Torgefährlich
Ich war in meiner Jugend eigentlich kein ganz schlechter Fußballer. Die A-Jugend des SV Grafentraubach konnte stets auf einen harten, aber gerechten Aussenverteidiger und Manndecker zählen. Ich war natürlich beileibe kein Ballartist oder tödlicher Passgeber, aber als Bollwerk und Psychoplayer gegen übermotivierte Angreifer aus Ettenkofen bis Niederleiendorf stand ich meinen Mann.
Ich hütete mich vor gelben und roten Karten, aber ansonsten ging ich hart mit meinen Gegnern ins Gericht. In der Schule passierte es sogar gelegentlich, dass ich den ein oder anderen Mitspieler zu Boden warf und so lange auf seinem Rücken herumtrommelte, bis er zugab, ein dummes Foul an mir begangen zu haben. Aber an der Schule gabs ja auch keine roten Karten. Einmal war ich sogar Libero und Spielführer, aber das war beim Nachbarverein in Hofkirchen, wo mich ein Transfer hinverschlagen hatte und ich unter lauter drei Jahre jüngeren Spielern das Tabellenschlusslicht verteidigte.
Und einmal schoß ich ein Tor gegen den SV Eggmühl. Mein Einziges. Ein totaler Kirmestreffer von ausserhalb des Sechzehners. Das kam mir gar nicht so gelegen. Schließlich wollte ich nicht auffallen, wo ich doch ein paar Nächte zuvor noch alle Hoftore in Eggmühl ausgehängt hatte und jemand Anzeige gegen Unbekannt erstattete. Ist das eigentlich verjährt nach 17 Jahren, Herr Vetter?
For my international readers, I host a psyched-out English version as done with Google language tools. Hilarious, including the comments!
22. Juni, 2006 um 10:57
Aber Butze, gemäß TAG-Manifest verjähren doch unserer Straftaten sofort nach Ausübung. Schau´s Dir nochmal genau an – §3, Absatz 2:
[...] TAG Immunität/rechtliche Unantastbarkeit:
MC Winkel und St.Burnster dürfen Alles. Sollte eine Aktion gegen aktuelle Gesetze verstoßen, erlischt das entsprechende Gesetz ersatzlos. [...]
Hast´ wieder nicht aufgepasst, als Hotte Köhler uns das Manifest vortrug/aushändigte, hm? Tss, immer dieses Augustiner.
22. Juni, 2006 um 11:04
Stimmt. Das Oktoberfestbloggeredikt. Ich vergaß.
22. Juni, 2006 um 11:37
Aber sagamoi, sagtma des, Kirmes? Des is ja boid aso schlimm wia Klöße, da hab ich mir nämlich auch einmal einen üblen Rüffel eingefangen. Ich wär vorsichtig bei sowas.
22. Juni, 2006 um 11:43
Ja, aber Volksfesttreffer hört sich doch deppert an, oder?
22. Juni, 2006 um 12:13
Die “Ich spiel auch im Verein”-Fussballer mussten bei uns auf
der Blutwiesedem Spielfeld vor der Schule jederzeit damit rechnen, dazu gezwungen zu werden die Riemen ihrer Schienbeinschoner zu frühstücken.Natürlich nicht von so jemandem wie mir. Dazu fehlten mir damals eineinhalb Köpfe and physischer Größe.
22. Juni, 2006 um 12:27
Bei uns war das die herrschende Fußball Kaste.
22. Juni, 2006 um 12:59
und merci fuimals füa’as g’schenk!!
22. Juni, 2006 um 13:30
ist’s eigentlich pflicht hier in bayrischer mundart zu kommentieren, so wie sich drüben bei spreeblick, bei den kommentaren zu toni mahoni, das berlinern eingebürgert hat? ;)
22. Juni, 2006 um 13:33
Wer von Fußball nichts versteht, lobt an dieser Stelle einfach die geschmackvoll gewählte Trikotage. Das [und nicht mehr der] Auge spielt schließlich mit.
22. Juni, 2006 um 14:15
Sno: Gern gscheng.
Oliver: Jeder wie er’s am besten kann:) Zur Not bei den Google Language Tools einfach “Bairisch – Deutsch” auswählen.
Keinzelfall: Aber von Kommentieren verstehen dafür Sie wirklich eine Menge, meine liebe Frau K.E.
22. Juni, 2006 um 14:17
Kein Einzelfall: Auf Englisch sind Sie übrigens meine Ehefrau, wenn sie mal obigen Kommentar übersetzt anschauen. Wann haben wir bloß geheiratet? Verfluchter Alkohol.
22. Juni, 2006 um 14:52
so undangerous hats ausgschaugt with me. I was not only a very hard socca player but neverthless a very rough and tough gay, especially on the fucken ashes playground. where I hit 50 years ago grows nowadays no grass not. I lacked a little bit as far as technics were concerned but nobody is perfect and no master has fallen from the blue heaven yet, hasn’t he?
22. Juni, 2006 um 15:16
You got the style, Bazboy!
22. Juni, 2006 um 17:02
ich war zwar auch nicht so der riesenfußballer, aber der einzige linksfuß in der mannschaft. später haben mich dann allerdings andere dinge interessiert. wie die streifen in der zahnpastatube zustandekommen zum beispiel .
22. Juni, 2006 um 17:26
Und wie kommen sie zustande?
22. Juni, 2006 um 17:56
Stimmt. Volksfesttreffer hört sich sogar saudeppert an. Horribile dictu, aber da is des Bairische fast a bisserl arm. A Kirchweihschuss triffts ja aa net so hundertprozentig.
Und die Streifen hocken gleich hinterm Türl. Ich bin dene amal nachganga.
22. Juni, 2006 um 17:59
Außerdem wollt ich das schon lang mal irgendwo hinschreiben, dass ich das dem Herrn Knörr (der Kopfdrecksau, der gschissenen) nie vergessen werd, dass er mich damals beim Abispiel so übel gefoult hat. Hoffentlich liest ers. Und hoffentlich sind ihm seine Eier schon zehnmal abgfallen dafür.
22. Juni, 2006 um 18:49
Verehrter und bestangezogener Soccer Warrior, was unsere Ehe angeht:
Meine Steuererklärung meldet nach wie vor “ledig”, di woas(!!) von nix.
Da sollte die Google-Translationsbehörde doch immediately eine Scheidung erkennen lassen.
22. Juni, 2006 um 18:51
das habe ich leider wieder vergessen. aber eingefallen ist mir supplementär, wo ich den ratse gelesen haben, wieder eine meiner lieblingsgrammtikbenennungen von anno damals: supin ii.
22. Juni, 2006 um 22:24
LOL,
DU warst das in Eggmühl??? Na sauber :) Die ham’s aber auch gebraucht.
23. Juni, 2006 um 09:21
Eben, Saukaff, greislichs.
23. Juni, 2006 um 13:28
Rein optisch kommt aber einiger Ballzauber rüber!
23. Juni, 2006 um 14:40
Ole, ca. 20 Versuche mit Selbstauslöser.
25. Juni, 2006 um 20:10
Sommerfrisur?
25. Juni, 2006 um 23:56
Fußballerfrisur.