How happy you made me, oh Grandy
Anlässlich des am Samstag stattfindenden Gigs im Frittiersalon, erinnere ich mich gerne an Anekdoten, die ich mit dieser Band erlebt habe. This one’s for you Ole & Flo (vor allem nachdem Ole mich gemahnt hat, ich solle mehr über die beiden schreiben):

Es leben die Auftritte im Orange House, wo man sich vor Suff und Weibern nicht retten konnte. Besonders beim zweiten Mal standen wir ja so rabendicht auf den Brettern wie nie zuvor. Dann Royal Air Force mit 5minütigem Intro. Eine toxische Improvisation, die durch Oles Einstieg dann in alle Einzelteile zerbombt wurde. Mann, das war auch der Tag, an dem ich 8 Paracetamol genommen hatte. Drei Tage vor meinem Umzug nach Berlin. Vielleicht der beste Auftritt.
Schön auch die Wochen in denen wir in Garching Rock City anfingen, auf den Proben zu saufen wie blöde. Plötzlich: Feel Flows, RAF und Lead The Way.
Ich sehe oft Flos abwesendes Gesicht, Schweißperlen auf seiner Stirn und ich merke: Der Typ spielt gerade einen anderen Song in einer anderen Band. Aber live immer ein Fels in der Ablaufbrandung. Obwohl, da war doch dieser Auftritt in Straubing. Weniger quatschen, besser spielen, sagte ich damals. Flo verschwand in die Straubinger Nacht und kam lange, lange nicht zurück.
Gerne würde ich auch mal wieder für umsonst und ohne Publikum in der Hamburger Honigfabrik spielen und mein Bier selbst zahlen müssen. Aber nur mit Sub—Zero.
Es ist erwiesen, dass wir letztes Jahr im Rosi’s gespielt haben. Ich kann mich leider nur an kein einziges Detail erinnern.
Mann, was waren wir schon scheiße pathetisch und besoffen bei den Schlußparts von Day In The Waves und Dear Munich. Ich vor allem. Ich geb’s ja zu.
Die Gesangsaufnahmen zum ersten Demo fallen mir ein: Mayer off the hook. This guy is out of control. Hatte da diese Whiskey-Cola aus Dosen Phase.
Mensch, Kinders, ihr habt die gesamten Pam Wars mitdurchleiden müssen. Nicht nur in meinem Gesabber, sondern auch noch in meinen/unseren Songs. Sorry dafür.
Ich würde auch gerne mal wieder mit dir, Ole, im 2 Stunden Stau zwischen Garching und Ismaning stehen.
Und so’n 60 Dezibel Bürgerfest Schrott machen wir auch nicht mehr. Laut und/oder abgefuckt. Sonst nichts mehr.
Sommer 03, kurz vor meiner Abreise aus München: Schwitzen wie ein Schwein. Vier Gitarrenwände um jeden Song rum bauen und dann bei Ole auf’m Balkon Frühlingszwiebel und Wurst speisen, right above Ali Khan and his verschissene Killertöle.
Und unvergessen: Flos und Oles erstes Bandwochenende in Berlin. Party in der Oderberger. Ich total neben die Spur geraucht, mit sich langsam ausbreitenden Ästen in meinem Körper. Ich unter’m Küchentisch. Die Süddeutsche Zeitung küssend. Ei, ich habe gehofft, ihr kommt so schnell nicht wieder.
Dieser Videodreh. Ich will kein Rockstar werden. Nein. Null Grad im T-Shirt und 180x die gleiche Einstellung. Nicht mein Ding. Resultat aber sehr gelungen.
Ich alter Choleriker. Was hab ich schon rumgemotzt, bis keiner mehr Lust hatte, auch nur einen weiteren Song zu proben. Mittlerweile taoistischer unterwegs.
Peinlich war mir damals ein wenig das mitreisende Kamerateam. Ich dachte, face it, wir sind ne Nullnummer. Wozu die Kameras? In Wirklichkeit waren das nur deine Groups, Flo! Stimmt’s? Nein, die Mädels waren prima.
Als wir anfingen, spielte der Australian Invader seltsam tranquil Schlagzeug. Das hat uns gestört. Erst als er sein dämliches E-Drum verkaufte und sein Geld in Augustinerkästen steckte, wurde es wieder besser.
Im Endeffekt haben wir es ganz schön schleifen lassen. Und lassen es immer noch. Wir sind faul, monothematisch und uninspiriert und wohnen zu allem Überfluss in unterschiedlichen Städten. Aber wir sind eine Familie. Und wir haben den Rock. Und wir können mehr saufen als die anderen. Viel mehr. Beware. Grandy’s not dead.
A day in the waves a day in the sand. A day to make you mine. And one to let you go. I love it when you say no.
19. Mai, 2005 um 15:28
you`re the man!
20. Mai, 2005 um 09:46
GU. Go on, …und keine Angst, ich hab den Bass dabei!