Der Anfang
Wer haette gedacht, dass 12 Stunden Flug wie im Flug vergehen?
Bei strahlendem Wetter aber dem Berliner Winter immer noch in den morschen Knochen, mit ein paar Pfunden zuviel an Koerper- und Seelenfett, lande ich in Santiago De Chile. Zuhause habe ich in meinem Koffer noch Hemden von ihr gefunden. Zierlich geschnitten, elegant aber nicht gerade aussagekraeftig, ein Abbild ihrer Person. Ist das nun ein schlechtes oder ein gutes Omen?
In dem Shuttle zu meinem Appartement lerne ich eine Schwedin kennen, die ich spaeter wiedertreffen werde. Mein Appartement liegt in einer schaebigen Seitenstrasse in Schlagdistanz zum Zentrum und zur Universitaet. Es ist vollkommen disfunktional, nicht einmal alle Lampen brennen. Von meinem Balkon aus kann ich die Anden sehen und eine 24 Stunden Grossbaustelle. Wende ich meinen Blick nach rechts, blicke ich auf die Basilica de los Sacramentinos, eine prunkvoll und organisch gebaute Kirche inmitten schaebiger Fassaden.
Ich gehe essen und es gibt Giggerl (Bavarians know) mit Reis. Ich benutze mein altes Triband Handy und finde im SMS Archiv zahlreiche Beweisstuecke eines anderen Lebens. Keines Besseren. Loeschen und weiteressen.
Es dauert noch Stunden bis ich die Schwedin treffen werde und wenn ich nicht gerade in Bildern von Drogenwahn und Blowjobs versinke, weil ich gerade die Moetley Crue Biographie lese, laufe ich wie ein eingesperrtes Tier in meinem Appartement auf und ab und verfluche meine aggressive Sentimentalitaet waehrend ich Kette rauche und Aspirin einwerfe.
Dann gehe ich mit der Schwedin auf eine Party in ihrer WG. Die Schwedin, die sich die Haare schwarz gefaerbt hat, studiert etwas mit Kultur. Irgendetwas. Auf der Party sind Franzosen, Mexikaner und Spanier. Eine ungewoehnlich huebsche Chilenin ist da und heisst Pamela. Wir sitzen im Kreis, es gibt Bier und Sade. Ich betrinke mich rueckhaltlos, damit ich endlich schlafen kann. Ich uebernachte bei der Schwedin in ihrem viel zu kleinen Bett, in ihrem viel zu kleinen Zimmer. Ich schlafe ein, ohne sie auch nur anzufassen, ich bin viel zu betrunken. Ihre Wohnung hat eine tolle Lage und heute morgen verlasse ich das Haus neben dem Park bei strahlendem Sonnenschein und der Teenage Fanclub singt es:
Drank the ocean
Moved my feet to a different sound
Tried to find what was left unfound
It’s funny how it lets you down
11. März, 2006 um 19:30
Ende gut, alles gut! Der Anfang ist unwichtig.
11. März, 2006 um 19:50
Wenn Chile schon mal cl als Kürzel hat, ist ein Einstand mit dem einen oder anderen Kaltgetränk nicht der unadäquateste …
Buena suerte!
11. März, 2006 um 20:00
Ayo Buzzrule, das klingt doch schonmal nach einem anständigen Einstand. As you know habe ich nostradamueske Fähigkeiten. Von daher sei Dir schonmal gesagt: End´o NSF – 2 mo´ daze! Aber erzähl´s der Schwedin nicht. Sie merkt´s noch früh genug!
[btw: Den Tommy Lee-Part der Möetley Crüe-Bio habe ich Ihm geschrieben. Er war damals noch Bodenturner. Ich nicht.]
11. März, 2006 um 20:42
ahoi. klingt nach gutem urlaub. aber schwedinnen mag ich lieber im o-ton.
12. März, 2006 um 07:27
Klingt irgendwie nach
Cigarettes they burnt your fingers
you were weak and you were sore
but still you had to score
Aber du Saukerl sollst auch Spanisch lernen, net Schwedisch!
12. März, 2006 um 10:47
habs gut da.
leben ist so, manchmal.
12. März, 2006 um 13:45
Willkommen außerhalb dessen, was wir Zivilisation nennen. Have a good time!
13. März, 2006 um 01:56
Hola chicas y chicos!
Tolle Stadt, Leute. Tolle Leute statt Grantler. Und es gibt mehr Internetcafes als Hochhäuser. Und das will hier was heissen, in dieser Wolkenkratzerstadt. Sogar mit Privatkabinen, falls man mal muss.
Things are gonna evolve.. stay tuned, fuckers:)
If something has to change then it always does (Editors – Bullets)
Three worlds, one love!
San Burnstro
Ratske: Du bist Mr. PerfectLyricsQuote.
13. März, 2006 um 08:33
Wo wir wieder beim Schwedencontent wären..!
Hau rein, Burnestro!
13. März, 2006 um 10:35
exilenter beitrag!
13. März, 2006 um 21:15
am mo., 27.1. ist bloggerkegeln in berlin. for info bitte kurze mail an glamourdick bei aol.com. gut holz!
13. März, 2006 um 21:37
ich bin grün vor neid, burnie. santiago. bingo. von frauen regiert. stell pinochet ein bein, sollte er dir über den weg laufen. viel, viel spass. ich bin für chileninnen. schwedinnen kannste doch an jeder ecke haben!
13. März, 2006 um 22:05
Glam: Am 27.01.07 bin ich leider schon zum Billard verabredet.
Bitts: Noch kann ichs mir nicht aussuchen. Die Mitschuelerinnen nullen ziemlich rum und die Chileninnen versteh ich noch nicht. Aber das geht mir ja mit den Berliner Chicas genauso.
Sabblo: Exorbitantes Wortspiel.
13. März, 2006 um 22:53
Wenn’s so geil weitergeht, wie’s anfängt, kann’s nur ein fantastischer Trip werden!