Die Entstehung des Spuks
Für alle Leser, die immer noch nicht begriffen haben, dass ein kaputter Text nicht notwendigerweise eine besorgniserregende Laune des Hausherrn bei der Niederschrift bedingt, habe ich hier einmal die Umstände festgehalten, unter denen der morgen folgende Text “Der Spuk” gerade entsteht. Viel Vergnügen beim Gruseln.
Mitternacht ist Geisterstunde bei St. Burnster!

18. März, 2007 um 14:59
Ist das Tabsco in dem Shaker? Würde dann alles erklären :P
18. März, 2007 um 15:02
Das ist Stierblut, aber mit einem Schuss Tabasco.
18. März, 2007 um 15:02
Am meisten fasziniert mich an dem Stilleben das Stuhl-Decor … das ist so wundervoll non-ikealike … Wie auch immer: guten Appetit! Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich mit dem „Burnster ist Müsli mit frischem Obst“-Bildnis klar kommen werde in nächster Zukunft, ganz klar etwas, was an meinem Evolutionsbedürfnis kratzt.
18. März, 2007 um 15:11
Große Idee, das. Eigentlich.
Aber ich kann mich creezy nur anschließen, das desillusioniert gar garstig.
Am Ende trägt der große Burnster noch handgestrickte Multicolor-Socken und Haarband.
Nee, das wollen wir Leser gar nicht wissen. Nicht mal eine Zigarette hat sie Dir gelassen. Das bist doch nicht mehr Du.
18. März, 2007 um 15:12
Und wer weiß, vielleicht ist das nicht mein Frühstück. Vielleicht nicht meine Wohnung, vielleicht nicht mein Leben.
18. März, 2007 um 15:39
Perfekt pariert. Mist.
(Und wie immer kommt der bessere Kommentar erst nach dem Abnicken: Bei dem Vitaminalarm käm’ mir auch das Grausen.)
18. März, 2007 um 17:07
Erstens wirst dir noch ein Magengeschwür holen, wennst beim Essen lesen tust, und zweitens isses ja nie das eigene Leben.
Zusammengeklaut und zusammengelogen, die ganze Scheiße. Hier einen Rest Sperrmüll aufgeklaubt, dort ein Sonderangebot mitgenommen, aber Hauptsache schön gelabelt mit dem rechten Maß an Dandy-Verfall und fairem Kaffee. Und wenn schon der letzte Pissetropfen in die Unterhosen geht, dann sind die bittschön aber wenigstens American Apparel. Hauptsache, von der letzten Nacht sind noch ein paar Kratzer aufm Rücken zu sehen, damit auch die Halbgestorbenen weit weg aufm Land sich den letzten Rest an Erinnerung daran, wie das denn damals war, zusammenkratzen und ins feuchte Höschen stecken können. Und Hauptsache Widescreen und Technicolor, weil der Fernseher ja das Allerletzte ist, was vom Daheim noch übriggeblieben ist, und wenn man sich schon die Augen ruiniert, dann doch wenigstens mit dem richtigen Film.
Währenddessen kann man sich dann still und böse ins Fäustchen lachen und schon mal überlegen, wie denn der Nachlass geordnet sein soll. Bei ebay verscheppern oder lieber doch als ordentlich verschnürtes Päckchen und mit Monaco-Franze-liker Autogrammkarte an alle die verschicken, die man einmal verarscht hat, an diese ganzen lebendigen Themaverfehlungen, die nichts gecheckt haben und noch weniger gespürt, die sich immer nur in das Licht gestellt haben, das nun einmal von einem ausgegangen ist, damals, als man noch wer war und noch nichts werden musste. Und die nicht ansatzweise verstehen, dass es tatsächlich langer Überlegung bedarf, ob es jetzt Tabletten sein sollen oder doch eher warmes Badewasser und das Rasiermesser vom Opa, weil man ist ja Pazifist, da kommt eine Kugel nicht in Frage, und beim Auto sind ja noch ein paar Leasingraten offen.
18. März, 2007 um 17:37
Jetzt gruselt’s mich aber, Herr Rationalstürmer. Besser als du hätte man nicht überleiten können. Ein paar Stunden noch bis Mitternacht. Dann kommt der Spuk.
18. März, 2007 um 19:49
So sieht also dein berüchtigtes Vitaminfrühstück aus, ich hielt das ja eher für ein Gerücht. Und dann noch frisch gepressten Saft bestellen wollen, also wirklich.
18. März, 2007 um 19:59
Pssst, Frau M*. Jetzt den Bezug zum realen Leben herzustellen, wäre fatal. Der Leser soll doch verunsichert bleiben ob dem Wahrheitsgehalt dieses Beitrags;)
18. März, 2007 um 22:09
Dieses salamiartige Etwas sieht nicht so lecker aus, und die Toasts könnten etwas mehr Bräune vertragen.
18. März, 2007 um 22:18
gute güte, bonanza-stühle (bei uns hießen die so, warum auch immer). die stehen bei meinen eltern auch noch rum und werden fleißig genutzt.
18. März, 2007 um 22:37
Dieses salamiartiges Etwas ist feinste Mailänder vom Feinskost-Italienier und die Toasts mag ich so. Also immer vorausgesetzt, das wäre tatsächlich mein Frühstück.
Sjule: Kuriose Begrifflichkeit.
18. März, 2007 um 23:01
Ich freu mich schon. So ein feiner Spuk ist immer eine denkwürdige Angelegenheit. Ich erinnere mich. Spuk-Geschichten. Der Spuk bei John Sinclair. Und überhaupt: Gespenster-Geschichten. Hui Buh.
Sagte ich schon? Ich freu mich.
18. März, 2007 um 23:03
[...] machts spannend. Um 12 bringt er eine Spukgeschichte. Oder [...]
18. März, 2007 um 23:24
Meine Art von Spukgeschichte ist natürlich ein wenig -äh- anders.
18. März, 2007 um 23:31
Ach. Jetzt hatte ich mal ein wenig B-Movie-Qualitäten hier erwartet und was is? Nix. Wieder nur ne bayuwarische Spukwurst… har har har ;-)
19. März, 2007 um 11:46
mmh.
20. März, 2007 um 21:39
Jetzt tun wir mal so, als ob es den Salami-verkaufenden Feinkostitaliener im richtigen (???) Leben gibt. Dann nehmen wir mal nur so an, dass der auch die LemonSoda verkauft, die da so rumdost.
Wo wäre dann (angenommen, es gäbe ihn) der verdammte Feinkostitaliener? Berlin? Straße? Hausnummer? Öffnungszeiten? Haben die auch die Orangenversion?
21. März, 2007 um 01:31
Die Orangeversion hätte ich dann extra angefordert. Zudem gäbe es einen vergleichbaren Laden in der Danziger so um die Hausnummer 18 rum. Das wäre dann ungefähr zwischen Sredzki und Schliemann. Aber ist ja alles nur Fiktion, wa?