Land unter
So weit, so ungut. Das Licht in meinem Zimmer hält es mit Morrissey (“There Is A Light That Never Goes Out”), dafür geht das Wasser nicht mehr an. Erste Kakerlakensichtungen wurden durch meine Mitbewohnerinnen an mich herangetragen, der Nachbar praktiziert 24/7 Powerkaraoke und der spanische Mobilfunkanbieter verschlingt mein Guthaben, als wäre es ein All-You-Can-Eat Büffet. Dazu schrieb er mir heute sage-und-lese 10 SMS, um mich darauf hinzuweisen, dass mein Saldo in nur 24 Stunden von 13 auf 3€ geschrumpft ist. Die Leute im Sprachkurs sind im Schnitt 19 oder/und Mitglieder der Münchner Rising Schickeria und über das Thema WLAN sprechen wir besser gar nicht mehr. Ebensowenig wie von der überteuerten Wohnung, die mindestens 8qm kleiner ist, als angegeben und dem unglaublichen Stundenlöhnen für Lehrkräfte. Dass die Preise für alles in Barcelona in den letzten zwei Jahren um 30% gestiegen sind, fällt da kaum noch ins Gewicht. Heute hat es 20 Grad und strahlenden Sonnenschein.

6. November, 2006 um 15:15
das wetter und mitbewohnerinnen schaffen einen echten neidfaktor. mit den rest bin ich hier in “good-old” ganz zufrieden. schöne bilders …
6. November, 2006 um 15:23
Para poder llegar al otro lado
hay que empezar derribando
el primero de los muros.
(Control Machete & Ely Guerra, De perros amores)
Weil amal ehrlich, Burns: Tätst du was gschenkt nehmen? Oiso. Und so ein bisserl ein eschatologisches Vorspiel auf dem Theater sehn doch die Leut immer wieder gern. Kakerlaken und des Münchner Saugschwerl natürlich immer ganz austreten. Insektenspray hilft bei sowas net.
6. November, 2006 um 15:28
Ich nehm alles gschenkt mittlerweile. Und schau ned mal mehr jemand ins Maul hinterher. Ich hab genug gefightet.
6. November, 2006 um 16:03
Vielleicht wäre ein Spendenkonto eine Lösung? Ist ja bald Weihnachten, da öffnen sich die Herzen und Geldbeutel…
6. November, 2006 um 17:57
Jetzt wär dem oldman sein Wohnmobil nicht schlecht.
Na MC, wie schauts aus?
6. November, 2006 um 17:59
Ich hab leider keine Bekannten in dieser spanischen Ecke.
6. November, 2006 um 19:07
Klingt alles nach einem anstrengenden Anfang am Südstrand. Immerhin müssen Sie nicht frieren, der Rest wird hoffentlich noch …
6. November, 2006 um 20:36
… dennoch entnehme ich deinem heutigen Bericht etwas Gutes: es kann nur besser werden.
Keep it up! Du möchtest nicht wirklich gerade hier im grauen, kalten Berlin sein ;-)
6. November, 2006 um 22:12
das wird schon, ich bin mir da sicher. what goes down must come up oder so. und dann haste auch noch das schöne museum vor der nase.
7. November, 2006 um 08:44
Sollte MC sich mit dem Wohnmobil und einem Fresspaket für Burnie gen Süden aufmachen, bitte ich um Bescheidsagung. Bin dabei, Sachen sind schon gepackt!
7. November, 2006 um 11:13
spanien kann schön sein. 20 jahre erfahrungen. aber die großstädte…also so unmittelbar…da kann ich nicht mitreden. da bin ich nur zum feiern oder shoppen hin
7. November, 2006 um 11:40
Bist ein schöner Mensch Brenner. Und ein Unruhegeist.
Is hoid amoi aso.
7. November, 2006 um 12:53
Oh Gott, bist du dünn geworden.
7. November, 2006 um 13:08
Hab ich mir neulich auch schon denkt, Brenner. Also des von der Zigeunerin, ned des von der Lisi.
7. November, 2006 um 13:11
Padre: Der Sommer ist noch nicht komplett abgetreten hier. Das ist gut.
Juri: Du als DFB Mitarbeiter kannst ja schon mal anfangen zu spenden:)
Opa: Das wärs. Eine Bloggerabordnung kommt mir in Spanien zu Hilfe.
Rabe: Wird schon.
Godfather: Wird schon. Wenn ich mehr Internet habe, schaue ich auch wieder öfter bei dir drüben vorbei, mein Lieber.
Bitts: Ich hab das MACBA sehr gern. Immer schon.
Malcolm: Du bist ja so oder so herzlich willkommen.
Silka: Die Grossstädte haben in “in sich” wie man so schön sagt.
Gitana: Ich weiss ja nie so recht woher, liebe Gitana, aber du kennst mich.
Liz: Hey, Schatzi, ich war doch auch in Berlin kein Moppel, oder?
7. November, 2006 um 15:17
der heilige fällt vom stuhl – burnster auf augenhöhle mit dem leben. halt die buchstaben in den wind und lächle, dann werden die schwarzen reiter ihren sack pech schon abholen kommen.
8. November, 2006 um 14:41
Alles Gute, Butze!
Und Opa, das versteh ich nicht. Du weisst doch genau, dass ich das Wohnmobil nicht mehr habe. Was soll dieses investigative Gehabe? Wenn Du mich schon vorführen/auflaufen lassen willst, dann mach’ es doch bitte direkt – so von hintenrum kann ich es nicht leiden.
11. November, 2006 um 14:43
20 Grad + Sonneschein sind um Längen besser als 11 Grad und ‘ne defekte Heizung. Also, LACHEN bitte!
18. Dezember, 2006 um 13:29
[...] Man kann nicht unbedingt von einem reibungslosen Start in Barcelona sprechen und selbst der antizipierte Einstieg in die Skaterszene musste ob eines Dienstwagenausfalls meines Lehrers ausbleiben. Aber, auch wenn zunächst nach biografischer Dunkelheit und Knochenarbeit klang, es gab genug Licht in einem sommerlichen November um mich wieder auf Vordermann zu bringen. Darunter auch einer meiner Filme des Jahres. [...]