Maritimer Winterschlaf (ein Nachtrag)
Als wir letztes Jahr das erste Mal in Ahlbeck residierten, waren die Schatten noch nicht besonders lang und die Ostsee war noch nicht lange aus ihrem Winterschlaf erwacht. Der Sommer lauerte schon, aber wir wussten noch nicht, dass er eine ausnehmend zahme Bestie sein würde. Überall schwollen die Menschen aus den Hotels auf die Promenade. Alles war auf den Beinen. Neulich, 8 Monate später, sind wir wieder da gewesen und nahezu die einzigen. Das Meer hat sich zurückgezogen in seine verdiente winterliche Privatsphäre, der Strand ist geräumt und die Promenade ist seelenleer. Keine Sau kauft in den wenigen noch offenen Läden ein und die Hotels und Pensionen sind auf Notpersonal reduziert. Und ganz sicher nicht zu unrecht. Hatten wir einen Pool und ganze Hotel-Etagen für uns alleine? Hatten wir.


17. Januar, 2008 um 21:38
Ja, das ist eine ganz eigene und sehr faszinierende Zeit an der See. In D sollte man da immer im Winter hin.
17. Januar, 2008 um 22:42
So muss Meer aussehen. Nicht dieser seichte, azurblaue, pisswarme Mist ausm Mittelmeer. Grau kann so schön sein.
17. Januar, 2008 um 23:21
Mouchi & Pils: Ich muss sagen, ich bevorzuge den Winter an der Ostsee auch mittlerweile. Dass sich da echt niemand blicken lässt, ist die Definition von Entspannung. Menschen nerven nur.
18. Januar, 2008 um 02:20
wie recht Sie haben.
selbiges werde ich sogleich bestaunen.
ich bin dann mal weg.
18. Januar, 2008 um 11:11
Ich glaube, wenn mehr Menschen Usedom kennen würden, würden es auch mehr Menschen lieben. Aber immer würde der Strand breit genug für alle sein. Denn Usedom gibt die Liebe zurück.
18. Januar, 2008 um 12:35
Aber ganz ehrlich: Die kulturelle Verödung des Ostens hat halt grade so vor der Promenade Halt gemacht. Bis zum Strand muss man schon einiges an Ungeist und ästhetischer Verwahrlosung durchstehen. Zinnowitz mag ein schöner Ort sein, aber was ist schon an Ahlbeck schön bis auf die fantastische Strandkolonie?
18. Januar, 2008 um 13:24
Ich mag diese leise Melancholie der Nach – und Nebensaison. Man könne daraus Motti klöppeln: “Mein Leben hat immer Nachsaison” oder so ähnlich.
18. Januar, 2008 um 14:27
Ist ja ganz im Sinne und Stil von “Wo ich bin, ist immer Herbst.”. Einem Shirt, mit dem Sie sich bei mir unsterblich gemacht haben, werter Kollege Dreisieben.
18. Januar, 2008 um 15:40
10 Minuten Entfernung und es sieht genauso aus! Deshalb: Kiel (aka “Nabel der Wlet”) :)
18. Januar, 2008 um 15:58
Aber nach Kiel fahr ich ja noch länger, mein junger Padawan.
20. Januar, 2008 um 02:50
Usedom im Winter…
Usedom im Winter ist schön. Behaupte ich mal jetzt. Allerdings bin ich nicht der einzige, der diese Meinung vertritt. Auch der Herr Burnster hat dazu seine Meinung.
Übrigens sind die einzelnen Badeorte vom Strand aus gesehen eigentlich gleich sc…
20. Januar, 2008 um 19:00
der”Ungeist und [die] ästhetischer Verwahrlosung” lässt sich wunderbar auf pixel binden. habe noch einen ordner voll vom letzten besuch.
21. Januar, 2008 um 03:28
Hosen runter, Sabbeljan.