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Sibelfisch..

..stammelte der freundliche Herr aus Asien immer am Telefon wenn er nicht verstand, wer wir waren, was wir wollten und wo zum Gehörnten wir wohnten. Es handelte sich um einen Mitarbeiter des örtlichen Asia Stüberls, der spätestens bei der telefonischen Übermittlung unserer Adresse (nämlich der Silbernen Fischgasse 5) an seinen deutschen Sprach- und Phonetikkenntnissen verzweifelte und wir mit dazu.

Ich erzähle das eigentlich nur, weil ich mir Bastian Sicks “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” besorgt habe, das Buch zu seiner Spiegel Online Kolumne “Zwiebelfisch” (Klingelts?). Sicks Buch und Kolumne sind mehr als eine humoristische Bestandsaufnahme sprachlichen Notstandes in unserem Lande. Es ist der Wunsch eines sprachwissenschaftlichen Aktivisten, es wieder etwas genauer mit den vier Buchstaben zu nehmen. Ich bin ja der Meinung, dass Evolution (oder besser Veränderung) jeder Sprache gut, wenn anfangs auch weh tut. Lachen kann ich trotzdem drüber und als studierter Germanist bin ich Traditionalist genug, um Herrn Sick anerkennend auf die Schulter zu klopfen. Eigentlich bin ich doch ein Sprachspiesser, obwohl ich in Emails gerne ausschließlich Kleinschreibung benutze, “macht Sinn” sage, die Mehrzahl von Story als “Stories” angebe, sträflich viele Fremdwörter ohne Aufenthaltserlaubnis einbürgere, gefühlte Kommas setzte und als Bayer ohnehin der deutschen Hochsprache von Natur aus zwie(bel)spältig gegenüber stehe.

Da fällt mir grade ein, dass die Asiafood Lieferung an unsere Studenten WG damals trotz aller Sprachschwierigkeiten immer schon nach acht Minuten eintraf und mein Mitbewohner vermutete, der Imbiss unterhielte eine Dependance in unserem Haus. Ich meine natürlich eine Zweigstelle…

Einmal Süss-Sauer zum Sibelfisch bitte!

Dein Servus hier:

(Wenn du mir schon unbedingt einen Link hineinposten musst, unterstreich ihn doch bittschön, damit ihn ein jeder sieht. Dankschön.)