Gut beobachtet
St. Burnster empfiehlt: Meine Kolumne NME WATCH bei Vertigo FM. Hier ein Auszug aus den Alben und Singles der Woche vom 4.11. Wenn ihr wissen wollt, was man wissen soll in Punkto neuer Musik, dann bitte jetzt einverleiben!
CD der Woche ist das Debütalbum der The Long Blondes und das war ja zu erwarten. Wenn selbst Janne Wigger die Kanne schwingt, dann muss ja was dran sein: neun Punkte! Kate Jackson, Agentin mit Herz, war gestern. Heute ist Kate Jackson, “the coolest pop star around”. Weitere Empfehlungen spricht der NME bezüglich Beirut, der neuen Mercury Rev und Joanna Newsom aus. Letztere ist eine psychadelische Harpunistin (spielt Harfe) und da solltet ihr unbedingt mal reinhören. Zauberhaft ist echt das Schlüsselwort dafür. Damien Rice, der Weichspüler, wird zurecht verrissen und wer braucht schon eine Best-Of Moby? Das Klassikalbum ist das Debüt der Pretenders. Keine Einwände.
Singles, die die Welt braucht gibt’s von den erzbekloppten Brasilianern CSS mit “Alala” und den Pigeon Detectives mit “I Found Out”. Ganz wundervoller Postpunk ist das. Mehr Singlespaß von Kasabian (“Shoot The Runner”), Tapes’n'Tapes (“Omaha”), freakin New Rave von Simian Mobile Disco (“Tits & Acid”) und den neulich hochgelobten Little Man Tate mit “Man I Hate Your Band”.
14. November, 2006 um 14:03
“Oâ€? von Damien Rice ist in meinen Augen eine verdammt wunderschöne Hammerplatte, und ich möchte zumindest Verrisse dieses Albums, die von Weichgespüle reden, verreißen. Aber dann für Aström und Gonzalez jubeln und auf Boy Omega-Konzerten gerührt Bier trinken. ;) Die neue Platte habe ich noch nicht gehört, allerdings. Unter Weichspülschund fallen für mich R. Kelly, Michael Bublé, Helmut Lotti und auch die orangen Agenten der Plastikpflanzen, Brunner & Brunner. Wenn man qualitativ ein wenig zulegen wollen würde, vielleicht auch Norah Jones oder Krähjammerlappen James Blunt….
Die Newsom muss ich dringendst hören, auch wenn mich selbst meine Mutter (!!!) gestern anrief und begeistert fragte, ob ich die kennte, nachdem sie Frau Newsom im DLF gehört hatte. Jetzt werde ich noch ein wenig mit Rumkugeln rumkugeln und mich darüber rattenschwarz ärgern, dass sie die “Crema Catalana� bei Plus ausgelistet haben. Nicht mehr zu bekommen. Dreckmist! Große Grüße gen Barcelona, bestester Burnster. :)
14. November, 2006 um 14:15
Ich bin ja nicht für meine Toleranz in Sachen Musik bekannt, aber dir verzeih ich den Milch-Rice, Ole. Dir schon. Das mit der Crema Catalana ist eine bodenlose Unverschämtheit und genau wie Helmut Lotti eigentlich ein Fall für den Verbraucherschutz.
15. November, 2006 um 13:54
Das ehrt mich zutiefst, auch wenn ich den Rice-wolf zwar an einigen Stellen etwas pathetisch finde, sich mir aber nicht erschließt, wo er, dessen Album überwiegend kammermusikalisch, hallfrei und nur mit kleiner Streicherbesetzung statt mit säuselnden Orchestern, ohne klebriges Falsett und aufgedreht Hallregler, denn nun so viel weichspüliger ist als andere Szenegrößen wie die Herren Aström und Kellermann (Tiger Lou) beispielsweise. Tendenziell finde ich auch José Gonzalez fast “softer”, wenn auch zurückgenommener. Ich weiß um Deinen famosen und fundierten Musikgeschmack, ich kenne meinen, kenne die Überschneidungen und die Debatte hier amüsiert mich zuvorderst. Was genau Du so lenoresk an Herrn Rice findest, würde mich bei alledem aber schon interessieren. :)
15. November, 2006 um 14:07
Ach, das ist überwiegend ein Vorurteil, das ich nicht aufgeben will, mein Bestester!