Joba Fett
Neulich rief mich ein sogenannter Headhunter aus London an und wollte meinen Kopf an einen Großkonzern verschachern. Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass mir jemand einen gutbezahlten Job förmlich aufschwatzen wollte. Wo ist der verdammte Haken? Natürlich, in München ist er. Der Haken bzw. der Job, nicht der Headhunter. Aber der Haken ist da seit Jahren. Wie dem auch sei, ein paar seiner Sätze aus unserem Telefonat fand ich herrlich wiedergebenswert:
“Your CV is a skeleton. Let’s add some flesh to it and they will take a tasty bite!”
“Come on. No more beating around the bush. Let’s face it, this is a great opportunity.”
“In fact your CV looks rather bad but they’re looking for someone like you.”
“They’re quite loyal. They do promote their employees first”.
“Your CV is on the way to *****. By the way, did you send it to me?”
28. Juni, 2005 um 09:48
you could have said: we do not put flesh on our skeletons here in germany. they are all perfectly stowed away in our cellars. we put butter by the fishes instead, mister. maybe if XXX would like a bite of that?
28. Juni, 2005 um 10:06
Amazing!
Meine Headhunter haben noch nie English mit mir gesprochen. Lehne aber eh alles bis auf die Moderation von “Wetten, dass…?” ab 2007 ab. Aber danach hat man mich noch gar nicht gefragt. Warum nur?
28. Juni, 2005 um 10:26
Mich hat man mal gefragt, aber ich war grad unter der Dusche.
28. Juni, 2005 um 11:28
I am blown away.
Der einzige Headhunter, der mal eher unambitioniertes Interesse an mir gezeigt hat (Quotenanruf?), war des Hochdeutschen ähnlich mächtig wie ich und hätte sich VOR dem Gespräch nach meiner Qualifikation erkundigen sollen, dann wäre das auch nicht erst nach endlosen 5 Minuten zu Ende gewesen – ich saß da nämlich seit ca. 3 Tagen auf meinem ersten Job, im klammen Händchen mein noch warmes Hochschulausweisungzeugnis und auf der Stirn den Angstschweiß des Probezeitlers. Und er wollte mir die Leitung von irgendwas in irgendwo anpreisen.
28. Juni, 2005 um 12:49
Hast Du Dir den Namen gemerkt, Burnman? Wir klingeln da nochmal durch und machen das perfekt…
28. Juni, 2005 um 14:10
Meine diesjährige Headhunter-Ruf-Folge-Quote habe ich mehr als erfüllt. Mir sind allein für die letzte Rundreise vier Urlaubstage draufgegangen. Und dann konnte sich die neue Firma intern nicht einigen. Ich bleib hier, unterbezahlt, aber unersetzlich. ;-)
Was ist gegen Munich zu sagen? Gute Preise, gute Besserung!
28. Juni, 2005 um 14:16
KleinesF, schweig stille, der Burnster bleibt hier. Ich hege keinen Zweifel, dass sich im Dicken B ein guter,ja, ein besserer Job findet. Der Mann kann doch was.
28. Juni, 2005 um 15:21
danke, danke. ich bleibe hier. münchen ist so sauber. da fall ich mittlerweile auf, weil mich stein und benzin des dicken bs schon so eingehüllt haben. aber ich hab nichts gegen münchen. jetzt seehaus, füße ins wasser. des war scho ebs.
28. Juni, 2005 um 16:43
und da unten wachsen die pflanzen gerade in den himmel hinein.
naturzucht!
28. Juni, 2005 um 16:46
sie aufmerksames ding, fraufrank. der weißblaue himmel zieht die pflanzen halt an.
1. Juli, 2005 um 00:12
kann ich dem headhunter auch mein cv aufdraengen? das mit dem “skeleton” hat mir gut gefallen. ich will aber nichts in muenchen. london is the thing!