Eigenartige Backware Vol.2
Fachverkäuferin1 (zum Burnster): “Was darf’s bei Ihnen sein?”
Burnster zur Fachverkäuferin1: “Geben sie mir doch bitte eine Brezel.”
Fachverkäuferin2 (zum Kunden nebenan): “Was darf’s bei Ihnen sein?”
Kunde: “Ich hätte gerne zwei von diesen Partybrötchen.”
Fachverkäuferin2: “Gerne.”
Burnster: “Aha.”
26. September, 2005 um 10:47
Ich will bei meiner Lieblingskonditorei immer Provital bestellen, dabei heißt es Panaktiv…
und eine alte Anekdote in einer anderen Bäckerei:
meine Freundin schickt mich zum Bäcker, ein Elefantenfußbrot zu besorgen.
Schröder: Einen Elefantenfuß, bitte
Fachverkäuferin1: ?
Schröder: …
Fachverkäuferin2: Ach… Sie meinen sicher ein Dosenvollkorn
26. September, 2005 um 11:58
Bayern die Brezeln kaufen, das ist den Preussen nicht geheuer. Die scheinen noch nicht genug eingebürgter zu sein. Kauf doch mal nen Pfannkuchen (aber wehe Du sagst “einen Berliner bitte”).
26. September, 2005 um 12:18
Berliner sind doch eher die klebrigen Zuckerguß/Puderzucker bestreuten, gefüllten Dinger mit Marmelade, wahlweise auch mit Senf, oder? Und Hightlight jeder Sylvester-Party ;-)
26. September, 2005 um 12:23
Brittbee, das Brezelthema ist nur ein Filler. Das Partybrötchen ist der Killer.
Bitte genauer lesen. Und Brezeln gibts hier mittlerweile allerorts. I know my way around. Especially verbally.
26. September, 2005 um 12:44
hihi, bateman… die nennt der Berliner wohl Pfannkuchen – obwohl jeder weiß, wie abwegig das ist [außer den Berlinern natürlich]
in Hamburg schreibt man Bretzel mit t
als ich dann nach dem Kauf des Dosenvollkorns nach Hause kam und das Erlebte zum Besten gab, sagte meine damalige Freundin trocken: “Du hast nicht ernsthaft einen Elefantenfuß bestellt, oder?”
26. September, 2005 um 12:53
Was sind denn bitteschön Partybrötchen? In Holland würde ich das ja noch verstehen, aber da sind die Partybrötchen platt und hart.
26. September, 2005 um 12:55
Burnsta, oida Genauerlesenschimpfer, du soidstas doch bessa wissen: Des hoast Brezn. Zweitens: Eine Brezn ist never ever ein Filler, die Brezn per se ist immer und zu jederzeit ein Riesending (wenns a gscheide Brezn is). Ich will euch da jetzt nicht mit Einzelheiten langweilen und liege ja immer noch in den Umzugswehen (Na, es is koa Eiseng nit), ist aber bei Bedarf alles hier nachzulesen. Drittens: Erhabene große Brittbee, ein Krapfen ist ein Krapfen ist ein Krapfen. Es mit eichare Pfannakuacha…
26. September, 2005 um 13:14
ich liebe es in berliner bäckereien “einen berliner mit pflaumenmus” zu bestellen. jedes mal werde ich angeranzt “det sin pfannkuchen, wa!”. ich finde das grossartig.
26. September, 2005 um 13:18
partybrötchen. ah ja.
ich habe mal ein theaterwissenschafts-film-der-moderne-seminar perfide gequält. angesichts eines antonioni-films fiel nämlich der hundsblöde satz eines kommilitonen: “das brötchen ist ein ZEICHEN!”
zu der zeit arbeitete ich in einem theater an der kasse und wir mussten aus image-gründen eine veranstaltung vollkriegen, hatte also freikarten zu verschenken. und so habe ich jedem der seminar-teilnehmer tickets offeriert. sie mussten nur an der abendkasse die parole “das brötchen ist ein zeichen” zitieren.
26. September, 2005 um 13:32
“Schönen guten Morgen. Puddingteilchen und ne Mohnschnecke?”
“Jawoll.”
“Einen wunderschönen Tag wünsche ich noch.”
“Den wünsche ich Ihnen auch.”
Herr Brenner, Sie machen da was total falsch.
26. September, 2005 um 14:07
“Moin, ich hätt gern’n normales Brötchen.”
“Oi, wos hädde sie gern?”
“Ein Brötchen?”
“Wos soll desch soi?”
“Ein kleines ovalrundes Brot fürs Frühstück.”
“Oi, meinetsie a Weckle?!”
“Meinetwegen auch das.”
“Hanoi, Weckle soan us.”
26. September, 2005 um 15:07
Diese Backwaren Diskurse sind der letzte Schrei. Ich glaub, ich mach ein Special Interest Blog auf.
26. September, 2005 um 15:45
Keine Tinte mehr auf dem Füller, hm?!
26. September, 2005 um 15:54
Da ist noch Luft, Burnster.
Mannheim-Jungbusch, Bäckerei Grimminger.
Rationalstürmer: Grüß Gott.
Verkäuferin friert die Fresse ein
Rationalstürmer: Fünf Semmeln bitte.
Verkäuferin: Des sinn kä Semmeln, des sinn Weck.
Rationalstürmer: Trotzdem fünf.
Verkäuferin: Gell, do hann se schunn widda wos geleannt.
Rationalstürmer: Ja, danke. Wiederschaun.
Verkäuferin: Alla guut. Tschüssl.
26. September, 2005 um 16:26
“Also wu issn im Jungbusch n Grimminger?”, fragt Eigenart, der 4 Jahre in der Beilstraße gewohnt hat.
In Ludwigshafen die Brötchen immer beim Türken gekauft.
“Ja, äh, ich hätte gerne diese Brötchen, die so aneinandergebacken sind.”
“Blumenbrot heißt des. Kannst du kein Deutsch, oder was?”
Später habe ich dann mein Blumenbrot, Gemüse, Obst usw. immer von ihm durch das Fenster unserer Parterrewohnung geliefert bekommen…
26. September, 2005 um 16:27
Ich heute bei der Bäckerei von Kaisers.
Fachverkäuferin: Das macht einszwanzig
Burnster: Jetzt kommt’s dicke. Ich hab nur einen Fünziger.
Fachverkäuferin: Schade, dann muss ich das Wechselgeld behalten.
Burnster: Tja, Montag Morgen halt. Auf Wiedersehen.
Natürlich bin ich nochmal zurück und hab mir rausgeben lassen. Ein guter Witz ist mir dann doch keine 48,80 wert.
26. September, 2005 um 16:50
Eigenart, wenn ich nicht komplett verblödet bin, dann war/ist der in der Böckstraße. Ich muss heute noch weinen, wenn ich Lena Odenthal am Jungbuschspielplatz vorbeifahren seh.
Hier in der Niederbayernmetropole laufen Verkaufsgespräche immer so ab. IMMER!
Verkäuferin: Wos deafs sei?
Rationalstürmer: Drei Semmeln bittschön.
Verkäuferin: Aussadehm no?
Rationalstürmer: Kornspitz. An Kornspitz.
Verkäuferin: Aussadehm no?
Rationalstürmer: An Zwetschgndatschi. Den mit Streussel bitte.
Verkäuferin: Aussadehm no?
Rationalstürmer: Danke, des is alles.
Neun lange Jahre ging das so. Ich werd nie mehr eine Bäckerei betreten können, ohne drauf zu warten, dass jemand “Aussadehm no?” sagt. Nie mehr. Es wird echt Zeit, dass ich hier abhau. Zwei Tage noch…
26. September, 2005 um 17:50
Niederbayern essen auf Dauer Seele auf. Glaubt’s ma’s.
Da hilft nur ein Powerbrot, Ratzefatze.
26. September, 2005 um 18:05
Also am Jungbuschspielplatz kam ich nur vorbei, wenns mal wieder ins Contra N ging (http://www.contra-n.de/galerie.htm).
Ach so, es geht ja um Backwaren… äh… die hatten da leider nur Chips und Erdnüsse…
26. September, 2005 um 18:11
Übrigens habe ich mich ja noch gar nicht beim Brezngsicht Burnster für die wundervolle Überschriften-Hommage bedankt.
Muss mich bei Gelegenheit mal revanchieren. Wie wärs mit einem Bericht über Melburns schönste Hinterhöfe?
OK, bin ja schon weg und spamme wieder meine eigenen Kommentare voll…
26. September, 2005 um 18:20
Burnse, des is ma schon klar. Niederbayern essen auf Dauer nicht nur Seele auf. Drum gehts etzertla widda hamm. Drei im Weckla – ich komme. Und das Powerbrot ab dann nur noch flüssig.
Mensch Eigenart, und kannste dich noch erinnern, wie man im Contra´N selber seine Tapes mitbringen durfte? Aaaach, Memories…
26. September, 2005 um 18:44
Oh ja. Die absurdesten Specials gabs nur dort.
“Bring-ne-CD-mit-wünsch-dir-davon-ein-Lied-und-du-bekommst-ein-Freigetränk”
Toll war auch die 120 Minuten-Aktion.
“Leg für 2 Stunden deine Lieblingsmucke auf und trinke in der Zwischenzeit umsonst.”
26. September, 2005 um 23:25
Bei uns gab’s am Donnerstag im Oasis (noch prä-Gallagher Zeit) immer Doppeldecker Pils Time. Die Fantasievollsten waren wir weiß Gott (genau der) nie.
27. September, 2005 um 09:48
Das ist ja ein lustiger Zufall. Bei uns gab´s Donnerstags im Zet auch immer Doppeldecker, galt aber für jedes Bier, immerhin.
27. September, 2005 um 11:49
Da hatte ich auch meine ersten (erfolgreichen) Disko-Flirt.
Sie: du siehst aus, als hättest du an jedem Finger eine
Ich: Dann trag ich am besten Fäustlinge in Zukunft.
Die Geschichte war jetzt gelogen.
27. September, 2005 um 13:15
Mir ist da mal meine damalige Freundin im Brautkleid um den Hals gefallen. Okay, war Fasching, aber trotzdem. Ich war auf Zivi-Heimaturlaub und hatte am nächsten Finger fast schon die Nächste. Bin wegen dem Brautkleid erschrocken wie Sau. Mein wunderbarer Freund und Mannschaftskamerad Heiko gibt die Geschichte heut noch in lustiger Runde zum Besten, wenn er mich ärgern will, der Hundsfott. Ich hab am nächsten Tag Schluss gemacht, obwohl die eine Apothekerstochter war und eine Freundin von meiner Mutter heut noch sagt, was ich da für glänzende Aussichten gehabt hätt.
Die Geschichte war jetzt wahr.
27. September, 2005 um 14:49
An meiner Geschichte war auch nur meine Antwort gelogen. Mit der aus’m Oasis begann dann eine Romanze aber leider fiel das Mädchen verursacht durch einen Reitunfall in ein Kurzkoma, aus dem sie mit den Worten “Burny, lass mich.” wieder aufwachte, vor den Augen und Ohren ihres Freundes. Ganz schön indiskret für eine Koma Patientin, find ich.
27. September, 2005 um 14:51
Jaja Burnster, das kennen wir doch. Girlfriend in a koma oh no, oh no, it´s really serious.
27. September, 2005 um 15:21
Sehr gute und lehrreiche Anmerkung, Ratze. Da hätt ich auch selber draufkommen können!