zwischen Poesie und Rotz. Mal struppig, mal gierig, mal süß – aber niemals mit Blatt vor dem Mund! Alles ist vintage, trägt pink und bewegt sich epileptisch. Die Leute gucken skeptisch!? Ist egal!
PS: Nur Plattenrezensionen können noch blöder sein.
22. Januar, 2008 um 12:12
wahrscheinlich war der praktikant, der das geschrieben hat, noch vor monaten redakteur bei einer innovativen schülerzeitung.
ich kann mich allerdings erinnern, daß ich in ganz früher jugend ähnlichen scheiß geschrieben habe. und ihn auch noch gut fand. wenn ich die zyklisch wiederfinde, meist beim einpacken für einen umzug, kann ich nicht anders, ich muß sie noch mal lesen … und winde mich dabei in krämpfen.
22. Januar, 2008 um 12:38
Du bist also skeptisch?
Ey, mir doch egal, da steh’n wir voll drüber!
[omg]
22. Januar, 2008 um 12:54
großartig! das ist poesie, mehr davon!
22. Januar, 2008 um 13:57
“Epileptisch” ist das Schlüsselwort zum Verständnis des Texts.
22. Januar, 2008 um 14:03
Zum Kotzen! Sich jetzt die vollen Tanzflächen auch noch mit dem Deppen Beat teilen müssen. Frag doch mal an, was die in der Company so zu sich nehmen, ausser Bionade.
(Eigentlich klingt das wie die schlechten Texte, bei denen sich herausstellt, die Artisten mussten die über sich selber schreiben.)
22. Januar, 2008 um 21:19
Praktikant?
Ich würde eher sagen, dass wir hier ein prima Beispiel dafür haben, warum eine beschissene Industrie seit Jahren den Bach runter geht. Zu recht!
Wobei, zu dieser Ossi-Maulaufreisser-Popkotze passts ja. Die sollen was arbeiten!
22. Januar, 2008 um 23:33
Ich hab mich eh schon gefragt, wo du so lang bleibst, Herr Sturm.
23. Januar, 2008 um 09:57
Nicht ärgern, eigentlich nicht einmal wundern.
23. Januar, 2008 um 19:29
Ich geh jetzt mal den Synthie an den Eiern ziehen bis es rockt.
harharhar
24. Januar, 2008 um 12:38
krass erbärmlicher wie sie da versuchen einem diese scheisze unterzujubeln. unglaublich.