Me First and the Gimme Grimmes
Sensation. Der St. Burnster Beitrag mit den meisten Hyperlinks aller Zeiten.

Es ist ein Trauerspiel mit der Kunst. Brotlos ist sie ja ohnehin und wenn dann auch noch die Ehrungen ausbleiben, ist der Katzenjammer groß. Ja, liebe Attrappenheimer, so geht’s eurem Chef gerade. Ihr Jahresblogziel wurde nicht erreicht, Herr Mayer. Sie sind nicht für den Grimme Online Award nominiert. Ich freu mich für den Spreeblick, aber die Sektion “Kultur und Unterhaltung” kommt offenbar auch ohne mich aus und das ist eine verdammte Schande, liebes Komitee.
Und dabei bin ich sogar schon Grimme Preisträger. Vor Urzeiten wurde die Redaktion der deutschen MTV Website einmal mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Und ich war damals ein unerlässlicher Teil dieses Teams. Jetzt könnte man meinen, dass einem ehemaligen Grimme Preisträger der Wiedereinstieg ins Verleihungsbusiness einfacher fällt. Pustekuchen! Keiner scheint sich mehr an meine revolutionären Textbomben zu erinnern. Aber alleine für Überschriften mit Led Zeppelin Konnotation wie bei dieser News wäre der Preis ein mehr als verdienter gewesen. Da verzeiht man mir doch sicher die journalistische Ungenauigkeit, dass “Wolfman” ein Sideproject von Herrn Doherty war, nicht wie von mir behauptet von Herrn Barat.
Jetzt strample ich mich also mittlerweile über ein Jahr als Saint Burnster ab und bringe derbste Rants (danke für die Vokabel, Lu), morbideste Stimmungssportraits, allergeilste Aktionen, Fortsetzungsburner, Intimfotografie und Audioshizzle der irrsten Art und Weise. Sogar nach Südamerika fahr ich für Euch. Tja, und dann seh ich halt auch noch topluxy aus. Und ich weiß, liebe Premiumleser, Ihr würdet mir sofort einen Preis verleihen, doch Ihr sitzt leider nicht in dieser vermaledeiten Jury.
Jetzt nehmen wir uns alle doch mal ganz fest vor, dass wir (ich sage wir, denn qualitatives Kommentarwesen ist ja auch ein Teil dieser Publikation) nächstes Jahr schon mal für den Online Grimme nominiert werden und ihn dann adhoc oder zumindest im Folgejahr gewinnen. Sicherheitshalber habe ich auch schon eine Mail an das Komitee versendet.
- Lieber Herr Krueckels,
Ich möchte Sie schon jetzt daran erinnern, mich und mein großartiges
Weblog St. Burnster (burnster.de) nächstes Jahr bei der Nominierung
des Grimme Online Awards in der Kategorie “Kultur und Entertainment”
zu bedenken. Die von mir errichtete allegorische Online Welt rund um
den Berliner Nordstrand und seinen scheinheiligen Bürgermeister und
Kurfürst verdient endlich eine Auszeichnung. Meine zahllosen Leser
würden dies sicher auch begrüßen.
Wo sonst stehen sich feine Humoresken, polterndes Entertainment,
emotionale Literatur und anspruchsvolle Fotografie so nahe?
Mit brandheißen Grüßen vom Nordstrand,
St. Burnster
3. Mai, 2006 um 10:08
Wo sollen wir unbesehen unterschreiben? Der virtuelle Stift ist gezückt. Und weshalb heißt das Ding eigentlich Grimme? Und wer schlägt da überhaupt vor? Fragen über Fragen.
3. Mai, 2006 um 10:11
Meine Unterschrift ist Ihnen auch sicher.
3. Mai, 2006 um 10:23
Äußerst bedauerlich, aber vielleicht klappt’s ja im Frühjahr 2007?
3. Mai, 2006 um 10:27
preise sind was für armleuchter.
3. Mai, 2006 um 10:35
Und Humor was für lustige Menschen.
3. Mai, 2006 um 10:36
eben drum ;-)
3. Mai, 2006 um 10:55
vielleicht sollten sie die sache mal etwas ernsthafter angehen, herr brenner.
3. Mai, 2006 um 11:29
Gut, Burnston. Sehr gut. The weight is a gift.
3. Mai, 2006 um 11:42
Saint Butze – “U Da Man”, wie man hier so schön sagt.
Klix ain´t nuttin but sum´ numbers – The Allergeilsten sind schon rein aus Definition def´er als Grimmbowski.
3. Mai, 2006 um 11:55
Sollte ich das Ergebnis zu Deinen Gunsten beeinflussen können, gib mir nen Kall.
3. Mai, 2006 um 12:00
„Wenn einer gern schreibt, ist er froh
Wenn er ein Thema hat.
Als der Suezkanal gebaut wurde,
wurde einer berühmt, weil er dagegen war.
Einige schreiben gegen den Regen
Andere bekämpfen den Mondwechsel.
Wenn ihr Feuilleton hübsch ist,
Werden sie berühmt.“
Wollen Sie das wirklich, verehrter Herr Burnston…?
Ich ziehe Texte vor, die mit mehr oder weniger verheilten Narben bedeckt sind…,Geschichten, in denen sich- als Bodensatz – so etwas wie Erfahrung sedimentiert…, da kann ich zum Wirtstier werden und partizipieren…!
Das Erlebnis mag hübsch und glatt sein; die Erfahrung ist immer rau und schwielig!
Als „Premiumleser“ (Das haben Sie gesagt!) lüfte ich den Hut (sehen Sie meine vernarbte Stirne…?) und sage: KEEP IT BURNING!
3. Mai, 2006 um 12:16
Hallo, hier ist der Hausherr. Dass das klar ist: Hier wird weitergeburnt, bis kein Stein mehr auf dem anderen steht. Das steht unabhängig von allen Preisen fest. North Beach for-fookin-ever!
3. Mai, 2006 um 12:43
Und mein esib-blindgif-award bedeutet dir garnichts? NICHTS? NU-HULL?!?
Oh Gott, ich heule schon wieder, dabei wollte ich doch gar nicht weinen… Da… Schon wieder eine Träne!
Nee, geht schon wieder. Alles klar…
Moment, nein… doch nicht!
3. Mai, 2006 um 14:07
Dein Blind-Gif Award ist mein erster Preis gewesen und steht auf meinem Sims so hoch oben, dass ich gar nicht mehr hinauf komme. Mein erster Preis bedeutet mir alles.
HALT, es ist mein zweiter Preis. Der erste war der Look-A-Like vom Embash!
Trotzdem hast du mich auf die Gewinnerstraße gebracht, Mac. Dir verdanke ich, dass ich heute hier stehen kann und den Grimme Preis fordern darf.
3. Mai, 2006 um 14:53
Der Adolf würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er von der ignoranten Haltung seiner Nominierungskommission. Wenn ich einen Onlinepreis vergeben dürfte, ging er selbstverständlich an sie, Herr Burnster, punktum.
3. Mai, 2006 um 15:07
Meinen Sie Hitler oder Grimme? (Hier könnte ihr Smiley stehen)
Und natürlich besten Dank für das eindeutige Votum. Rush to blush, bester Fish.
3. Mai, 2006 um 15:47
Und den Poodlitzer Preis 3. Klasse, auch schon vergessen? Ach Scheisse, da hab ich mal wieder was verwexelt, der ging ja an den Tensfelder.
Übrigens dachte ich auch immer, der Grimme Preis ginge nur an Märchenerzähler.
Na, sowas.
3. Mai, 2006 um 15:56
Wie könnte ich den vergessen? Der Fonse und ich haben bis in die lange Kreuzberger Nacht hinein gefeiert. Wir waren erst beim Inder und dann im “Franken”. Pilschen bis zum Abwinken.
3. Mai, 2006 um 16:01
Schau an, wie schnell meine Tränen getrocknet sind!
Hui!
3. Mai, 2006 um 17:24
ganz andere fragen tun sich auf:
gab’s für die mtv-sache denn einen bbbokal?
und an welchem fleck ihrer wohnung blitzen die preise ihren gästen entgegen? gibt es eine perfekte stelle für so etwas?
3. Mai, 2006 um 18:30
Der MTV-Grimme steht immer noch im Büro meines alten Chefs, nehme ich an. Tausendmal runtergefallen. Vielleicht auch endgültig kaputt. War eh ein windiges Ding. Der blindgif-Award von Malcolm steht auf meinem CD Regal in einem Glaskasten. Fast unsichtbar das Ding, wenn man nicht wüsste wo es steht.
3. Mai, 2006 um 19:56
am horizont entsteht schonmal vorsorglich fürs sommerloch eine interne lieblingswörter-liste; ich möchte hiermit in aller form um die ausfuhrgenehmigung von “topluxy” bitten; im Gegenzug und als Trostpreis sozusagen, auch wenn der m.E. mehr als verdiente Grimme-Preis ausbleibt, könnte ich eine schöne “The winner takes it all” Version von Queen of Japan per eMail anbieten…
3. Mai, 2006 um 21:28
Grimmig-Preisverleihung
“And the winner is: st. burnster, hüter der ungeduldig und jähzornig-bewegung.”
4. Mai, 2006 um 00:48
SJ: Toll, ein Preis! Mein erster Grimmig Preis! Eat this, Adolf!
EH: Trosty nehm ich sehr gerne und das Wort dürfen Sie getrost ausführen. Aber krümmen Sie ihm bitte kein H. Und auch kein T.
13. September, 2006 um 11:13
[...] Im Frühjahr 2006 will Berni Mayer aka St. Burnster eigentlich einen Monat in Südamerika verbringen. Die prima Flugreisefirma Iberia Airlines storniert aber versehentlich seinen Flug und so muss unser Burnster zuhause bleiben und als er beim Saufen ein weibliches Mitglied des Grimme Online Komitees erst für sich gewinnt und dann flachlegt, wird er urplötzlich für den Online Grimme nachnominiert. Statt Spreeblick gewinnt Burnster.de den Grimme Online Award 2006, seine Besucherzahlen schnellen in ungeahnte Bildblog-Höhen und noch im selben Jahr verkauft seine Soloplatte 100.000 Einheiten. Die Cross-Media Wirkung von Blog und Platte schraubt seine Popularität in die A-Promi-Etage und er übernimmt 2007 statt Hugh Jackman den Wolverine-Part bei den Dreharbeiten zu X-Men 4. Noch im selben Jahr dreht er mit MC Winkel das Remake von “Vier Fäuste für ein Halleluja” und gewinnt damit 2008 den Oscar als bester Nebendarsteller. 2009 kommt sein erster Film in die Kinos, ein knallharter, aber melancholischer Actionfilm um einen verlotterten, aber virilen Cop, der sich in die Freundin eines Drogendealers verliebt. Der Film heisst “Maria”. Bei den Dreharbeiten in einer New Yorker Kirche stürzt ein Kreuz von der Wand und erschlägt St. Burnster. [...]
8. Dezember, 2006 um 14:53
[...] Der “Empfänger” beschäftigte sich mit einer ins metaphysische driftende Gabe und damit, wie man diese Gabe verliert, wenn einem das Leben zu oft die auralen Ohren langgezogen hat. Und natürlich ist so ein Text ein berechtigter Grund, sofort den Online-Grimme einzufordern. Mal sehen, ob es dieses Jahr endlich klappt. [...]