Es sind die kleinen Dinge (die töten)
Ich bin ein bisschen krank. Nix Gravierendes, aber doch ein bisschen Fieber, ein bisschen Rotz und ein Kopfschmerzerl dazu. Dieser Zustand ist kein schöner und er macht mich noch sensibler als ich ohnehin schon bin, sehr zur Freude meiner Freundin. Aber dieser Zustand bringt auch eine Fähigkeit mit sich: Ich vermag genau zu erkennen, was mich überanstrengt, was mir schadet, was ich mir sparen kann. Und zwar in einer Detailgenauigkeit, an die bei Wohlbefinden nicht zu denken wäre. Ich hab mir mal ein paar Dinge aufgeschrieben, die mich schon in der Sekunde ihrer Rezeption wieder ein Stückchen kränker gemacht haben:
2. Das Knacken von Glasscherben auf Asphalt unter meinen Wildlederstiefeln
3. Der Vorname Jenny
4. Die Vorstellung, am Tag noch fünf Meetings vor mir zu haben
5. Die Druckintervalle des Farbdruckers hinter meinem Büro
6. Der Anblick von Nasenpiercings in der M10 auf Höhe der Prenzlauer Allee.
7. Das zu schnelle Gehen in Richtung Firmengebäude
8. Zuviel Fred Perry Merchandise am Arbeitsplatz
9. Das sonnenverbrandte Gesicht der im Grunde sehr freundlichen Kamps-Bäckerin
10. Die Website zum Otterzentrum
Wenn ich also in Zukunft wieder mehr zum Schlafen komme, regelmäßig Vitamine zu mir nehme und obige Punkte meide oder gar optimiere, sollte die nächste Grippe eigentlich noch eine Zeit auf sich warten lassen. Und abschließend die Frage: Kennst du das Phänomen, Leser? Kennst du die kleinen Dinge, die dir weh tun, wenn du eh schon angeschlagen bist? Dann sag sie mir!
29. August, 2007 um 16:05
Steinchen im Schuh – kalte Unterarme – trockene Augen – Mädchen mit kieksigen Stimmen – die Gewißheit, daß mein Zuhause noch so weit weg ist – die Erkenntnis, leider schon daheim zu sein – ist “alles” auch so eine Kleinigkeit?
29. August, 2007 um 16:45
o Kalte Füsse, bzw Kälte im Allgemeinen
o Kohlensäurehaltiges Mineralwasser
o Nässe (vorallem in Form von Regen)
o Lange Arbeitstage
o Lautstarke Stimmen
o Schlechtes Fernsehprogramm
o Alle Sätze die mit “Es gehört sich nicht” anfangen
29. August, 2007 um 17:11
Alles außer Holsten.
Warum fragst Du? :)
Vllt. mach ich mal ein Stöckchen draus – denn recht hast Du!
29. August, 2007 um 17:21
Ich als Urheber eines Stöckchens?! Huhu, das ich das noch erleben darf/muss.
29. August, 2007 um 20:22
Ähm… Wildlederstiefel?
(Trägst du die mit oder ohne Strumpfhosen?)
29. August, 2007 um 21:28
Das mit den Wildlederstiefeln… da hab ich auch, nun ja, das kommentiere ich nicht.
… keine Milch für den Kaffee im Haus und alle Geschäfte schon zu. Ex aequo mit dem vollbiologischen Leichtmilchgschlader, das die Kollegin für den Bürokaffee kauft. Und “Länger frisch”-Milch, die schmeckt nämlich wie verdünnte Maresi. Na wäh.
29. August, 2007 um 22:56
LETZTE WARNUNG: Herr St. Burnster, wenn ich hier noch einmal “Iron Maiden” lese, könnte es passieren, dass ich mich der Versuchung hingebe, Sie zu duzen.
29. August, 2007 um 23:16
1. Der Knattermann.
Ich schaue aus dem Fenster und Parterre gegenüber tritt der Knattermann vor die Türe und geht zu seinem Motorrad. Die Knattermaschine geht nie auf Anhieb an. Wenn die Maschine läuft, setzt sich der Knattermann seinen Stahlhelm auf. Ein Bekannter des Knattermanns taucht plötzlich auf und die Knattermaschine geht aus. Der Helm wird wieder abgenommen und das Kraftrad neu gestartet. Beim 14. Versuch knatterts wieder. Jetzt unterhalten sich die beiden über, wahrscheinlich, wie man am effektivsten die Gegend zuknattert. Die Maschine macht die gewohnten Geräusche – einfach mal ne Stunde knattern lassen.
29. August, 2007 um 23:55
Da wär ich ja morgen früh noch nicht fertig.
30. August, 2007 um 04:31
…federer fuehrt bereits mit zwei zu null an saetzen.voraussichtlich gibt es keine fuenf,die ich zum einschlafen dringend braeuchte.federer is my iron maiden.
war das wirr enough ?
nath
30. August, 2007 um 10:43
Sno & Julie: ohne Strumpfhosen, aber mit engen Jeans. Resultat ist dasselbe. Zufrieden?
30. August, 2007 um 14:26
“Rime Of The Ancient Mariner�
Wobei der Song an sich großartig ist. Powerslave eine klasse Scheibe.
30. August, 2007 um 15:10
Ich könnte das nicht benennen. Wenn ich krank bin, werde ich komplett zur Autistin.
30. August, 2007 um 15:57
und ich dachte die kleinen dinge die töten wären kugeln und pillen.
30. August, 2007 um 21:29
Damit Sie was zum Nachdenken haben, Herr Sabbeljan, deswegen mach ich meine Überschriften:)
30. August, 2007 um 22:02
Ich habs nicht vergessen, Berni. Aber ich komm ja zu überhaupts nix mehr.
Oiso, Oida, ois Guade! Und lass di recht gscheid drucka.