Das bisschen Bohei

Im Zwielicht diverser Kapitalismuskritik-Kritik sonnen sich so manche Schisser, darunter Wirtschaftsbosse, Arbeitgeberpräsidenten, Grüne, Rote, Schwarze, Gelbe. Einen Kessel voll Buntes hat Franz Müntefering da umgekippt und jetzt verteilt er sich als farbloser Einheitsbrei in den Medien und dazu gibt’s noch Eier darüber geschlagen.

Ich-bin-dagegen-egal-um-was-es-geht-Patron Oskar Lafontaine wittert ein „wahlpolitisches Betrugsmanöver“ und kann noch viel doller kapitalismuskritisieren. Dass der Vorwurf „unpatriotischen Verhaltens“ aufkommt, ist das eigentlich Unpatriotische und wenn Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt im ZDF die Thematisierung von Raubtierkapitalismus „zum Kotzen“ findet, dann doch nur weil sich die Heuschrecke auf die Fühler getreten fühlt.

Ich finde: das bisschen Bohei um Kapitalismus ist schon angebracht.

Hard Rock Capitalism Cafe

2 Kommentare zu Das bisschen Bohei

  1. resista
    3. Mai 2005 at 18:13

    Karl Gwarxinger,

    Des bisserl Gwampitalismus schadet der Welt gar nicht.
    Entweder ich bin für Europa und die Welt oder für einen heilen Sozialstaat.
    Diesen spagat zu wagen ist sinnlos, weil das eine zum anderen und das andere zum einen führt und wieder zurück und ein 360 Grad spagat ist bekanntlich noch keinem gelungen.
    Ja und das ist der Fehler und nicht der gwamptalismus als solcher, mein roter Bruder.
    schreibt deine kapitalissta

  2. Burnston
    3. Mai 2005 at 19:35

    Ja, ja. Aber ganz aus dem sozialen Schneider isser eben nicht der Kapitalismus. Der mundet eben grade in Krisenzeiten den falschen Sozialgourmets. Nach unten abschotten damit der Pöbel einem nicht ans Bein pinkelt is ja verständlich, aber eben ungerecht.

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