Alles was sie will
Alles was sie will, ist ein langsamer Fick an diesem brutheissen Nachmittag. Alles was sie will, ist ihre Beine anwinkeln, sich ficken lassen und weiter daran denken wie es noch vor zehn Wochen war. Sie hat Nerven, mir ständig von ihm zu erzählen. Sie hat Nerven, mich wunderbar in der Nacht zu nennen und am Tag von ihm und ihr auf dem Gipfel der Welt zu erzählen. Da passiert etwas in meinem Schlafzimmer, das mir nicht geheuer ist. Da geht etwas um. Warum erzählt sie mir diese Geschichten über die Großstadt? Denkt sie, mein Leben sei langweilig gewesen bevor sie kam? Sie macht mir ein wenig Angst.
Ich sage, dass die Maschine da draussen auf und ab fährt. Dass sie uns holt und zerhäckselt wenn wir aufhören zu widersprechen. Sie nennt mich einen lausigen Pseudorebell und spreizt nur weiter die Beine, damit sie mehr von dem fühlt, was sie nicht fühlen kann. Sie hat Nerven, mich aus dem Licht zu ziehen und dann in finsterster Nacht zu verschwinden. Sie hat Nerven, die ich nicht habe. Während sie sich leid tut, versengt die Sonne im Juni meine Zweifel, die ich so dringend benötige. Als ich anfange zu weinen, springt sie wie ein Kind auf meinen Schoß und streicht mir die Haare aus dem Gesicht. Als ich nicht aufhöre, geht sie weg und wartet bis ich ihr nachkrieche.
Alles was sie will, ist ein langsamer Fick an diesem klirrend kalten Nachmittag. Alles was sie will, ist die Beine anwinkeln und sich ficken lassen während sie daran denkt wie es in den nächsten zehn Wochen sein wird. Sie hat Nerven, inmitten unseres Anfangs ihren Abgang zu planen. Da passiert etwas in meinem Wohnzimmer, das mir nicht geheuer ist. Warum tut sie mir diesen gefährlichen Gefallen? Sie macht mir ein wenig Angst.
23. Januar, 2006 um 13:19
Ürgs… um mich mal vorsichtig etwas zu nähern, was ich sicher nicht ganz erfassen kann: das klingt nicht nach einem Gefallen. Nichtmal nach einem gefährlichen…
23. Januar, 2006 um 13:26
Anfangs gefällt es ganz gut.
23. Januar, 2006 um 14:09
/completely offtopic:
sehr sehr geiles impressum!
23. Januar, 2006 um 15:17
Im Wohnzimmer? Sie sind ja pervers!
23. Januar, 2006 um 15:29
auch offtopic, aber nicht ganz ohne Bezug zum Thema: Küche ist auch nicht besser als Wohn- und Schlafzimmer. Und auch nicht weniger pervers. Also nur so als Trost bzw. als Verweis darauf, dass die Gefahr ja überall lauert. Ich hab mir da mal beim Ficken aufm Fußboden ein Stück Zahn abgebrochen. Pass lieber auf, die Kasse zahlt sowas nämlich nicht. Und der Herr Doktor hat recht: Impresionante, das Impressum. Hundsbua, varreckta!.
23. Januar, 2006 um 15:34
Vielleicht eine gute Übung zum Loslassen lernen…
23. Januar, 2006 um 16:24
Ich fürchte, ich muss mal wieder darauf hinweisen, dass dieser Beitrag keinerlei Aktualitätsbezug aufweist. Nicht einmal besonders viel Realitätsbezug. Verstehen Sie es doch einfach wie einen alten Songtext, liebe Leser. Daher kommen nämlich auch die Allegorien.
23. Januar, 2006 um 16:34
Ich überlegte sogar erst: Kenn ich den Text als englischen Song? Dann fiel mir aber nix ein, außer: Waschmaschine ist manchmal auch nett. Das hängt aber auch nicht wirklich irgendwomit zusammen.
23. Januar, 2006 um 16:50
Moah, burnster!… das ist ja wie bei Clerks. Solange auf uns einreden, bis wir zugeben, dass wir schonmal versucht hätten, uns selber ein’ zu blasen, und dann sagen “Du bist ja pervers”…
Ihr Songwriter habt doch alle ein’ an der Marmel .-)
23. Januar, 2006 um 17:01
you should shit or get off the pot?!
23. Januar, 2006 um 17:13
Kolleginnen und Kollegen: gönnen Sie ihrer Fantasie ruhig ein bisserl Auslauf. Aber echtes Privates findet hier nicht statt. Zumindest nicht im Sinne von Chronologie. Die ein oder andere Schwertspitze (remember: Feder > Schwert) findet schon den vorgesehen Adressat bzw. Adressatin.
23. Januar, 2006 um 19:01
Schroeder, der war gut!
23. Januar, 2006 um 22:22
real, aktuell or not – mir gefällt es prima, burnie. hot stuff ice cold macht immer spass. jetzt guck ich mal nach dem impressum.
23. Januar, 2006 um 22:37
Was haben denn plötzlich alle mit dem Impressum? Das gibt’s doch schon seit Äonen. Next Big Thing, ha? The Impressum Hype is on. Vielleicht stell ich’s schnell noch zu Myplace.com rein. Ich bin die Arctic Monkeys der Blogimpressum Szene.
24. Januar, 2006 um 00:01
Die jugendfreie Version ist von Heinz Rudolf Kunze.
Zumindest so ähnlich?!
24. Januar, 2006 um 00:07
fuer den “lausigen pseudorebell” haette sie ja etwas mehr geschwindigkeit in wohn – und schlafraum verdient.
24. Januar, 2006 um 00:31
Super, Calvin! Endlich erinnert sich jemand.
24. Januar, 2006 um 00:49
Ich musste grad eher an “All that she wants” von Ace Of Base denken. Tut mir Leid!
24. Januar, 2006 um 01:28
Sich untertreffen ist auch eine Tugend. Eine Untugend.
24. Januar, 2006 um 01:33
Na danke Ole! Mit dem Scheissohrwurm kann ich jetz ins Bett gehn…
24. Januar, 2006 um 01:41
Und ich mit Heinz Harald Kunze. Gottverdammt, scheiß Bloggerei.
24. Januar, 2006 um 11:29
verdammt! ein guter text.
diese spontaneität kotzt mich an! ich war doch deswegen da, um deine schwachstelle zu zerpflücken! aber vielleicht lese ich von dir zu wenig, um über dich jetzt schon so ein urteil zu fällen… hm, ich werde zurückkommen und ich werde dir in den arsch treten, haha (oder wie lacht man in dem falle?). naja…
bin echt ein loser. geh mich schämen, echt.
24. Januar, 2006 um 11:41
Buuzlip, das klingt nach einem R. Kelly-Track, zu dem Nate Dogg die Hook singt.
Prima.
BTW: Habt Ihr eigentlich alle mal darüber nachgedacht, wieso es Beine “anwinkeln” heisst, häh?! Daaaah!
24. Januar, 2006 um 12:06
als bekennender impressumshasser bin ich hier ausnahmsweise mal auf ein echt gutes gestossen und musste dies zwanghaft kundtun. wie lange das da bei dir schon sein traurig-kommentarloses dasein vor sich hin fristet ist ja quasi wurscht wenn’s von einem (also äh mir jetzt) eben erst gestern zum ersten mal entdeckt wird.
24. Januar, 2006 um 12:12
Snoman: ..und ich mag deinen Namen “Bildband” auch wenn ich im Sinne des guten alten Fellow Passengers anmerken muss:
Ceterum censeo blogspotinem esse delendam
Ally: Kick my lilly ass! Das kann nicht schaden zwischendurch. Vor allem wenn man so ein High Roller wie ich ist.
Guten Morgen, Moskau!
24. Januar, 2006 um 12:16
glaube nicht alles, was du siehst… moskau! pfff
24. Januar, 2006 um 12:25
ja ja … mea culpa. eigentlich wollt ich das blogspotting kanzlermäßig aussitzen bis es wieder retroschick ist.
31. Januar, 2006 um 00:59
Hübsch. Dieser Art Fick gefällt mir
2. Februar, 2006 um 18:48
Erinnert mich an “Elementarteilchen” – Ganz leicht, auf jeden Fall -
4. Dezember, 2006 um 15:20
[...] Wie man an folgendem Text sieht, war mein Wille gegenüber der hereinbrechenden Grabeskälte und der einhergehenden Winterdepression noch nicht ganz gebrochen. Trotzdem war es eine gute Zeit, um die gelegentlich widerwärtige Kombination von Sex und Gefühlen mal etwas drastisch darzustellen. [...]