Burnster las: Die Berg- und Talpredigt
Bevor ich jetzt wieder egozentriert drauf los salbadere, möchte ich mich aufrichtig bedanken. Bei meinen Mitleserinnnen Beyond, Modeste und Wortschnittchen, die ihren Job ganz großartig gerawkt haben. Bei Don D. für die süffisante Conferenciere Rolle und bei Don A. für das technische Teufelswerk. Gleichzeitig bitte ich um Verzeihung für meine Lethargie in Organisationsfragen. “Ich kam, sah und las.” klingt zwar lässig, es wäre aber gar nicht dazu gekommen hätten sich Modeste, Beyond und Wortschnittchen nicht so fabulesk um das Zustandegelingen dieser Lesung bemüht.
Ich lag vor dem Rennen noch auf großer Spur und verleugnete jedwede Nervosität, doch als es zum ersten Vortrag meinerseits ging, espenlaubisierte ich mein Leseblatt und wo gehaspelt wurde, fielen auch diverse verbale Späne. Zwischenzeitlich wünschte ich, der MC wäre hier und hätte mich durch ein paar hoodige Zwischenrufe vom Ernst der Aufgabe abgelenkt. Das Melancholerische zu schreiben ist ein Ding, es zu lesen ein ganz andres, ein schwieriges. Das habe ich bei meinen ernsteren Texten kapiert. Erst als ich in den humoresken Sektor meines Marginalwerks vorstieß und mich ein bißchen in den Freistil fallen lassen konnte, kam die Selbstsicherheit wieder. Gin & Tonic, Averna und Flaschenpils waren mein Benzin auf der Fahrt ins stilistisch Blaue. Das kann und will ich gar nicht leugnen.
Klappis (Gott hab ihn selig) Reparaturhistorie und der apokalyptisch galoppierende Wahnsinn um Thomas Muster markierten letztlich meine begnadete Unfähigkeit vom Blatt zu lesen und resonierten wohlfühlig in den Reihen des gesonnenen Publikums. Die Kollegen Bunbury, Ix, Bandini, Saoirse, Frau Klugscheisser, Frau Engl, Frau L9, Frau Gaga, Frau Vita und die wie gewohnt herzliche Frau Spreepiratin taten ihr Übriges, um dem guten alten Burnster einen gelungenen Blogetry Slam zu bescheren und so fühlte sich der Abend nach einem routinierten Veteranentreffen an, auch wenn ich beileibe kein solcher bin. Schee war’s. Burnster over.
20. Oktober, 2005 um 08:09
ix wiederhole hiermit nochmal ausdrücklich mein lob, sowohl der texte als auch der vortragsart. ich glaube übrigens das ist das erste lob, das ich gegenüber einem niederbayern jemals aussprach.
20. Oktober, 2005 um 08:31
Schade, schade… wär so gern dabei gewesen [heißt es wirklich der Klappi?]
20. Oktober, 2005 um 09:04
Es ist ja auch das erste Lob, das ich als Niederbayer je bekommen hab. Dank dir recht schön, Ix.
20. Oktober, 2005 um 09:19
Ich hoffe, meine hoodige Kurzmitteilung kam wenigstens noch rechtzeitig an! Und jetzt mach´ ich mich auf die Suche nach Beweismaterial… :)
Klingt nach einer gelungenen Generalprobe!
20. Oktober, 2005 um 09:35
es war ein echtes vergnuegen!
20. Oktober, 2005 um 10:06
Schroe: Klar heißt es “Der Klappi”. Es heißt ja auch nicht Das Onkel Helmut.
20. Oktober, 2005 um 10:12
[...] Nachtrag: Entstanden sind diese Bildchen während der gestrigen Lesung Liebe, Tod und Teufel der Herrschaften (v.l.) Beyond, Wortschnittchen, Modeste und Burnster. Das war übrigens eine gelungene Veranstaltung mit vielen netten Leuten in einem sympathischen Lokal mit sehr angenehmen Getränkepreisen. [...]
20. Oktober, 2005 um 10:52
Schroe: Klar heißt es “Der Klappi”. Es heißt ja auch nicht Das Onkel Helmut.
Und du willst jetzt wie Britt auch meinen Onkel Helmut kennen, oder wie?
20. Oktober, 2005 um 11:29
Grandioser Vortrag, wirklich! Und von Nervosität wäre nichts zu spüren gewesen, hätten Sie nicht ausdrücklich darauf hingewiesen…!
20. Oktober, 2005 um 11:32
Ein ganz grosses Kompliment Herr Burnster für die super Unterhaltung gestern Abend! Du warst mein Favorit! Weitermachen!
20. Oktober, 2005 um 11:33
Wortschnittchen, Modeste, Beyond und Burnster haben gelesen
Originally uploaded by bastian.g.Gestern Lesung mit Modeste, Beyond, Wortschnittchen und dem Burnster, der mir persönlich am meisten gefallen hat. Dennoch vielen Dank an Euch alle, es war weit mehr als unterhaltsam!!!… Ein schöner Abend und &…
20. Oktober, 2005 um 11:40
Danke, danke!
20. Oktober, 2005 um 11:49
Ich glaub, aus dem Bub wird noch mal ‘ne richtige Rampensau – wenn er das mal nicht schon ist! congrats!
20. Oktober, 2005 um 12:22
ich saß unterhalb des leseraumes. konnte sie und die anderen also nur hören. sie hatten die schönste lesestimme. das mal ganz definitiv…
20. Oktober, 2005 um 12:28
Groß warst Du, Burns. Bist ein echter Freestyler, das konntest Du nicht verbergen. Ich allein habe den IX drei Mal sagen hören, wie gut er Dich fand. Aber Tod und Teufel kannste besser als Amore ;-)
20. Oktober, 2005 um 12:33
finde hier gerade keine mehladresse nicht – bitte mir mal zukommen lassen an gagavision kringel t-online . de – wg. fotos ‘zur voransicht’ ;-)
und: ja. schön hat er gelesen. wenn man herrn burnster nicht sieht, muß man schon mal sehr an michael mittermaier denken. sehr angenehm! und: hochdekorativ, auch wenn er den mund hält!
20. Oktober, 2005 um 13:28
Danke!! Ja, bin schon mehr der Clown als der Minnesänger.
20. Oktober, 2005 um 17:05
Lesen und gelesen werden
Nichts ist so alt, wie das vorletzte Posting. Was unten aus dem Bildschirm rutscht, hat sich verbloggt. Wer scrollt schon in Archiven herum? So ist es doch, Blogs haben keine besonders nachhaltige Kultur. Möchte man meinen.
Mitnichten, wie sich g…
20. Oktober, 2005 um 18:38
… und kreizkruzinesn, Burnse, wenn scho koa Bloggergschichtnabend mit Flaschenbier zammgeht, dann schau fei weida, dassd Nürnberg auf Sealevel-Niveau bringst.Luja!
20. Oktober, 2005 um 18:41
Kumm du hoit moi nach berlin, oider norgel. Fix.
20. Oktober, 2005 um 19:39
Dir auch ein herzliches Dankeschön, Burnster, eine lupenreine Freude, mit Dir zu lesen. Um hier einmal ein bißchen Werbung für andere Lesungen zu machen – sehr viel mehr als Texte ausdrucken und hingehen fiel bei mir auch nicht an. Den Raum zu aquirieren, hat ein kurzes Gespräch mit dem netten Betreiber des Cafés gebraucht, die Technik in Gestalt von Don A. hat sich freundlicherweise ebenso schnell bereit erklärt wie die Ansage des Don D. und die Bannererstellung durch svenk. Im Saldo nur ein paar Stunden Vorbereitungszeit verteilt auf eine ganze Reihe Leute. Wer sich also berufen fühlt und gute Texte herumliegen hat, möge sich aufraffen. Hat man erst einmal aufgehört zu zittern, macht´s Spaß. Wirklich.
20. Oktober, 2005 um 20:56
Dem ist nichts hinzuzufügen, meine beste Modeste.
21. Oktober, 2005 um 10:14
Wenn man das hier so liest, ist man doch am überlegen, ob man nicht in der flaschen Stadt wohnt, dem Mangel an solchen Veranstaltungen wegen.
21. Oktober, 2005 um 13:28
wie gerne hätt ich mitgefiebert, gezittert und andächtig gelauscht.
aber das schicksal wollt es nicht und führte mich zur skandaloper „die entführung aus dem serail“ in der komischen oper.
auch ein bisschen liebe, tod und teufel.
vielleicht das nächste mal…
21. Oktober, 2005 um 14:15
Wie gern hätt’ ich’s gesehen. Den Wolferl hätte ich dafür glatt sausen lassen. Schon mehrfach gesehen und ‘opera buffa’ ist eh nicht mein Becher Kaffee. Aber ich saß auf dem Campingplatz “Pierre de Coubertin”, habe mit olympischem Eifer Huysmans oder Flaubert gelesen und guten Wein getrunken. Auch schön… aber irgendwie schon… anders.
27. März, 2007 um 16:33
[...] gestrigen Lesung Liebe, Tod und Teufel der Herrschaften (v.l.) Beyond, Wortschnittchen, Modeste und Burnster. Das war übrigens eine gelungene Veranstaltung mit vielen netten Leuten in einem sympathischen [...]