Soundtrack für einen beschissenen Dreckswinter
1. Sun Kil Moon – Tiny Cities Made Of Ashes
Modest Mouse auf Melo. Quintessenz des Songs: Auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit kann man ruhig ein paar bedeutsame Zwischenstops machen und ein paar Dinge kaputt treten. Die Hölle friert in Wintern wie diesen tatsächlich zu. Überfrierende Hitze nennt man das dann.
2. Bloc Party – Plans (Acoustic Version)
Den selbstmitleidigen Arsch aus dem Bett zu bekommen ist ein archetypisches Problem von uns Selbstdarstellern. Manchmal muss Blut fließen und einen aus dem Haus hinaustragen, damit man wieder unter die Leute kommt.
3. Idaho – Alta Dena
Wenn alles zugeschneit ist, dann hat die Kälte etwas Wärmendes. Jeff Martin kommt aus Kalifornien und man merkt es kein Stück.
4. Jay Z – 99 Problems
..but a bitch ain’t one. Das möchte ich auch mal behaupten können. Jigga und Rigga Rubin haben hier ihre Meisterkollaboration abgeliefert.
5. Knapsack – Decorate The Spine
Oldies but Goldies. Tödlich inspirierte Vorgängerband von The Jealous Sound. Aus Nostalgie gebe ich Knapsack den Vorzug, weil sie so brutal dramatisch sind. Emo, der seinen Namen auch wirklich verdient hat. Denn Blair Shehan weiß: “They lie with their hearts crossed.”
6. Nada Surf – Always Love
Ziemlich uncoole Hippie Message. Aber einer muss es ja sagen. Und ich war im Tierpark und ein guter Freund hatte solchen Liebeskummer und mir ging das Lied nicht mehr aus dem Kopf, als wir vor den Kamelen stand. Schon alleine deshalb.
7. MC 900 Ft Jesus – The City Sleeps
Seit Jahren stöbere ich nach diesem Song. Dank iTunes Music Store kann ich jetzt endlich wieder mitanhören wie MC 900 Ft Jesus die Stadt in Flammen aufgehen lässt. Eine fast verschollene Hip Hop Perle.
8. Eels – Old Shit/New Shit
“I’m tired of the old shit. Let the new shit begin.” Nichts hinzuzufügen.
9. High Llamas – Birdies Sing
I’m driving round in my car. I’m J.D. Burnston, the star. Ein gute-Laune-Song ist selbst in diesem Hurenwinter erlaubt.
10. Ryan Adams – Nuclear
Der geht nicht weg, dieser Song. “This is where the summer ends. In a flash of pure destruction, no one wins.” In einem Club hab ich sie nach Monaten wiedergesehen damals. Durch alle die Leute hindurch. Und es lief dieser Song, und der Sommer war damit endgültig vorbei.
1. Februar, 2006 um 13:52
Ich glaub’, es wird Zeit, Dir – als Ergänzung zu Deinem gewohnt superben Kompendium hier – nen Anti-Winterfrust-Sampler zu schicken. Ich werd’ gleich mal mein Regal plündern und gucken…
1. Februar, 2006 um 15:58
Das klingt feinifein, lieber Ole. Vermutlich bin ich echt zu negativ besaitet grade. Meine Besucherzahlen gehn auch flott nach unten. Tralalala.
1. Februar, 2006 um 16:17
cool bleiben, burns.
1. Februar, 2006 um 16:29
ich mag misantrophen.
1. Februar, 2006 um 17:14
Hmm… ich kenne nicht einen der Songs. Das waren doch Songs, oder? Aber selbst wenn es Buchtitel wären, ich würde sie auch nicht kennen :-P
1. Februar, 2006 um 17:32
Insofern gibt allein schon diese Liste die Möglichkeit, einen feinen Haufen famoser Songs zu entdecken und schätzen zu lernen, Mephisto. :)
Und Burns: Kopf hoch! Besserung kommt! Nächste Woche kommt Aufputschmusik (diese Woche wird’s zu knapp). Halt durch!
1. Februar, 2006 um 18:06
Denn die Melancholie ist von der condition humaine nicht zu trennen; nur dem Stumpf-
sinnigen ist sie unbekannt*.
Eben. Und die Schwarze Galle passt doch erstklassig zu einem Höllenhund
*Robert Burton: Die Anatomie der Melancholie. Oxford, 1621
1. Februar, 2006 um 18:10
Ich nehm (leider) Ryan Adams. Letzte Nacht hab’ ich geträumt, ein Mann sagt mir, dass bald der dritte Weltkrieg ausbricht (kein Scheiss jetzt). Träume gibt’s… grusel….
1. Februar, 2006 um 18:28
Leider bin ich heute so sentimental, dass mir nur so ein Stuss einfällt wie:
Danke für den Zuspruch, Leute! Ich bin ziemlich gerne Gastgeber hier.
Oh Gott, ich kling schon wie Opa. Was der Winter mit einem macht.
1. Februar, 2006 um 19:09
mehr als legitimer beitrag zum betongrau!
1. Februar, 2006 um 19:35
Nur noch ein Monat und eine Woche, dann ist schon der 8, März. Und das ist doch auch ne Aussicht, oder?
1. Februar, 2006 um 21:52
Burns, du soist net imma de depressive Gitarrenmusi hean!
1. Februar, 2006 um 22:19
TRACK 4!
Naja, mit Bijontze an der Angel hat man leicht reden, hm?!
Aber schau´ Ihn Dir an, Buzzpack – da sieht unsereins doch um ein Vielfaches geiler aus.
Um ein Vielfaches.
Ein Vielfaches.
Mindestens 99x.
Biatch (-)
1. Februar, 2006 um 23:04
jup, sehr schön, äh, nicht, natürlich. jetzt noch darker with the day von nick cave (jaja…) und auf die pulsadern.
1. Februar, 2006 um 23:21
Jetzt mal ganz im Ernst, du Höllenhund: Es gibt nix langweiligeres als immer nur schönes Wetter. Und scheiß auf die Besucherzahlen, die wichtigen sind alle noch da, auch ohne Blogroll. Wenn du das ändern willst, mußt du schreiben wie der Herr Bettgeflüster vom flotten Dreier und dazu geklaute Fotos reinstellen auf denen man mindestens 8 Hände erkennen kann …
2. Februar, 2006 um 10:10
Opa, du hast ja Recht. Ich lamentier halt gerne. Und lieber ist es scheiße als mittelmäßig. Ich komm aus dem Mittelmaß. Da will ich nicht wieder hin.
Bevor ich allerdings Schmuddelpoet werde, werde ich lieber heroinabhängig.
2. Februar, 2006 um 11:20
Ich seh schon – wir müssten unbedingt mal CDs tauschen! Da sind einige Schmucksücke dabei, die ich unglücklicherweise vergessen hatte!
Danke für die Liste!
2. Februar, 2006 um 15:52
[ot] Ayo Buzz, bei mir liegt etwas für Dich! Lachgas check´ ich später, muss los (Zu BK, den Burger reklamieren!)
5. Februar, 2006 um 18:11
MC 900 ft. Jesus, hätte ich gerne geliehen oder gebrannt. Danke für die Erinnerung. Gehört seit immer zu meinen liebsten Liedern.
5. Dezember, 2006 um 13:32
[...] Der Soundtrack für einen beschissenen Dreckswinter läutet mein Februarslamento ein, während sich die Burns-Verschwörung nach dem Tod von Rationalstürmer und der blutigen Rückkehr von Fons Tensfelder auf ihrem vorläufigen Höhepunkt befindet. [...]