Post von Tensfelder
Guten Morgen. Das kam gestern mit der Post aus Spanien. Soll ich euch weiterleiten und euch schön grüßen.
Servus Leut,
da spricht der Tensfelder Fons. Des is nett vom Burni Burnster, dass er mich a weng schreiben lasst und es auch abdruckt. Ich hab ja selbst gar keine Zeit mehr zum Bloggen. Der Burnster und ich ham ja eine Weile zusammen in Barcelona gewohnt. Also nicht in einer WG, sondern in ein und derselben Stadt halt. Es war jetzt nicht einmal unbedingt dasselbe Viertel, weil der Burnster hat im Raval und ich im Borne gewohnt. Gearbeitet hat der gar net und ich war eine Zeitlang am Empfang von der Deutschen Botschaft, da oben wo die Diagonal in den Paseig De Gracia neischneidet. Aber was ich eigentlich erzählen wollt: Der Burnster, der hat ja immer so getan, als wär’s ihm schwer gefallen in Barca. Blödsinn. Der brauch gar net jammern. Während ich mir die ganze Zeit irgendwelche depperten Touris anhören musste, die ihren Perso verschmissen haben, is der Burnster von einem Cafe zum anderen getingelt. Einmal hat er so eine Asiatin dabei gehabt, dann wieder so eine blonde, dann wieder so kleine Spanierin. Der faule Hund hat sich die Sonne auf den Ranzen scheinen lassen, hat kein Wort Spanisch gelernt und hat den ganzen Tag Kaffee gesoffen und Zigaretten geraucht. Und auf d’Nacht hat er die San Miguels weggehaut wie nix. Wenn wir uns dann mal getroffen haben, hat er geheult, dass ihm Berlin fehlt und die Leut da und so weiter. Dass er dann wegen einem Job nach zwei Monaten wieder zurück gegangen ist, hab ich ja nie verstanden. Wenn ich hier weggeh, dann geh ich nach Bayern, in die Berg, nach Regensburg oder schlimmstenfalls noch nach Minga. Aber von Barcelona nach Berlin, geh, geh, geh. Wisst’s ihr überhaupt, was wir für ein Wetter in Barcelona haben? Da ist die Bewölkung selbst im Winter eine riesige Ausnahme. Ich weiß auch net, was den Burnster reitet, dass er jetzt wiedet in Berlin in seinem Büro hockt, jeden Tag neun verfluchte Stunden. Mir geht’s gut hier. Ich bin mit einer sehr netten Katalanin zusammen, die einen Fisch kocht, dass du sagst: welch ein Fisch. Außerdem hab ich jetzt so eine Art Assistentenstelle an der Uni, am philologischen Lehrstuhl und wie g’sagt, das Wetter ist halt 1A. Ich versteh den Burnster gar net, aber der wird schon wissen was er tut. Alt genug ist er ja.Viele Grüße aus Barcelona,
Fons Tensfelder
9. März, 2007 um 11:13
Yo, Burnster, dat is’ man jetzt aber so richtig dumm gelaufen, ne? Ich hab’ ja aufgrund meines greisigen Lebensalters geahnt, dass Du uns hier immer täglich Deine Bären aufbindest. Hab mir aber immer so gedacht, och, so’n zottliges Haustier extra? Warum nicht? Ich mag ja Viecher im Allgemeinen und im Besonderen. Deswegen lese ich ja auch hier bei dem bayerischen Urviech.
So, und jetzt gehe ich mal die Telefonnummer von einer superschicken Gesprächstherapeutin für Dich ermitteln – diese ewige Unzufriedenheit egal an welchen Traumort Du gerade bist, das bringt ja nichts auf Dauer. Das hält Dich doch nur davon ab ein dicker fetter Patriarch zu werden und das woll‘n wa ja nich, ne?
@Fons
Danke für die offenen Worte und viel Spaß mit Frau & Fisch!
9. März, 2007 um 13:17
Creezy, du greises Orakel von Berlin, du musst dem Fonsi jetzt aber auch nicht alles glauben. Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen zwischen den ganzen Alter Egos und niemand wird sie je vollständig enthüllen. Muhahahaha.
9. März, 2007 um 13:26
Bei schönem Wetter kann jeder gute Laune haben. Ausserdem ist Berlin sowieso die größte katalanische Stadt ausserhalb von Spanien.
9. März, 2007 um 13:50
Ja der Herr Professor. Des is jetzat aba a Freid! I hab scho denkt, was der wohl macht, der Fonse.
Übrigens hab ich mir in Barcelona au scho den Arsch abgfrorn im Winta. Grad warmzittern hab mi miassn. I guck mal, ob I no a Buidl hab, Moment mal … aha da issas ja:
http://static.twoday.net/lustgrufti/images/barcelopa.jpg
Des muaß an dem Dreibhausglima liegn dasses ietzat nimma so koid is.
9. März, 2007 um 13:53
Mei, Edi, grias de. Gschmeidigs Foto. Fralle is auch kalt in Batze, aber da Himme is halt blau. Und um’s blau sein gehts doch im Endeffekt allawei. Stimmts, oda hab ich recht?
9. März, 2007 um 15:54
Freili, so blau, blau, blau (macht der Enzian). Hau weg den Scheiß!